Donald Trump im Iran-Krieg: US-Generäle meutern - gehen "The Don" die Raketenvorräte aus?
Donald Trump erklärt den Iran auf Truth Social für tot, während das Pentagon intern mit einem ganz anderen Problem kämpft: Den US-Streitkräften gehen nach sieben Monaten Krieg die Abfangraketen aus, dutzende Generäle wehren sich gegen Einsatzverlängerungen.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Donald Trump erklärt den Iran für tot und erledigt
- US-Streitkräfte nach sieben Monaten Iran-Krieg ohne Abfangraketen
- Trumps Generäle meutern gegen geplante Einsatzverlängerungen
Sieben Monate tobt der Iran-Krieg bereits, ohne dass ein Ende des Konfliktes in greifbare Nähe gerückt wäre. Nun hat US-Präsident Donald Trump erneut Öl ins sprichwörtliche Feuer gegossen.
Donald Trump erklärt Iran in Polter-Post für "tot und gescheitert"
Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete der Republikaner die Islamische Republik als "offiziell gescheiterte Nation" und fügte in Großbuchstaben hinzu: "SIE IST TOT!" Das Land verfüge weder über eine funktionsfähige Marine noch über eine Luftwaffe, die Inflation liege bei 300 Prozent und die Staatsführung stecke in "totalem Chaos", so Trump in seinem Polter-Beitrag.
US-Präsident kündigt harte Vergeltung für iranische Raketenangriffe an
Zuvor hatte der Iran US-Stellungen in Jordanien mit ballistischen Raketen beschossen. In einem Gespräch mit Fox News stellte Trump daraufhin eine harte militärische Reaktion in Aussicht: "Wir werden sie hart treffen. Es wird definitiv eine Antwort geben." Damit verschärft sich die Spirale der Gewalt im mittlerweile sieben Monate andauernden Krieg zwischen den USA und dem Iran erneut.
Acht Raketen auf US-Basis – Angriff auf Larak-Insel als Auslöser
Laut Trumps Angaben feuerte der Iran mindestens acht ballistische Raketen auf amerikanische Militäreinrichtungen in Jordanien ab. Den Großteil der Geschosse habe die US-Luftabwehr abfangen können, erklärte der Präsident. Dem iranischen Beschuss war laut "Al Jazeera" ein amerikanischer Angriff auf die iranische Insel Larak vorausgegangen. Das US-Militär hatte den Schlag am 30. August damit begründet, dort befindliche Abschussvorrichtungen zu zerstören, die Raketen mit Seeminen auf die Straße von Hormus hätten abfeuern sollen.
Teheran schlug daraufhin umgehend zurück und demonstrierte damit nach eigener Darstellung sowohl die Fähigkeit als auch den Willen, auf jeden Angriff zu reagieren. Es handelte sich um die erste direkte militärische Konfrontation zwischen beiden Ländern seit Juli – nachdem die Trump-Regierung zuvor angekündigt hatte, verstärkt auf wirtschaftlichen Druck statt auf Militäroperationen zu setzen.
Drohungen im Iran-Krieg werden schärfer - Teheran warnt vor Vergeltung "Dutzende Male" härter
Die iranische Führung reagierte ihrerseits mit drastischen Drohungen auf die Ankündigung eines erneuten US-Gegenschlags. Ein hochrangiger Vertreter Teherans erklärte laut Reuters, jeder weitere amerikanische Angriff werde eine "Dutzende Male" härtere Antwort nach sich ziehen.
Zudem unterstrich der Iran die Reichweite seines Waffenarsenals. Der jüngste Raketenbeschuss habe bewiesen, dass "kein Ziel in der Region außerhalb der Reichweite Teherans" liege, hieß es von iranischer Seite. Damit sendete die Islamische Republik eine unmissverständliche Botschaft an Washington und dessen Verbündete in der Golfregion.
Darüber hinaus drohte Teheran mit einer Verschärfung der Situation in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus. Schiffe, die sich nicht an die von iranischer Seite aufgestellten Vorgaben hielten, müssten mit Konsequenzen rechnen. Über die Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt.
Donald Trump im Iran-Krieg: US-Generäle rebellieren gegen Einsatzverlängerungen
Während Donald Trump den nächsten Schlag gegen den Iran ankündigt, mehren sich innerhalb der amerikanischen Streitkräfte offenbar kritische Stimmen. Wie die "Washington Post" berichtete, haben mehrere hochrangige Militärkommandeure Widerspruch gegen Anordnungen eingelegt, die Einsätze im Nahen Osten weiter zu verlängern. Derzeit sind dem Bericht zufolge nach wie vor über 50.000 US-Soldaten in der Region stationiert. Innerhalb der Militärführung wächst die Sorge, dass diese massive Truppenpräsenz Kapazitäten verschlingt, die an anderen Brennpunkten der Welt dringend gebraucht werden. Neben dem gebundenen Personal fehlen demnach auch Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Munitionsvorräte für mögliche Einsätze in anderen Regionen. Die Bedenken der Generäle verdeutlichen das Dilemma, in dem sich das US-Militär nach sieben Monaten Dauerkonflikt mit dem Iran befindet.
Donald Trumps Streitkräften gehen die Raketen aus - Pentagon dementiert Engpässe
Besonders alarmierend ist die Lage bei den Abfangraketen der US-Streitkräfte. Bereits Anfang August hatten amerikanische Medien über deutlich zurückgehende Bestände an Patriot- und THAAD-Flugabwehrraketen berichtet. Beide Systeme wurden seit Beginn der Kampfhandlungen gegen den Iran in erheblichem Umfang eingesetzt und verbraucht. Die Trump-Regierung weist Berichte über drohende Munitionsknappheit allerdings zurück. Offiziell bestreitet Washington, dass den Streitkräften die Abfangraketen ausgehen könnten.
Dennoch wirft der anhaltende Verbrauch grundlegende Fragen auf – zumal der Konflikt inzwischen in seinen siebten Monat geht, ohne dass sich eine diplomatische Lösung abzeichnet. Die jüngste Eskalation mit gegenseitigem Raketenbeschuss und immer schärferer Rhetorik auf beiden Seiten lässt vielmehr befürchten, dass der Krieg noch lange andauern könnte.
Weitere Schlagzeilen zu Donald Trump gefällig? Dann bitte hier entlang:
- Verstecktes Detail lässt Gerüchte um baldigen Tod des US-Präsidenten explodieren
- Fortschreitender Verfall von "The Don" macht Trump-Mitarbeiter ratlos
- "Will nicht darüber reden!" Mitten im Interview lässt Donald Trump die Maske fallen
- US-Präsident "halluziniert live im Fernsehen"
- "The Don" (80) kann nicht mehr richtig laufen - Video zeigt ungeschönte Wahrheit
loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.