Donald Trump: US-Präsident bloßgestellt - Trump soll seine "Hilfe" sofort einstellen

Es ist eine knallharte Abrechnung mit den Praktiken von Donald Trump. Der Handelskrieg des US-Präsidenten trifft ausgerechnet die Branche, die er als Paradebeispiel für unfaire Praktiken ins Feld führte. Seine "Hilfe" hat verheerende Auswirkungen.

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Donald Trumps Handelskrieg kennt nur Verlierer. (Foto) Suche
Donald Trumps Handelskrieg kennt nur Verlierer. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump bloßgestellt - er soll seine "Hilfe" einstellen
  • Donald Trump tobt wegen Ungerechtigkeit - und vergisst eigenes Abkommen
  • Donald Trumps Zölle führen zum Boykott

Die US-Milchwirtschaft sollte die eine Branche sein, der Donald Trumps Handelspolitik tatsächlich zugutekommt. So hatte es der US-Präsident jedenfalls immer wieder versprochen. Doch die Realität sieht ganz anders aus: Sein eskalierender Zollkonflikt mit Kanada trifft genau jene Farmer, die er angeblich beschützen wollte. Es ist nicht der einzige Rückschlag, mit dem der US-Präsident aktuell für Schlagzeilen sorgt. Zuletzt sprach ihm seine eigene Schwiegertochter die Siegeschancen bei den US-Zwischenwahlen ab - auch in seiner Partei zeigte sich offener Widerstand.

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Donald Trump bloßgestellt - er soll seine "Hilfe" einstellen

Statt florierender Geschäfte erleben amerikanische Milchproduzenten wegbrechende Exportmärkte, stornierte Aufträge und einen kanadischen Verbraucherboykott. Die Lage hat sich so dramatisch verschlechtert, dass die Betroffenen inzwischen eine bemerkenswerte Bitte an den US-Präsidenten richten: Er möge doch bitte aufhören, ihnen zu "helfen". Wirtschaftsredakteurin Catherine Rampell zeichnete in einem Beitrag für "The Bulwark" ein verheerendes Bild der Situation - und die Branche selbst bestätigt es mit drastischen Worten.

Donald Trump tobt wegen Ungerechtigkeit - und vergisst eigenes Abkommen

Trump führt die Milchwirtschaft regelmäßig als Beweis dafür an, dass Kanada die USA beim Handel über den Tisch zieht. Die kanadischen Milchzölle beziffert er dabei - je nach Tagesform - auf 250 oder 400 Prozent. Was er dabei verschweigt: Diese hohen Sätze greifen bei Lieferungen, die ein zollfreies Kontingent überschreiten. Dieses Kontingent wurde im Rahmen des USMCA festgelegt - jenem Handelsabkommen, das Trump selbst in seiner ersten Amtszeit ausgehandelt hatte.

Der entscheidende Punkt: Laut der International Dairy Foods Association haben US-Produzenten diese Obergrenze noch nie auch nur annähernd erreicht. Die astronomischen Zollsätze sind also in der Praxis weitgehend irrelevant. Hinzu kommt ein weiteres unbequemes Detail für Trumps Narrativ - die USA verkaufen rund dreimal so viele Milchprodukte an Kanada wie sie von dort importieren.

Donald Trumps Zölle führen zum Boykott

Die konkreten Folgen von Donald Trumps Politik sind bereits spürbar. Mateo Kehler, Chef der preisgekrönten Jasper Hill Farm in Vermont, berichtete Rampell, dass seine kanadischen Abnehmer im vergangenen Jahr praktisch von einem Tag auf den anderen wegbrachen - eine direkte Folge der Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und Boykottaufrufen. "Ich kann nicht erkennen, wer hier gewinnt", sagte Kehler. "Alle, die ich kenne, verlieren."

Bemerkenswert: Der Käseproduzent zeigt Verständnis für die kanadische Gegenwehr. "Ehrlich gesagt würde ich als kanadischer Verbraucher auch nichts aus den USA kaufen", erklärte er. "Dies ist eine Zeit des Widerstands, und ich applaudiere den Kanadiern dafür, dass sie mit ihrem Geld abstimmen."

Auch in Wisconsin schlägt die Krise durch: Zwei Käsereibesitzer meldeten dem Branchenblatt "Milkweed", dass ihre großen kanadischen Bestellungen komplett storniert wurden. Verschärft wird die Situation durch jüngste Eskalationsschritte beider Seiten - Kanada erhob im vergangenen Monat einen 25-Prozent-Zoll auf US-Käse, und Trump verbot bestimmte kanadische Milchimporte, darunter vor allem Molkeprodukte.

Donald Trump macht die Lage nur noch schlimmer

Pete Hardin, langjähriger Herausgeber des Wisconsin-Branchenblatts "Milkweed", findet für Trumps Grundthese deutliche Worte: "Die Vorstellung, dass Kanada für die US-Milchwirtschaft ein Problem darstellt, ist meiner Meinung nach ein Witz", sagte er. Rampell selbst fällte in ihrem Beitrag ein noch schärferes Urteil. Was auch immer Trump gerade veranstalte, es mache die Lage schlimmer - und zwar für alle Beteiligten.

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