Ende des Ramadan 2015: Endlich Zuckerfest! Das große Schlemmen kann beginnen

Mit dem Ende des Ramadan 2015 beginnt heute das Zuckerfest. Drei Tage lang ist für Millionen Muslime das große Schlemmen erlaubt: Beim Fest des Fastenbrechens. Doch in diesem Jahr steht das Ende des Ramadan auch im Zeichen von Politik - und Bürgerkrieg. Alle Infos zum Zuckerfest, Festgebet und zum Ramadan 2015.

Mit dem Fest des Fastenbrechens endet der Ramadan. Bild: Picture Alliance/dpa

Einen Monat tagsüber keine Nahrung, kein Wasser und keine Zigaretten. Das ist für Muslime weltweit nun vorbei. Nach dem Ramadan folgt das große Fest - aber es wird vielerorts von Gewalt überschattet.

Ramadan 2015 endet: 3-tägiges Fest des Fastenbrechens "Eid al-Fitr"oder Zuckerfest

Nach einem Monat Fasten ist für Millionen Muslime auf der ganzen Welt der Ramadan zuende gegangen. In den meisten islamischen Ländern war Donnerstag bis zum Abend der letzte Fastentag. Nach dieser Zeit der Entbehrungen, in der die weltweit etwa 1,6 Milliarden Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken oder rauchen durften, beginnt nun mit dem dreitägigen Fest Eid al-Fitr, dem Fest des Fastenbrechens, das große Schlemmen.

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Festgebet am Tag nach dem Ramadan 2015: wichtige religiöse Pflicht im Islam

Beim nun folgenden Fest des Fastenbrechens werden Kinder traditionell mit Süßigkeiten beschenkt - daher kommt auch die in der Türkei gebräuchliche Bezeichnung Zuckerfest (Seker Bayrami). Die Türken nutzen die dreitägigen Feiertage vor allem für Verwandtenbesuche oder einen Kurzurlaub. Vor allem Beamte dürfen sich dieses Jahr freuen. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erklärte vergangene Woche überraschend, Staatsbedienstete hätten schon ab Donnerstag frei.

Das Fastenbrechen ist das zweitwichtigste Fest im Islam und als Regel des Ramadan im Koran verankert. Ebenso wichtig wie das Schlemmen ist das Festgebet am Morgen danach, mit dem das Ende des Ramadan 2015 offiziell eingeleitet wird.

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Ende des Ramadan 2015: Ramadan in diesem Jahr aufgrund der Bürgerkriege in Syrien oder Irak besonders politisch geprägt

Bundespräsident Joachim Gauck rief in einer Grußbotschaft an die deutschen Muslime zu mehr Vertrauen zwischen den Religionen auf. "Wenn wir uns leiten lassen von dem Wunsch nach einem respektvollen, friedlichen Zusammenleben, wird eine gute gemeinsame Zukunft gelingen", sagte das Staatsoberhaupt und fügte hinzu, er fühle sich dem Gedanken des Ramadan verbunden. Der Zentralrat der Muslime zeigte sich erfreut, dass in Deutschland auch viele nicht-Muslime am allabendlichen Fastenbrechen teilgenommen hätten.

In vielen Ländern wurde der Ramadan und nun auch Eid al-Fitr allerdings von Gewalt überschattet. In Syrien, Libyen, dem Irak und im Jemen herrschen teilweise schon Jahre andauernde Bürgerkriege. Nach Angaben von Aktivisten bestrafte die Terrormiliz IS in Syrien während des Fastenmonats 94 Menschen drakonisch, weil sie tagsüber etwas gegessen hätten. Die Opfer seien dafür an zentralen Straßen und Plätzen einen Tag lang an Kreuze gebunden und dann in Eisenkäfige gesperrt sowie ausgepeitscht worden.

In Ägypten wurden Berichten zufolge 25 Menschen von der Polizei festgenommen, weil sie in der Öffentlichkeit essen und tranken. Das Innenministerium musste einschreiten und erklären, dass es kein Gesetz gebe, das dies verbiete. Die Menschen wurden freigelassen. In vielen Ländern machten den Gläubigen in diesem Jahr auch hohe Temperaturen zu schaffen. Im Irak etwa kletterten die Temperaturen auf mehr als 45 Grad. Viele Geschäftsinhaber stellten öffentliche Duschen auf, damit sich die Menschen abkühlen konnten.

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lvo/news.de/dpa

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