Wladimir Putin kaum wiederzuerkennen: So sehr hat sich das Gesicht des Kremlchefs verändert

Vom hageren Funktionär zum Kremlchef mit deutlich runderen Gesichtszügen: Wladimir Putin hat sich äußerlich in mehr als 25 Jahren an der Macht auffällig verändert. Besonders seine Wangen, Stirn und Augenpartie sorgen immer wieder für Spekulationen über mögliche kosmetische Eingriffe. Was tatsächlich hinter dem Wandel steckt, ist allerdings nicht bestätigt.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Wladimir Putin im Wandel der Zeit: Die erste Aufnahme entstand im Jahr 2000, die andere 2026. (Foto) Suche
Wladimir Putin im Wandel der Zeit: Die erste Aufnahme entstand im Jahr 2000, die andere 2026. Bild: news.de-Montage (picture-alliance / dpa | Alexander_Zemlianichenko_Pool; picture alliance/dpa/Pool EPA vai AP | Maxim Shipenkov)
  • Wladimir Putin kaum wiederzuerkennen
  • So sehr hat sich der Kremlchef optisch verändert
  • Spekulationen über mögliche Schönheitseingriffe

Mehr als ein Vierteljahrhundert steht Wladimir Putin nun an der Spitze Russlands. In dieser Zeit hat sich nicht nur seine politische Rolle, sondern auch sein äußeres Erscheinungsbild verändert. Wer Aufnahmen aus dem Jahr 1999 neben aktuelle Bilder legt, erkennt den Mann kaum wieder: Damals ein hagerer, blasser Funktionär mit eingefallenen Wangen und knochigem Gesicht, heute ein Kremlchef mit prallen, rundlichen Zügen und sichtbar aufgedunsenem Antlitz.

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Wladimir Putin im Wandel der Zeit

Die äußerliche Metamorphose des mittlerweile über 70-Jährigen lässt sich in drei klar voneinander abgrenzbare Phasen einteilen. Jede davon erzählt ihre eigene Geschichte – von kosmetischen Spekulationen über Botox und Wangenfüller bis hin zu Vermutungen über Steroid-Einnahmen wegen einer angeblichen Schilddrüsenerkrankung. Der Kreml selbst? Schweigt beharrlich zu allem, was Putins Gesundheit oder sein Aussehen betrifft. Was die Gerüchte naturgemäß nur weiter befeuert.

Als Putin Ende der 1990er Jahre die politische Bühne betrat, war sein Erscheinungsbild alles andere als imposant. Ein schmaler Mann mit kantigen, fast knochigen Gesichtszügen blickte der Welt entgegen – die Wangen leicht eingefallen, die Haut blass. Der Gesamteindruck: grauer Verwaltungsbeamter mit Geheimdienstvergangenheit. Rund um die Augen zeichneten sich natürliche Falten ab, die Augenhöhlen lagen tiefer als in späteren Jahren. Putins Mimik? Kühl, zurückhaltend, selten mehr als ein kontrolliertes Lächeln. Sein Haar trug er damals noch in einem aschblonden bis hellbraunen Ton – zwar bereits lichter werdend, aber deutlich voller als heute. Zwischen 1999 und etwa 2008 verkörperte der russische Präsident damit exakt jenen Typus, den man von einem ehemaligen Nachrichtendienstler erwarten würde: unauffällig, nüchtern, ohne jede Spur von Eitelkeit. Das sollte sich bald grundlegend ändern.

Plötzlich pralle Wangen und ohne Hemd am Fluss

Ab etwa 2010 vollzog sich dann jener Wandel, der weltweit für Aufsehen sorgte. Die einstmals kantigen Gesichtskonturen wichen einer auffällig volleren, pralleren Wangenpartie. Gleichzeitig wirkte Putins Haut merklich glatter, die Stirnfalten verblassten zusehends – als hätte jemand einen Filter über sein Gesicht gelegt, nur eben in der Realität. Experten führten die Veränderungen rasch auf ästhetische Behandlungen zurück: Hyaluronsäure-Injektionen in die Wangenknochen und Botox-Anwendungen gegen Faltenbildung galten als wahrscheinlichste Erklärung. Die Gerüchte über kosmetische Eingriffe wurden in dieser Phase schlicht unüberhörbar. Parallel dazu inszenierte sich der Kremlchef als viriler Kraftmensch. Durchgestylte Aufnahmen zeigten ihn mit nacktem Oberkörper beim Reiten durch die sibirische Wildnis oder beim Angeln – das bewusst gesetzte Bild eines durchtrainierten Anführers, der vor Vitalität nur so strotzt.

Wladimir Putin geschwollen, steif und kaum wiederzuerkennen

Seit etwa 2019 zeigt sich eine dritte, noch auffälligere Veränderung. Putins Gesicht wirkt inzwischen deutlich runder und regelrecht geschwollen – von den feinen, natürlichen Konturen der Jahrtausendwende ist praktisch nichts mehr übrig. Die Augen erscheinen kleiner als früher, eingebettet in aufgequollene Lid- und Wangenpartien, die sie optisch nach hinten drücken.

Am Kiefer und Hals lassen sich trotz offensichtlicher Straffungseffekte die unverkennbaren Spuren des Alterns bei einem über 70-Jährigen nicht mehr kaschieren. Das einst aschblonde Haar ist mittlerweile grau-weiß und extrem ausgedünnt, getragen in einem kurzen Schnitt, der wenig zu verbergen versucht.

Auch die Körpersprache hat sich gewandelt: Die betont aufrechte, fast militärisch stramme Haltung früherer Jahre ist bei längeren öffentlichen Auftritten einer spürbar steiferen, angespannten Präsenz gewichen.

Botox, Filler, Steroide – und ein Syndrom namens Hybris

Der renommierte britische Schönheitschirurg Gerard Lambe äußerte sich gegenüber der "The Sun" unmissverständlich: "Putins Aussehen hat sich im Laufe der Jahre dramatisch verändert." Die gravierendsten Unterschiede erkenne er in der Gesichtsform – zurückzuführen auf Wangenfillern, mit denen häufig übertrieben werde, um ein Facelifting zu umgehen. Auch Fettinjektionen in Wangen und Schläfen sowie eine korrigierende Augenoperation hält Lambe für wahrscheinlich.

Der ehemalige britische Außenminister Lord David Owen ordnete die Veränderungen politisch-psychologisch ein: "Die Suche nach ewiger Jugend ist unter den sehr Reichen und Mächtigen ziemlich verbreitet." Putin leide offenbar am sogenannten Hybris-Syndrom – einem Persönlichkeitswandel durch langjährige Machtausübung, geprägt von Selbstüberschätzung und Rücksichtslosigkeit.

Zusätzlich kursieren seit Jahren Berichte über einen "Steroid-Wahn", ausgelöst durch Schilddrüsenhormone wegen einer mutmaßlichen Erkrankung. Der Kreml dementiert sämtliche Spekulationen konsequent.

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