Ukraine-Krieg aktuell: Putin kann Drohnenangriffe nicht stoppen - Moskauer Flughafen evakuiert

Erneut haben ukrainische Drohnenangriffe für Chaos an Moskauer Flughäfen gesorgt. Passagiere mussten am Airport Scheremetjewo in Schutzräume gebracht werden. Auch im Finanzviertel der russischen Hauptstadt kam es zu Evakuierungen.

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Nächste Blamage für Wladimir Putin: Erneut wurden durch ukrainische Drohnenangriffe mehrere Moskauer Flughäfen lahmgelegt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Mikhail Metzel
  • Drohnenalarm am Moskauer Flughafen Scheremetjewo
  • Passagiere müssen vorübergehend in Schutzräume gebracht werden
  • Betrieb auch an den drei weiteren Hauptstadt-Flughäfen gestört

Während sowohl Moskau als auch Kiew nach einem Vorstoß der amerikanischen First Lady Bereitschaft für eine begrenzte Waffenruhe in der Frontstadt Oleschky signalisierten, gehen die gegenseitigen Angriffe im Ukraine-Krieg an anderer Stelle weiter. Eine weitere ukrainische Drohnenattacke sorgte nun für Chaos am Moskauer Flughafen Scheremetjewo.

Ukraine-Krieg aktuell: Passagiere nach Drohnenangriff auf Moskauer FlughafenScheremetjewo in Sicherheit gebracht

Am größten Airport Russlands musstenReisende in Schutzräume gebracht werden, nachdem laut dem britischen Boulevardblatt "The Sun" Trümmerteile abgeschossener Drohnen auf Start- und Landebahnen einschlugen. Mitarbeiter holten während der Evakuierung auch Passagiere aus bereits besetzten Flugzeugen.

Die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija bestätigte, dass der Betrieb an allen vier Hauptstadt-Flughäfen vorübergehend eingeschränkt wurde. Allein in Scheremetjewo fielen "The Sun" zufolge mindestens 76 Flüge komplett aus, weitere 226 starteten mit Verspätung. Am Flughafen Wnukowo, der auch von Putins Regierungsflotte genutzt wird, wurden 27 Verbindungen gestrichen und 138 Flüge verspätetetn sich. Auch an den Flughäfen Domodedowo und Schukowski kam es zu Einschränkungen.

Ukrainischer Drohnenangriff sorgt für Evakuierung eines bedeutenden Wolkenkratzers

Doch nicht nur der Flugverkehr war laut "The Sun" betroffen. Mitten im Moskauer Finanzviertel musste der 42 Stockwerke hohe IQ-Quarter-Wolkenkratzer evakuiert werden. In dem 177 Meter hohen Turm sind gleich drei Bundesministerien untergebracht: das Digitalministerium, das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung sowie das Ministerium für Industrie und Handel.

Gegen 15.30 Uhr Ortszeit am Freitag ordneten die Behörden die sofortige Räumung des Gebäudes an – Grund war eine akute Drohnenbedrohung. Die Belegschaft wurde aufgefordert, sich vom Hochhaus zu entfernen.

Wladimir Putin zeigt sich zu weiteren Verhandlungen bereit

Der Angriff fällt in eine Phase intensiver diplomatischer Bemühungen. Russland hat offenbar Friedensverhandlungen mit den USA und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten im kommenden Monat zugestimmt – nachdem Wladimir Putin diese Woche den US-Sondergesandten Steve Witkoff empfangen hatte.

Gleichzeitig verschärft Kiew den Druck auf Moskau. Bereits Anfang September hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigt, dass der russische Luftraum "faktisch" geschlossen werde. "Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss", erklärte er damals.

Seit Wochen häufen sich die Störungen an russischen Flughäfen massiv. Maschinen auf dem Weg nach Moskau drehen regelmäßig um oder weichen auf andere Airports aus, Passagiere sitzen immer wieder fest.

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/news.de/dpa/stg

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