14.11.2016, 15.09 Uhr

Universität und Studienort wechseln: So gelingt Studenten der Uni-Wechsel

Der Partner wohnt in einer anderen Stadt, die Lebenshaltungskosten sind zu hoch oder man fühlt sich einfach nicht wohl: Gründe, den Unistandort zu wechseln, gibt es viele. Doch so ein Wechsel ist mit bürokratischen Hürden verbunden. Worauf müssen Studenten achten?

Studienort am falschen Platz? Wer über einen Uniwechsel nachdenkt, sollte sich vorher genau erkundigen, welche Leistungen anerkannt werden. Bild: Oliver Berg/dpa

Für die Entscheidung, an die Technische Universität Braunschweig zu wechseln, hat Lasse Wyremba sich drei Monate Zeit genommen. "Ich wollte mir ganz sicher sein, um am Ende nichts zu bereuen", sagt der 22-Jährige.

Wenn Studium und Universität nicht den Vorstellungen entsprechen

Drei Semester hatte er bereits Internationale Betriebswirtschaftslehre in Wien studiert. Doch das Leben dort war ihm zu teuer, das Studium entsprach nur in Teilen seinen Wünschen und Fähigkeiten. "Ich wollte meinen Schwerpunkt eher auf das Bauwesen legen, aber den Wirtschaftsteil nicht vernachlässigen, das ging in Wien nicht", erinnert sich Wyremba. So suchte er nach Alternativen und wurde in Braunschweig fündig.

An einer Uni, die ganz anders war als die, die er bisher kannte. Der riesengroße Unineubau in Wien und die alte, kleine Uni in Braunschweig, "das war ein krasser Unterschied", sagt Wyremba. Trotzdem entschied er, noch einmal neu zu starten, als Student zum Wirtschaftsingenieur mit dem Schwerpunkt Bauwesen. Er kam zunächst bei einem Freund unter und suchte sich dann vor Ort eine Wohnung. Fast die Hälfte seiner bisher erbrachten Prüfungsleistungen konnte sich Wyremba anerkennen lassen. "Ich würde mich trotzdem immer erst fragen, ob es wirklich nötig ist, zu wechseln", sagt der 22-Jährige. "Und ich würde möglichst viele Leute um Rat fragen, andere Studenten und Professoren, viele Meinungen einholen", ergänzt er.

Universität wechseln muss gut durchgeplant sein

Wer sein Studium an einer anderen Universität fortsetzen möchte, sieht sich vielen Fragen gegenüber. Als Erstes gilt es herauszufinden, wo der eigene oder ein ähnlicher Studiengang überhaupt angeboten wird. Schon an dieser Stelle tauchen immer wieder Probleme auf, weiß Christine Rennert, Leiterin des Immatrikulationsamts der Technischen Universität Dresden. "Es ist heute nicht mehr so einfach festzustellen, welche Studiengänge gleich sind. Manchmal heißen sie gleich, weichen aber inhaltlich stark voneinander ab. Genauso kann es sein, dass Studiengänge unterschiedlich bezeichnet werden, aber inhaltlich gleich ausgerichtet sind", erklärt Rennert. Wenn möglich, sollten Studenten deshalb einen Hochschulwechsel erst zum Master in Erwägung ziehen, empfiehlt Rennert.

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