Donald Trump am Pranger: Ex-Schönheitskönigin wirft "The Don" "brutale" Vergewaltigung vor

Was geschah wirklich in Donald Trumps New Yorker Hotel im Jahr 1993? Die ehemalige Schönheitskönigin Beatrice Keul erhebt schwere Vorwürfe gegen "The Don": Der heute 80-Jährige habe sie brutal vergewaltigt, heißt es in einem Bericht.

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Eine ehemalige Miss Schweiz beschuldigt Donald Trump, sie 1993 in seinem Plaza Hotel in Manhattan vergewaltigt zu haben. (Foto) Suche
Eine ehemalige Miss Schweiz beschuldigt Donald Trump, sie 1993 in seinem Plaza Hotel in Manhattan vergewaltigt zu haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump der Vergewaltigung bezichtigt
  • Ex-Schönheitskönigin Beatrice Keul erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe gegen US-Präsident
  • Donald Trump soll Beatrice Keul nach Schönheitswettbewerb in Trump-Hotel vergewaltigt haben

Die von der ehemaligen "Miss Schweiz" Beatrice Keul erhobenen Vorwürfe gegen Donald Trump wiegen schwer: In einem neuen Bericht der US-Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses beschuldigt das frühere Model den amtierenden US-Präsidenten, sie im Jahr 1993 in einem Hotel in Manhattan vergewaltigt zu haben, wie unter anderem bei "Raw Story" zu lesen ist.

Donald Trump der Vergewaltigung bezichtigt von Ex-Schönheitskönigin

Die Anschuldigungen sind Teil einer umfassenderen Untersuchung zu Donald Trumps Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Insgesamt enthält der Bericht Vorwürfe von fünf Frauen, die Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Zusammenhang mit der Epstein-Ermittlung vorwerfen. Die geschilderten Vorfälle erstrecken sich über einen Zeitraum von Mitte der 1980er bis in die 1990er Jahre. Beatrice Keul hatte Trump demnach bei einem Schönheitswettbewerb kennengelernt, der in Partnerschaft mit ihm stattfand. Ihre Darstellung der Ereignisse hat sich im Laufe der Zeit allerdings deutlich verändert. Das Weiße Haus weist sämtliche Anschuldigungen entschieden zurück.

Beatrice Keul schildert "brutale" Vergewaltigung durch Donald Trump im Plaza Hotel

Beatrice Keul hatte bereits im Sommer 2026 für Aufsehen gesorgt, als sie schwere Vorwürfe gegen Donald Trumps Ex-Frau Ivana Trump erhob und angab, die 2022 im Alter von 73 Jahren verstorbene Mutter von Donald Junior, Eric und Ivanka Trump habe junge Frauen in das Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gebracht. Gegenüber Mitarbeitern des Justizausschusses beschrieb die Schweizerin nun den mutmaßlichen Vorfall in mehreren Befragungen. Demnach ereignete sich die Tat im November 1993 in Trumps Plaza Hotel. Bei einem Presselunch während des Schönheitswettbewerbs habe Trump ihr angeboten, ein US-Visum zu organisieren und ihr über seinen Vertrauten Paolo Zampolli einen Studienplatz an der New York University zu verschaffen.

Prellungen, Blutungen, zerrissenes Kleid: Donald Trump soll sich an Beatrice Keul vergangen haben

Anschließend sei sie in eine Suite im Hotel eingeladen worden. Laut dem Bericht habe Trump die damals 24-Jährige von hinten gepackt und gewaltsam vergewaltigt. Dabei sei ihr Kleid zerrissen worden, an mehreren Körperstellen habe sie Blutungen und Prellungen erlitten. Keul bezeichnete die Tat als "brutal". Im Anschluss habe Trump sie auf die Bettkante gesetzt, seine Versprechen bezüglich Visum und Universität wiederholt und sie zum Schweigen aufgefordert. Seine Worte laut dem Bericht: "Die Show muss weitergehen."

Vom Grapschen zur Vergewaltigung – Beatrice Keuls Darstellung änderte sich mehrfach

Auffällig ist, dass Keuls Schilderungen im Laufe der Zeit erheblich voneinander abweichen. In einem Interview mit der "Daily Mail" im Oktober 2024 sprach sie davon, Trump habe sie begrapscht und sei auf sie gesprungen. Sie habe sich jedoch erfolgreich gewehrt und ihn zum Aufhören bewegen können. Im Juni 2026 beschrieb sie den Vorfall gegenüber dem Portal "PunchUp" bereits als "gewalttätig". Sie habe "um Hilfe geschrien", und Donald Trump habe ihr gedroht, dass "schlimme Dinge passieren können". Dennoch war auch hier noch von Grapschen die Rede – nicht von einer Vergewaltigung.

Erst in den Befragungen durch die Mitarbeiter des Justizausschusses stufte Keul das Geschehen als Vergewaltigung ein. Der Bericht der Demokraten enthält weder Erklärungen für die veränderte Darstellung noch Abschriften der geführten Interviews. Keuls Aussagen gegenüber dem Ausschuss sind der einzige Beleg für den Vorwurf.

Neue Indizien für Donald Trumps enge Verbindung zu Sexualverbrecher Jeffrey Epstein

Bei derselben Veranstaltung kam Keul auch mit Jeffrey Epstein ins Gespräch. Der verurteilte Sexualstraftäter habe sich ihr gegenüber als "Dons bester Freund" vorgestellt und behauptet, er habe "viele Partys mit Don" organisiert. Das Gespräch habe mindestens zehn Minuten gedauert.

Der Bericht der Demokraten kommt zu dem Schluss, dass eine "wachsende Beweislage" darauf hindeute, Trump sei in den 1990er Jahren aktiv an Epsteins sexuellem Missbrauch junger Frauen beteiligt gewesen. Zudem werden schwere Vorwürfe gegen Paolo Zampolli erhoben, einen engen Trump-Vertrauten und früheren Regierungsbeamten. Laut FBI-Berichten soll er US-Visa für junge Models arrangiert haben, bevor diese auf Epstein trafen.

Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin forderte die Einsetzung eines unabhängigen Sonderermittlers. Dieser solle sowohl die Vorwürfe als auch den Umgang des Justizministeriums mit dem Epstein-Fall untersuchen.

Trump-Umfeld dementiert Vergewaltigungsvorwürfe - Weißes Haus spricht von "verzweifeltem Ablenkungsmanöver"

Die Trump-Regierung wies sämtliche in dem Bericht enthaltenen Anschuldigungen kategorisch zurück. Sprecherin Lauren Bis erklärte, Trump sei "in Bezug auf alles, was mit Epstein zusammenhängt, vollständig entlastet" worden. Den Bericht bezeichnete sie als "nichts weiter als einen verzweifelten Versuch durchgedrehter Demokraten, die Amerikaner von den historischen Errungenschaften des Präsidenten abzulenken".

Donald Trump selbst hat jegliches sexuelle Fehlverhalten im Zusammenhang mit Frauen aus dem Epstein-Umfeld stets bestritten. Der Bericht wirft der Regierung darüber hinaus vor, die vollständige Veröffentlichung der Epstein-Akten rechtswidrig blockiert zu haben. Generalstaatsanwalt Todd Blanche habe sich dabei möglicherweise der "strafrechtlichen Behinderung der Justiz" schuldig gemacht.

Die Veröffentlichung des Berichts erfolgte gut eine Woche vor den Kongresswahlen, die für den 3. November 2026 anberaumt sind. Die Demokraten machten deutlich, dass der Justizausschuss bei einem Wahlsieg im Repräsentantenhaus ein mögliches Amtsenthebungsverfahren anführen würde.

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