22.07.2019, 11.21 Uhr

Nekrotisierenden Fasziitis: Bakterien zerfressen nach Kratzer von Katze Frauen-Hand

"Nur ein Kratzer", dachte sich eine junge Mutter. Doch was aussah wie eine keine Wunde, sollte zu einem Bakterienherd auswachsen, der das Leben der Frau vollständig auf den Kopf stellt. Und das trotz vollem Einsatz der Ärzte.

In einer mehrstündigen OP nahmen die Ärzte einen bakterienzerfressenen Finger ab. (Symbolbild) Bild: picture alliance / Annette Schneider-Solis/dpa

Moira Brady muss ihr gesamtes Leben verändern. Sie hat Teile ihrer Hand und einen Finger an einen Stamm fleischfressender Bakterien verloren, berichtet der "Daily Star". Dabei war die Ursache scheinbar harmlos. Denn als sie eines Tages in ihren Garten trat, entdeckte sie, dass auf dem Trampolin zwei Katzen miteinander kämpften.

Infektion mit fleischfressenden Bakterien durch kleinen Kratzer

Als die 45-Jährige versuchte die Tiere zu trennen, zog sie sich einige Kratzer zu, dachte sich aber nichts weiter dabei. Das wurde anders, als ihre Hand begann anzuschwellen und ein Finger blau anlief. Die Ärzte reagierten schnell und konnten Nieren, die Hand und vier Finger retten.

Trotzdem musste ein Finger abgenommen werden, da sich die Infektion schon zu weit ausgebreitet hatte. In einer mehrstündigen Operation trennten Chirurgen das gesunde vom kranken Gewebe und retteten so die Frau.

Nekrotisierende Fasziitisruinierte das Leben der Mutter

"Ich kann die alltäglichsten Sachen nicht mehr machen, wie Essen aus dem Ofen holen zum Beispiel", klagt Moira. Und sie ist nicht die Einzige, die in der jüngsten Vergangenheit von solchen Bakterien befallen wurde. In Florida erkrankte ein 66-Jähriger nach dem Baden im Meer und starb kurz darauf.

Ärzte empfehlen, sofort einen Mediziner aufzusuchen, wenn ein Tierkratzer oder -biss die Haut durchstochen hat. Dann können leicht Bakterien in den Kreislauf gelangen und schwere Schäden anrichten. Im Fall von Moira Brady handelte es sich um MRSA-Bakterien und Streptokokken, die oft auf Tieren leben und für den Menschen durchaus gefährlich werden können, wenn sie in den Blutkreislauf geraten.

luj/bua/news.de

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