29.07.2019, 16.35 Uhr

Romanshorn am Bodensee: Tornado-Alarm? Video von Wasserhose sorgt für Wirbel

Ob seltenes Naturspektakel oder Folge des Klimawandels, das Video, das ein Youtube-Nutzer hochgeladen hat, verunsichert die Bewohner von Friedrichshafen. Ist das die Folge unseres Klimahandelns? Was darauf genau zu sehen ist, erfahren Sie hier.

Eine Windhose bildete sich am Sonntag über dem Bodensee. (Symbolbild) Bild: picture-alliance/ dpa

Mit "Tornado auf dem Bodensee" ist das Video überschrieben, das eine anscheinend private Handyaufnahme von der Seite einer Fähre zeigt. Am Horizont kreiselt Wasser in die Höhe. Ein Wirbelsturm verwandelte sich dort in eine Wasserhose, die mitunter auch für Menschen gefährlich werden kann.

Wie entstand der Wirbelwind?

Wirbelwinde können unterschiedlich betrachtet werden. Eine solche Wasserhose wie über dem Bodensee entwickelt sich üblicherweise, wenn sich feuchte, aber kalte Luft über einen warmen Wasserkörper schiebt, wie es in der Karibik und im Tornado Alley (engl. Wirbelsturm Gasse) oft passiert.

Die mit Wasser gefüllten Windhosen sind in der Regel langsamer als Tornados. Deswegen erreichen sie nicht deren Fortbewegungsgeschwindigkeit und können nicht dasselbe Zerstörungspotenzial entfalten. Trifft ein solches Wetterphänomen ein unvorbereitetes Schiff, kann dieses darin schweren Schaden nehmen und sinken.

Kommen jetzt die Klimakatastrophen?

Viele befürchten nun, dass die Menge der Tornados in Europa ansteigen könnte. Wissenschaftler geben zu bedenken, dass es in Europa kaum Tornado-Forschung gibt und deswegen auch kaum Datenmaterial existiert, das belastbare Auswertungen zulässt.

Die Erfahrungen aus den USA, die lange Erfahrung mit und viel Forschung zu Wirbelstürmen haben, zeigen aber, dass sich das die Häufigkeit des Auftreten solcher Phänomene in Europa noch keine bemerkenswerte Steigerung darstellt. Bisher gab es 2019 in Deutschland zwei Wirbelstürme.

luj/news.de

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