Wladimir Putin: Peinliches Eingeständnis für Kremlchef – enger Vertrauter gesteht Kriegsdebakel ein

Eine solche Nachricht dürfte im Kreml für lange Gesichter sorgen: Ein enger Putin-Vertrauter muss wegen der Folgen ukrainischer Angriffe den Notstand ausrufen. In Russlands wichtiger Agrarregion Krasnodar sind große Teile der Getreide-Exportkapazität ausgefallen. Für Wladimir Putin ist das ein besonders bitterer Rückschlag.

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Wladimir Putin wurde von einem engen Vertrauten gedemütigt. (Foto) Suche
Wladimir Putin wurde von einem engen Vertrauten gedemütigt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev
  • Gouverneur Weniamin Kondratjew hat in der russischen Region Krasnodar Ausnahmezustand ausgerufen
  • Ukrainische Angriffe haben wichtige Getreideterminals und Schifffahrtswege im Asowsch-Schwarzmeer-Becken massiv beeinträchtigt
  • Russland verlagert Getreidetransporte bereits auf Häfen an Ostsee und Arktis

In der südrussischen Region Krasnodar hat Gouverneur Weniamin Kondratjew den Notstand verkündet und damit öffentlich eingestanden, wie verheerend die ukrainischen Sommerangriffe Russlands Agrarsektor getroffen haben. Ukrainische Drohnen und Raketen haben laut "Moscow Times" im August rund 90 Prozent der Getreide-Exportkapazitäten in der Region ausgeschaltet. Kondratjew begründete den Schritt mit "Massenangriffen auf Logistikeinrichtungen, dem Stillstand von Hafenbetrieben und gestörter Schifffahrt im Asow-Schwarzmeer-Becken". Die Raketen- und Drohnenschläge hätten dazu geführt, dass Landwirte ihre Ernte nicht mehr verkaufen könnten, erklärte er weiter. Die Lage drohe, "die normalen Lebensbedingungen der Bevölkerung zu stören und erhebliche materielle Verluste zu verursachen".

Für den Kreml ist das Eingeständnis eines engen Putin-Vertrauten eine peinliche Offenbarung. Krasnodar gehört zum südwestlichen Kerngebiet der russischen Landwirtschaft und verfügt über ausgedehnte Küstenabschnitte, die bislang als zentrale Drehscheibe für den weltweiten Agrarexport dienten.

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Demütigung für Wladimir Putin: Enger Vertrauter offenbart Kriegsdebakel

Besonders bitter: Russlands Bauern haben in diesem Jahr eine außergewöhnlich ertragreiche Ernte eingefahren. Nach Angaben der Fachpublikation "Feed Planet" wurden rund 130 Millionen Tonnen Getreide geerntet, darunter etwa 90 Millionen Tonnen Weizen. Doch die Ware stapelt sich in den Lagern, weil die Schwarzmeerhäfen weitgehend stillstehen.

Das Asowsche Meer und das Schwarze Meer sind die wichtigsten Abfahrtshäfen für russische Agrarexporte. Da diese Routen nun blockiert sind, können die Landwirte ihre Produkte nicht mehr loswerden. Die Folge: Laut "Moscow Times" sind die Getreidepreise innerhalb Russlands bereits gefallen. Die Bauern sitzen auf Bergen unverkäuflicher Ware – mitten in einer der besten Ernten der vergangenen Jahre.

Weltgrößter Weizenexporteur sucht verzweifelt Alternativen

Russland ist der drittgrößte Weizenproduzent der Welt – und zugleich der größte Exporteur. Dieser Status gerät nun ernsthaft in Gefahr. Ohne funktionierende Schwarzmeerhäfen fehlt dem Land schlicht die Infrastruktur, um seine Agrarprodukte auf den Weltmarkt zu bringen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, prüft Moskau deshalb bereits einen Notfallplan: Terminals im Norden des Landes, die bislang für den Export von Düngemitteln und Kohle genutzt werden, sollen für Getreidelieferungen umfunktioniert werden. Diese Häfen liegen deutlich weiter von der ukrainischen Grenze entfernt und wären damit außerhalb der Reichweite vieler Drohnen und Raketen. Der Umweg über den Norden wäre allerdings logistisch aufwendig und kostspielig – ein Zeichen dafür, wie ernst die Lage für Russlands Agrarwirtschaft geworden ist.

Krasnodar unter Dauerbeschuss im Ukraine-Krieg

Die Region Krasnodar liegt nur rund 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt – und war deshalb den gesamten Sommer über ein permanentes Ziel. Drohnen und Raketen schlugen dort wiederholt ein und richteten massive Schäden an der Infrastruktur an.

Bereits im Frühjahr brannten Ölraffinerien in der Region, wie von Reuters veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Satellitenbilder belegen zudem Zerstörungen an einem Logistikzentrum von Wildberries, dem größten russischen Onlinehändler – vergleichbar mit Amazon in den USA.

Die ukrainische Offensive hat damit nicht nur den Agrarsektor lahmgelegt, sondern auch Energieanlagen und zentrale Knotenpunkte der Logistik schwer beschädigt. Für Russlands südwestliche Kornkammer ist die Lage so prekär wie nie zuvor seit Kriegsbeginn.

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