Donald Trump droht Amtsenthebung: Das fürchtet "The Don" mehr als die Demokraten - seine Geheimwaffe soll's richten

Die näher rückenden Zwischenwahlen in den USA scheint bei Donald Trump eine tiefsitzende Angst zu befeuern - nun soll seine "Geheimwaffe" die Wogen glätten. Ein Experte erklärt, was der US-Präsident noch mehr fürchtet als die Demokraten.

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Für Donald Trump ist sein Schwiegersohn Jared Kushner zur Geheimwaffe geworden - und das, obwohl Ivanka Trumps Ehemann kein offizielles Amt innehat oder jemals in die US-Regierung gewählt wurde. (Foto) Suche
Für Donald Trump ist sein Schwiegersohn Jared Kushner zur Geheimwaffe geworden - und das, obwohl Ivanka Trumps Ehemann kein offizielles Amt innehat oder jemals in die US-Regierung gewählt wurde. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
  • Donald Trump in Angst vor Amtsenthebung laut Experte
  • Geheimtreffen zwischen Jared Kushner und Hakeem Jeffries wirft Fragen auf
  • "The Don" setzt auf Schwiegersohn als Krisenmanager vor Zwischenwahlen

Donald Trump läuft die Zeit davon: Im November 2026 wird in den USA bei den Zwischenwahlen über die neue Zusammensetzung des Repräsentantenhauses und des Senats entschieden. Den jüngsten Umfragen zufolge könnte es für Trumps Republikaner knapp werden - die trüben Aussichten sollen den US-Präsidenten jetzt zu verzweifelten Maßnahmen treiben.

Geheimes Treffen zwischen Trump-Schwiegersohn und Demokrat wirft Fragen auf

Aufsehen erregte nun ein angeblich heimliches Treffen zwischen Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, und dem demokratischen Fraktionsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries. Für den Außenpolitik-Kolumnisten David Rothkopf ist das ein deutliches Alarmsignal dafür, dass sich Donald Trump vor einem erneuten Amtsenthebungsverfahren fürchtet.

Donald Trump in Angst: US-Präsident könnte erneutes Amtsenthebungsverfahren drohen

In der aktuellen Ausgabe des "Daily Beast Podcast" legte Rothkopf seine Einschätzung dar: Das Treffen hätte niemals stattgefunden, wenn das Weiße Haus nicht bereits damit rechne, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern könnten. "Ich denke, Trump ist verängstigt", so der ehemalige Handelsbeamte der Clinton-Regierung. David Rothkopf glaubt in dem Vorgang ein bekanntes Muster zu erkennen: Wann immer es für den Präsidenten brenzlig werde, schicke er seinen Schwiegersohn als "Geheimwaffe" vor. "Genauso wie er Jared zu den Iranern schickt und Jared zu den Russen – wenn er ein großes Problem hat, schickt er Jared", erklärte der Analyst.

Experte überzeugt: Donald Trump rechnet schon mit Niederlage bei den Zwischenwahlen

Das geheime Gespräch mit Jeffries deute darauf hin, dass sich die Trump-Administration bereits aktiv auf ein Szenario vorbereite, in dem die Demokraten nach den Midterms die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernehmen. Kushner fungiere dabei als eine Art persönlicher Krisenmanager – Trumps "Geheimwaffe", wie Rothkopf es formulierte.

Jared Kushner als Trumps Krisenmanager - ohne Amt, aber mit maximalem Einfluss

Bemerkenswert an Jared Kushners Rolle ist vor allem eines: Der Ehemann von Ivanka Trump bekleidet keinerlei offizielles Regierungsamt. Dennoch zählt Trumps Schwiegersohn zu den einflussreichsten Figuren der gesamten Administration. Auf diplomatischer Ebene arbeitet er eng mit Sondergesandtem Steve Witkoff an verschiedenen internationalen Dossiers zusammen – darunter die Friedensverhandlungen zur Beendigung des Krieges gegen den Iran, der Donald Trumps Zustimmungswerte zunehmend belastet. Neben dieser außenpolitischen Tätigkeit übernimmt Kushner offenbar auch eine weitaus persönlichere Aufgabe im Weißen Haus: die interne Schadensbegrenzung für den Präsidenten selbst.

Warum Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren mehr fürchtet als die Demokraten

Interessanterweise herrscht in den Reihen der US-Demokraten selbst keineswegs Einigkeit darüber, ob ein erneutes Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump überhaupt sinnvoll wäre. Viele fragten sich, was es bringen solle, so Rothkopf. Doch genau hier liege der entscheidende Unterschied: Trump selbst erkenne die Gefahr sehr wohl. "Er will auf keinen Fall erneut einem Impeachment unterzogen werden. Er weiß, wie verheerend das für seine Regierung und seinen Ruf wäre", betonte der Experte. Für den Präsidenten stehe damit weit mehr auf dem Spiel als ein bloßes parlamentarisches Verfahren – es gehe um sein politisches Vermächtnis.

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