Donald Trump: Scharfe Warnung aus den eigenen Reihen - stürzt "The Don" die Republikaner in den Abgrund?
Heftiger Gegenwind für Donald Trump aus den eigenen Reihen: Für seine Pläne, sich unmittelbar vor den US-Zwischenwahlen in den Mittelpunkt zu drängen, erntet "The Don" massive Kritik. Reißt der US-Präsident seine Republikaner in den Abgrund?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Republikaner warnt: Donald Trumps Plan reißt seine eigene Partei in den Abgrund
Den Vereinigten Staaten von Amerika steht eine wegweisende Wahl bevor: Im November wird bei den sogenannten Midterms über die Verteilung der Sitze im Repräsentantenhaus und im US-Senat entschieden. Für Donald Trump und seine Republikaner geht's dabei ans Eingemachte - doch die Pläne des US-Präsidenten für die finale Phase des Wahlkampfes lassen jetzt selbst in den eigenen Reihen die Alarmglocken schrillen.
Donald Trump drängt sich als Narzisst ins Rampenlicht - und könnte seinen Republikanern schaden
Der erfahrene republikanische Stratege Karl Rove fand dazu warnende Worte: Präsident Trumps Vorhaben, in den letzten 30 Tagen vor den Zwischenwahlen persönlich durch umkämpfte Wahlbezirke zu touren, werde der eigenen Partei massiv schaden. In einem Anfang September 2026 im "Wall Street Journal" veröffentlichten Meinungsbeitrag rechnet der einstige Architekt von George W. Bushs Wahlsiegen schonungslos mit dieser Strategie ab. Zuvor hatte Donald Trump seinen Plan bei einem Dinner im Rosengarten des Weißen Hauses verkündet: Er wolle für republikanische Kandidaten auf die Bühne gehen, die in Umfragen knapp zurückliegen, vorne liegen oder gleichauf stehen. Roves Diagnose für diesen Drang ins Rampenlicht fällt vernichtend aus: "Die Antwort: Narzissmus", schrieb er.
Donald Trump geht vor wegweisenden Zwischenwahlen aufs Ganze
Hinter dem Plan steckt ein durchaus nachvollziehbares Kalkül des Präsidenten. Da die Demokraten die Novemberwahlen ohnehin zu einer Abstimmung über seine Person machen würden, könne er das Narrativ genauso gut selbst in die Hand nehmen – so Trumps Überlegung, wie Rove sie laut "Raw Story" nachzeichnet. Konkret sieht die Strategie vor, dass der 80-Jährige aus seinen öffentlichen Auftritten Wahlwerbespots generiert und persönlich durch Wahlbezirke zieht, in denen es für die Republikaner mau aussieht. Statt die republikanischen Kandidaten vor Ort allein kämpfen zu lassen, will der Präsident sein eigenes Gesicht zum Aushängeschild der gesamten republikanischen Kampagne machen. Eine Wahlkampfveranstaltung pro Tag ist dabei offenbar das angestrebte Pensum.
Republikaner warnt vor Trumps heiklem Plan vor den Midterms
Genau hier setzt Roves zentrale Kritik an: Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Im Durchschnitt von RealClearPolitics kommt Trump auf gerade einmal 39,6 Prozent Zustimmung, während 56,9 Prozent der Befragten seine Arbeit ablehnen. Bei derart miserablen Werten bewirke ein Präsident, der sich selbst ins Zentrum jeder Kampagne rückt, nur eines – er stärkt die Gegenseite.
Midterm-Wahlen seien fast immer eine Entscheidung zwischen Kontinuität und Wandel, argumentiert Rove. Wer bei solchen Umfragewerten "sein Gesicht auf jeden Bildschirm in jedem umkämpften Wahlbezirk klebt", fessele die eigenen Kandidaten an einen zutiefst unbeliebten Status quo. Hinzu komme das Risiko eines ungebremsten Trump am Mikrofon: Eine tägliche Wahlkampfveranstaltung bedeute, dass der Präsident die Nachrichtenlage dominiere – und zwar auf unkontrollierbare Weise.
In-town Pool report #12 - Trump speaking - midterms
— White House Press Pool Reports (@WHPressPool) September 2, 2026
The president spoke about midterms and his plans to support Republicans in “close” races.
“It’s all about 35 races. Some of you guys are leading by so much, Please don't make me go to your area.”
“Please don't ask me to come…
Stößt Donald Trump seine eigene Partei mit seinem narzisstischen Vorhaben ins Verderben?
Die Konsequenz für republikanische Kandidaten wäre laut Rove verheerend: Statt eigene Themen und Positionen in den Vordergrund zu rücken, müssten sie sich pausenlos zu Trumps jüngsten Provokationen oder spontanen Einfällen verhalten. "Republikanische Kandidaten werden ständig Fragen abwehren müssen, ob sie seiner letzten Beleidigung oder halbgaren Idee zustimmen", warnte der Stratege. "Das Narrativ wird nichts Positives über sie oder die Partei enthalten."
Roves rhetorische Frage bringt das Dilemma auf den Punkt: Warum schenke Trumps Team den Demokraten genau das, was diese sich wünschen? Der Präsident glaube noch immer, sein Sieg 2024 sei "das größte Mandat seit 129 Jahren" gewesen. Doch diese Unterstützung, so Rove trocken, sei "rapide erodiert".
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loc/news.de/stg
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