08.03.2019, 17.35 Uhr

Nackter Protest in Hamburg: Femen protestiert im Rotlichtviertel gegen sexuelle Ausbeutung

Mit nacktem Oberkörper machen sich Mitglieder der Organisation Femen an einem Sichtschutz im Hamburger Rotlichtviertel zu schaffen. Damit wollen die Aktivistinnen gegen sexuelle Ausbeutung protestieren.

Femen-Aktivistinnen reißen einen Sichtschutz in Hamburgs Rotlichtviertel ein. Bild: Carina Lue/dpa

Mit nacktem Oberkörper und schwerem Gerät haben mehrere Aktivistinnen in Hamburgs Rotlichtviertel einen Sichtschutz abmontiert.

Femen protestiert zum Frauentag im Hamburger Rotlichtviertel gegen sexuelle Ausbeutung

Mit der Aktion am Frauentag will die Organisation Femen "die sexuelle Ausbeutung von Frauen, Menschenhandel und sexuelle Gewalt anprangern, die sich hinter den Toren und Türen der Sexindustrie versteckt", wie die Gruppe am Freitag via Facebook mitteilte. Die Metallwand an der Herbertstraße ist Sichtschutz und Barriere zugleich. Für Frauen und Unter-18-Jährige ist der Zutritt der etwa 100 Meter langen Straße verboten. In der Herbertstraße in St. Pauli in der Nähe der Reeperbahn sitzen Prostituierte leicht bekleidet in ihren Fenstern und sprechen vorbeilaufende Männer an.

Hier steht der Sichtschutz noch... Bild: Carina Lue/dpa

Den Aktivistinnen droht eine Anzeige wegen Sachbeschädigung

Die Aktivistinnen kritisierten, dass die öffentliche Straße seit Jahrzehnten für Frauen unzugänglich ist. Einige der Frauen hatten sich mit schwarzer Farbe und auf Englisch "Keine Mauern zwischen Frauen" auf den Rücken schreiben lassen. Laut Polizei soll gegen die Frauen nun Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt werden.

Hier ist der Sichtschutz Geschichte. Bild: Carina Lue/dpa

Die Femen-Aktion vom Frauentag 2019 als Video-Mitschnitt

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pap/news.de/dpa

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