12.02.2019, 13.10 Uhr

Vermeintliches Seeungeheuer vor Neuseeland: Gigantisches Unterwasser-Kondom gesichtet - was ist DAS für eine Kreatur?

Vor der Küste Neuseelands machte ein Taucher eine unheimliche Entdeckung: Eine rund zehn Meter lange Kreatur schlängelte sich durch den Ozean. Doch was für ein Wesen verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Meeresmonster?

Auf Tauchgängen stoßen Taucher bisweilen auf kuriose Kreaturen (Symbolbild). Bild: Daniel Schultz / picture alliance / dpa

Da staunte Ben Laurie nicht schlecht, als er in der Nähe von Cape Brett auf der Nordinsel von Neuseeland zum Tauchen aufbrach: Eigentlich wollte der 21-Jährige unter Wasser Königsmakrelen beobachten, als sich plötzlich eine mysteriöse Kreatur in das Sichtfeld des Hobbytauchers schob. Zehn Meter lang, einen halben Meter breit, schlauchartig und in Gestalt einem überdimensionierten Kondom nicht unähnlich - was ist da nur vor der Küste Neuseelands im Wasser unterwegs?

Mysteriöse Unterwasserkreatur gesichtet - schwimmt hier ein riesiges Kondom im Wasser?

Dieser Frage ging auch der britische "Daily Star" nach, der die unheimliche Begegnung unter Wassen einen Artikel wert war. Ben Laurie, der seit vielen Jahren aktiv taucht und sich unter Wasser bestens auskennt, blieb nach dem Taucherlebnis ratlos zurück: "Ich hatte keine Ahnung, was für eine Kreatur das war", berichtete der erstaunte 21-Jährige. Ein Wesen dieser Art hätte er nie zuvor auf Tauchgängen beobachtet.

Rätsel gelöst! Seemonster entpuppt sich als Feuerwalze oder Pyrosoma

Glücklicherweise gelang es dem passionierten Wassersportler, das vermeintliche See-Ungeheuer auf Video aufzuzeichnen und seine Beobachtungen im Internet. Zunächst glaubte der Neuseeländer, einen Schwarm Plankton entdeckt zu haben - doch das unheimliche Wesen fühlte sich nicht weich, sondern eher wie Pappe an. Des Rätsels Lösung: Ben Laurie war einer Feuerwalze begegnet. Die wissenschaftlich als Pyrosoma bezeichneten Kolonien aus Tausenden kleiner Meerestieren ernähren sich im Ozean von Pflanzenzellen und üben eine Art Filterfunktion aus. Dennoch dürfte die Sichtung vor der Küste Neuseelands eine Besonderheit gewesen sein: Feuerwalzen sind gemeinhin in einer Wassertiefe von 2.000 Metern anzutreffen, während dieses Exemplar nahe der Wasseroberfläche schwamm.

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loc/kad/news.de

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