Superfood: Die Superfoods im Einzelnen

Açai-Beeren

In den USA ist ein regelrechter Açai-Boom ausgebrochen. Die brasilianischen Beeren sollen angeblich schlank machen und jung halten. Sie enthalten Vitamine, Antioxidantien und Mineralstoffe. Doch heimische Früchte wie Heidelbeeren, Sauerkirschen oder schwarze Johannisbeeren stehen der Açai-Beere in nichts nach. Experten raten dazu, die exotische Frucht am besten als Saft oder Smoothie zu verzehren.

Agavensirup

Der intensiv gelbe Sirup erinnert an Honig. Der dickflüssige Saft der Agave hat aber einen deutlich niedrigeren glykämischen Index und erhöht den Blutzuckerspiegel nur geringfügig. Außerdem ist der Sirup 20 Prozent süßer als herkömmlicher Zucker und hat dabei sogar noch ein Viertel weniger Kalorien. Durch die Herstellungsweise bei Temperaturen unter 48 Grad enthält der Dicksaft zudem einen höheren Anteil an entgiftenden Enzymen. Tipp: Ersetzen Sie Zucker durch Agavensirup.

Avocados enthalten zwar viele Fette, jedoch die von der guten Sorte. Bild: Heiko Stuckmann / pixelio.de

Avocados

Im Gegensatz zur Açai-Beere zählen Avocados wirklich zu den Superfoods. Der hohe Gehalt an Ölsäuren kann den Cholesterinspiegel senken. Das enthaltene Kalium wirkt entwässernd und Vitamin E und Eisen stärken das Immunsystem. Außerdem beugt Folsäure Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Avocados enthalten zwar viel Fett und sind somit regelrechte Kalorienbomben, aber als Ersatz für süßes Gebäck oder Wurst eignen sie sich durch ihre gesunden Mineralien allemal.

Chia-Samen

Der südamerikanische Chia wird oft als Heilsamen der Maya bezeichnet. Die Samen sind kalziumreich, liefern viele Ballaststoffe und gelten nicht zuletzt auch aufgrund ihrer wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Aminosäuren als Superfood. Doch die Wirkung ist umstritten. Leinsamen und Sesam soll genauso viele gesunde Nährstoffe enthalten. Zudem empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht mehr als 15 Gramm Chia-Samen pro Tag essen. Bisher sind sie nur in Backwaren und in Müsli erlaubt.

FOTOS: Natürliche Hilfe Gesund und schön mit Omas Hausmitteln

Chlorella

Die grüne Alge ist Liebling der Veganer. Sie enthält das wichtige Vitamin B12. Chlorella soll angeblich zellerneuernd und verjüngend und durch den hohen Chlorophyllgehalt sogar entgiftend wirken. Gewöhnlich wird die Alge anderen Lebensmitteln wie Smoothies und Säften zugesetzt. Experten sind sich allerdings uneins über die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Algenpräparaten. Zum einen stehen Chlorella-Tabletten im Verdacht, gefährliche Stoffe wie Pestizide, Fungizide und Schwermetalle im Körper zu binden und zum anderen können Mikroalgen selbst Gifte bilden. Daher lieber zu essbaren Algen wie Nori, Wakame oder Kombu greifen.

Goji-Beeren

Die roten Goji-Beeren enthalten zwar sehr viele Antioxidantien und sollen dadurch eine Anti-Aging-Wirkung haben, aber die meisten Beeren kommen aus China. Bei Lebensmitteluntersuchungen wiesen die roten Früchte teilweise eine extrem hohe Pestizidbelastung auf. Auch auf den Hinweis «bio» ist kein Verlass.

Grünkohl ist ein richtiges Superfood. Bild: picture-alliance / dpa / Carmen Jaspersen

Grünkohl

Das grüne Gemüse wird in Deutschland erst nach dem ersten Frost geerntet, damit dieser seine Bitterstoffe verliert. Doch genau diese wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. In den USA wird Grünkohl im Sommer zum Beispiel roh in den Salat geschnippelt. Außerdem landet er dort in grünen Smoothies, die gerade sehr angesagt sind. Der Kohl enthält einen wahres Potpourri an Vitaminen, Antioxidantien, Eiweiß, Eisen und Ballaststoffen. Ihm werden entzündungshemmende und krebsrisikosenkende Effekte nachgesagt.

Rohe Kakaobohnen

Fühlen Sie sich müde und lustlos? Die ungerösteten Kakaosamen enthalten große Mengen an Theobromin und Dopamin, die gemeinsam mit Anandamiden die Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen anregen. Dafür einfach die Samen pur naschen oder das Pulver morgens in heiße Mandelmilch rühren.

Mandelmilch

Sojamilch war gestern! Mandelmilch ist gerade auf Eroberungsfeldzug in Amerika. Besonders unter laktoseintoleranten Menschen und Veganern ist die helle Flüssigkeit sehr beliebt. Die Milch besteht nur aus feingemahlenen Mandeln, Wasser und Süßungsmitteln wie Stevia oder Agavensirup. Gesundheitsfördernd wirkt Mandelmilch übrigens nur, wenn sie so naturbelassen wie möglich ist. Besser als die Milch zu trinken, ist es übrigens ganze Mandeln zu essen. Diese liefern zusätzlich noch Ballaststoffe.

Matcha

Der gemahlene Grüntee Matcha wird als Fit- und Wachmacher angepriesen. Vor der Ernte werden die Teepflanzen beschattet, sodass sie besonders viel Chlorophyll bilden. Dadurch soll Matcha noch gesünder als andere grüne Teesorten sein und schützt somit zum Beispiel vor Krebs oder Diabetes. Der Hauptwirkstoff in dem Getränk Epigallocatechingallat soll entzündungs- und tumorhemmend sowie immunstärkend wirken.

Quinoa soll den menschlichen Körper leistungsfähig halten. Bild: Heiko Stuckmann / pixelio.de

Quinoa

Das Inkakorn Quinoa soll ein regelrechter Energielieferant sein. Er soll den Körper über Stunden hinweg leistungsfähig halten. Außerdem enthält Quinoa große Mengen des nervenberuhigendem Magnesiums und des stimmungsaufhellenden Mangans.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sam/news.de

  • Seite:
  • 1
  • 2
Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

2 Kommentare
  • Lily

    20.04.2015 10:39

    Das ist doch alles Habakuk und schlichtweg nur Geldmacherei! FDH (Friss die Hälfte) ist immer noch das beste Mittel, um gesund und fit zu bleiben. Man fühlt sich wohl, isst von allem die Hälfte und bleibt beweglich und dynamisch.

    Kommentar melden
  • Caroline

    12.01.2015 11:24

    Ich denke das hat nichts mit Glauben zu tun. Man kann ja messen wie viel Vitamin C zum Beispiel ein Apfel hat im Vergleich zur Orange. Genauso haben manche Lebensmittel eben mehr Nährstoffe als andere. Seitdem ich die Bücher von Julie Morris gelesen habe, achte ich sehr viel mehr darauf welche Lebensmittel ich verwende. Was ist schon dabei zum Müsli jeden Morgen eine Handvoll Gojibeeren zu geben?! Natürlich sollte man vorher schauen, wo dir herkommen und dass es sich um BIO handelt.

    Kommentar melden
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser