Pete Hegseth: "Messer sind gegen ihn gewetzt" - wird Trumps Kriegsminister zum Sündenbock?
Die Republikaner haben eine bittere Niederlage bei den US-Midterms einstecken müssen. Sägt Donald Trump deshalb nun seinen Kriegsminister Pete Hegseth ab? Im Umfeld des US-Präsidenten gibt es entsprechende Spekulationen.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Pete Hegseth könnte zum Sündenbock für die Wahlniederlage der Republikaner bei den Midterms werden
- Spekulationen über mögliche Entlassung des US-Kriegsministers durch Donald Trump
- Kongress könnte Amtsenthebungsverfahren gegen Hegseth einleiten
Donald Trump sucht offenbar weiterhin nach einem Sündenbock für die herbe Klatsche der Republikaner bei den Kongresswahlen. Während der US-Präsident jegliche eigene Schuld von sich weist, stimmte er seinem Vize JD Vance zu, dass der Iran-Krieg und insbesondere die dadurch gestiegenen Energiepreise mitverantwortlich für das Wahldebakel seien. Deshalb könnte es nun aktuellen Berichten zufolge seinem Verteidigungsminister Pete Hegseth an den Kragen gehen.
Pete Hegseth vor Entlassung nach Midterms-Niederlage der Republikaner?
Mehrere Quellen aus dem Umfeld des Weißen Hauses berichten laut "New York Post" von einer regelrechten Abrechnung hinter den Kulissen. "Unter ranghohen Mitarbeitern des Westflügels sind die Messer gegen ihn definitiv gewetzt. Ich weiß nicht, ob seine Entlassung schon beschlossene Sache ist", so ein Insider. Trump erkundige sich bereits aktiv nach Optionen für den Umgang mit seinem Kriegsminister. "Jemand muss dafür geradestehen", brachte es ein weiterer Trump-Vertrauter auf den Punkt. "Wenn das Wort 'Krieg' in deiner Amtsbezeichnung steckt, könntest du derjenige im Fadenkreuz sein. "Hegseth hatte den Iran-Krieg ohne Zustimmung des Kongresses vehement vorangetrieben.
Donald Trump könnte seinen Kriegsminister zum Sündenbock machen
Einen eleganten Ausweg hätte der ehemalige Infanterieoffizier und frühere Fox-News-Moderator allerdings parat: Nachdem Marsha Blackburn (74) zur Gouverneurin von Tennessee gewählt wurde, wird ihr Senatssitz vakant. Ein Trump-Vertrauter erklärte, an Hegseths Stelle würde er Blackburn um die Ernennung "anbetteln". Auch Trump selbst deutete diese Option an – sein Verteidigungsminister wäre im Senat "sehr beliebt". Spekulationen um eine Entlassung Hegseths wies er zunächst zurück.
Doch genau dieses öffentliche Lob hat einen bitteren Beigeschmack. Erst in diesem Jahr hatte Trump sowohl Ex-Justizministerin Pam Bondi (60) als auch die frühere Heimatschutzministerin Kristi Noem (54) mit ähnlich warmen Worten bedacht – kurz bevor er beide entließ.
Pete Hegseth droht ein Amtsenthebungsverfahren
Pentagon-Sprecher Sean Parnell (63) betonte derweil laut "Bild", Hegseth sei "zu 100 Prozent entschlossen", das Verteidigungsministerium bis zum Ende von Trumps Amtszeit zu führen.
Die neue demokratische Mehrheit im Kongress dürfte Hegseth das Bleiben aber schwer machen. Im Repräsentantenhaus könnte ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet werden – im dann ebenfalls demokratisch kontrollierten Senat drohte Hegseth ein öffentliches Verfahren.
Insgesamt verloren die Republikaner bei den diesjährigen Midterms mindestens sieben Senatssitze sowie mindestens 29 Sitze im Repräsentantenhaus. Die Demokraten kontrollieren damit künftig beide Kongresskammern.
Auch diese News zur US-Politik könnten Sie interessieren:
- Unterstützung für den US-Präsidenten - diese Stars sind glühende Trump-Fans
- "Ablehnung von historischem Ausmaß" - Analyst deckt fatalen Irrtum auf
- "Hatte nicht wirklich viel Krieg" - US-Präsident empört mit "lächerlichem Vergleich"
- US-Präsident richtet "fundamentalen" Schaden an - Experte sieht Amerikas Ruf ruiniert
- "Du bist widerlich" - US-Präsident beschimpft Reporter vor laufenden Kameras
gom/ife/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.