"Swan Song": Zwischen Hetzjagd und Trauer - wie Charles Spencer mit den Royals abrechnet
In seinem neuen Buch über Prinzessin Diana zeichnet Charles Spencer nicht nur ein liebevolles Bild seiner Schwester. Er übt scharfe Kritik an den Royals. Dabei offenbart er einige Momente, die König Charles III. nicht gut dastehen lassen.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Royals-Kritik in Charles Spencers neuem Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester"
- Ex-Schwager offenbart König Charles eiskalte Reaktion nach Dianas Unfalltod
- Hetzjagd, Royals-Regie und Trauermarsch - Earl Spencer blickt zurück
In seinem neuen Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester" hält Charles Spencer die Erinnerung an seine verstorbene Schwester, die frühere Princess of Wales, wach. Er blickt dabei nicht nur auf die Zeit nach dem tragischen Tod seiner Schwester vor über 29 Jahren zurück, sondern skizziert sein Leben mit Lady Di, das viele Jahre mit der britischen Königsfamilie verbunden war. Dabei offenbarte er einige Geschichten, die zeigen, was er über die Royals und die Medien dachte.
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"Swan Song" – Prinzessin Diana wollte Hochzeit mit König Charles III. absagen
Die Hochzeit von Prinzessin Diana und dem damaligen Prince of Wales 1981 war für die Öffentlichkeit ein wahr gewordener Traum. Entgegen dem Bild eines wahrgewordenen Märchens skizziert Spencer, wie tief die Zweifel seiner Schwester bereits vor dem Gang zum Altar gewesen sein sollen. Die junge Frau, die sich nach der Liebe sehnte, soll bereits vor der Trauung geahnt haben, dass der damalige Prinz Charles sie nicht wirklich liebe und sein Herz in Wahrheit einer anderen Frau (Camilla Parker Bowles, Anm. d. Red.) gehöre. Am Vorabend der Hochzeit soll Charles ihr angeblich gestanden haben, dass er zwar glücklich sei, sie zu heiraten, aber sie nicht liebe.Diana wandte sich an ihren Vater und schlug vor, die Hochzeit kurzfristig abzusagen. Dieser wiegelte jedoch ab und erklärte, ein Rückzieher sei zu diesem Zeitpunkt schlicht unmöglich.
Ex-Schwager packt in neuem Buch aus – König Charles III. eiskalte Reaktion nach Dianas Unfalltod
Besonders schwer wiegen Spencers Anschuldigungen bezüglich des Verhaltens von König Charles III. unmittelbar nach Dianas tödlichem Autounfall. Als es darum ging, die Trauerfeierlichkeiten zu besprechen, wurde er von seinem Ex-Schwager angerufen. Während Verwandte und Freunde erschüttert reagierten, soll der damalige Thronfolger am Telefon gegenüber Spencer "wie ein Lottogewinner" gewirkt haben. "Das alles klang seltsam fröhlich, bedenkt man das Ausmaß der Katastrophe", schreibt Dianas jüngerer Bruder. Spencer vermutet, Charles habe im Tod seiner Ex-Frau die Chance gesehen, seine Langzeit-Geliebte Camilla endlich offiziell heiraten zu können. Zudem soll ihm Queen Elizabeth II. Erstgeborener am Telefon entgegengeworfen haben, dass Diana schon bald vergessen sei. Das Gegenteil war der Fall. Ihr Tod vereinte Millionen Menschen weltweit in ihrer Trauer um die Prinzessin der Herzen.
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Spencer wollte William und Harry vor dem Trauermarsch beschützen
Das Buch beleuchtet zudem die harten Auseinandersetzungen hinter den Kulissen der königlichen Trauerfeierlichkeiten. Die Familie Spencer soll sich für eine private Beisetzung im kleinsten Kreis ausgesprochen haben. Sie sollte beschützt werden, nachdem die Welt sie sich "eineinhalb Jahrzehnte" auslieh. Der Palast und das Büro des damaligen Premierministers Tony Blair übernahmen die Regie. Spencer behauptete, der Wunsch der Spencers nach einer privaten Beisetzung könnte laut Buckingham Palace und Downing Street entweder als öffentliche Kränkung des britischen Königshauses oder als weitere "Feindseligkeit" gegenüber Diana gesehen werden.
Gegenüber seinen Neffen Prinz William und Prinz Harry, die ihre Mutter im Alter von 15 und zwölf Jahren verloren haben, hegte Earl Spencer einen deutlichen Beschützerinstinkt. Er wehrte sich dagegen, die beiden Brüder hinter dem Sarg ihrer Mutter herlaufen zu lassen, da Diana ihren Söhnen diese öffentliche Tortur niemals angetan hätte. Schlussendlich konnte sich Spencer nicht durchsetzen. Am 6. September 1997 marschierten Prinz William, Prinz Harry gemeinsam mit ihrem Vater Charles, Prinz Philip und ihrem Onkel hinter dem Sarg auf dem Weg in die Westminster Abbey, wo der Trauergottesdienst stattfand.
Queen Elizabeth II. wollte Prinzessin Diana ihren Royals-Titel zurückgeben
Nach der Scheidung vom damaligen Prince of Wales verlor Prinzessin Diana ihren Titel. Das soll sie laut ihrem jüngeren Bruder betrübt haben. Erstmals berichtet Spencer, dass Queen Elizabeth II. ihm nach der Trauerfeier anbot, Diana den bei der Scheidung 1996 entzogenen Titel "Ihre Königliche Hoheit" (HRH) posthum zurückzugeben. Spencer lehnte dies jedoch ab und bezeichnete die Geste als "hohlen Trostpreis" für eine Maßnahme, die zu Lebzeiten bereits kleinlich und rachsüchtig gewesen sei.
Hetzjagd auf Prinzessin Diana und ihren Bruder
Neben den ganzen Skandalen räumt Spencer der Hetzjagd auf seine Schwester viel Platz ein. Er schreibt von aufdringlichen Paparazzi und geht dabei hart mit den Medien ins Gericht. Er verurteilt deren herablassende Berichterstattung, der es an Respekt mangelte. Dabei geriet er selbst nach seiner Trauerrede deutlich ins Visier der Presse. In einem Kapitel behauptet er sogar, dass ein enger Mitarbeiter seines Ex-Schwagers angeblich "Lügen" über ihn an die Presse gegeben hatte, ohne dass es auf die britische Königsfamilie zurückfiel. Die Berichte belasteten ihn und er hegte sogar Selbstmordgedanken.
Zwischen den Momenten, in denen der Tod von Diana allgegenwärtig ist, beschreibt er glückliche Momente aus Dianas Kindheit. In dem Buch geht es hauptsächlich um seine Schwester und seine Sicht auf ihr Leben. Alles andere soll den Druck und den Schmerz aufzeigen, dem Diana ausgesetzt war.
"Swan Song: Diana, meine Schwester" erschien am 22. September 2026 im Penguin Verlag.
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bos/news.de
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