Donald Trump im Iran-Krieg: Trump-Minister beschwört "Endphase" im Iran-Krieg herauf

Donald Trumps seit Februar 2026 tobender Iran-Krieg geht dem US-Wirtschaftsminister zufolge in die "Endphase".  Angekündigt wurden die "härtesten Sanktionen der Geschichte" , die das Mullah-Regime in die Knie zwingen sollen.

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US-Finanzminister Scott Bessent sieht die USA in dem angekündigten Wirtschaftskrieg gegen den Iran in der "Endphase" des seit rund sechs Monaten andauernden Konflikts. (Foto) Suche
US-Finanzminister Scott Bessent sieht die USA in dem angekündigten Wirtschaftskrieg gegen den Iran in der "Endphase" des seit rund sechs Monaten andauernden Konflikts. Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa/dpa
  • Donald Trumps Iran-Krieg tobt seit Februar 2026
  • Trump-Minister Scott Bessent sieht Iran-Krieg in der "Endphase"
  • USA wollen Iran mit Wirtschaftskrieg und "härtesten Sanktionen der Geschichte" bezwingen

Ende Februar 2026 löste Donald Trump den Iran-Krieg aus, als sich US-Streitkräfte auf Geheiß des Präsidenten an verheerenden Luftangriffen Israels auf Teheran beteiligten - Trumps ursprünglicher Plan, das Mullah-Regime binnen weniger Tage Schachmatt zu setzen, wartet seitdem vergeblich auf praktische Umsetzung.

Donald-Trump-Regierung beschwört "Endphase" im Iran-Krieg

Nun will Trumps Regierung offenbar einen neuen Weg einschlagen, um den Iran-Krieg zu beenden: Am 24. August, knapp sechs Monate nach Kriegsbeginn, wurde von offizieller Seite eine massive wirtschaftliche Offensive gegen den Iran angekündigt. US-Finanzminister Scott Bessent (64) erklärte auf der Plattform X, man trete nun in die "Endphase" des Konflikts ein. "Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher 'D-Day' - die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde", so Bessent.

Trump-Minister kündigt "härteste Sanktionen der Geschichte" gegen den Iran an

Mit dem Begriff "D-Day" bezog sich der Minister auf die alliierte Landung in der Normandie am 6. Juni 1944, die als entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg gilt. Für den Abend des 24. August 2026 europäischer Zeit hat Bessent eine Pressekonferenz in Washington angesetzt, auf der er die Details der nach seinen Worten "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen die Islamische Republik vorstellen will. Bereits vergangene Woche hatte Präsident Donald Trump einen solchen wirtschaftlichen Großangriff auf Teheran in Aussicht gestellt.

Donald Trump will die totale wirtschaftliche Isolation Teherans

Laut Bessent habe Trump die Militärmacht des Iran bereits weitgehend vernichtet. Fast sämtliche Rüstungsfabriken seien zerstört und das iranische Atomprogramm ausgeschaltet worden. Nun gehe es darum, auch die ökonomischen Grundlagen des Regimes zu beseitigen. "Unser Ziel ist es, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die das tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran auf sich allein gestellt ist", erklärte der Finanzminister.

Bessent warf der iranischen Führung vor, sich bislang durch Erpressung über Wasser gehalten zu haben. Teheran habe darauf gesetzt, "dass iranische Vergeltungsmaßnahmen als sicher und die Durchsetzung amerikanischer Maßnahmen als verhandelbar gelten". Unter Trump sei diese Ära beendet. Sämtlichen Staaten, die den Iran in irgendeiner Weise unterstützen, drohte Washington mit schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen.

Donald Trump und die Straße von Hormus: US-Präsident droht mit totaler Ölblockade am Persischen Golf

Die iranische Seite reagierte mit scharfen Gegendrohungen. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf veröffentlichte auf X einen Comic, der die verschärften Sanktionen als Bumerang darstellte, der auf die USA selbst zurückfallen werde. Deutlich drastischer äußerte sich der neue Chef des nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai: Er warnte die Golfstaaten im Staatsfernsehen davor, sich Washingtons Druckkampagne anzuschließen. Wer dies tue, werde als Feind betrachtet.

Sollten Verhandlungen mit den Nachbarländern scheitern, werde der Iran sämtliche Öllieferungen in der gesamten Region unterbinden – nicht nur durch die Straße von Hormus, sondern auch über andere Transportwege. "Nicht ein Tropfen Öl" werde den Persischen Golf passieren, drohte Resai. Zusätzlich kündigten die mit Teheran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen an, die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer zu sperren.

USA ziehen in den Wirtschaftskrieg - Irans Präsident gesteht schwere Versorgungskrise ein

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Schwierigkeiten in seinem Land eingeräumt. (Foto) Suche
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Schwierigkeiten in seinem Land eingeräumt. Bild: Shadati/XinHua/dpa/dpa

Während andere Regierungsvertreter Gelassenheit demonstrierten, schlug Präsident Massud Peseschkian deutlich ernstere Töne an. In einer Rede sprach er davon, dass sein Land "mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert" sei. Auf seiner offiziellen Webseite benannte er "erhebliche Ungleichgewichte" bei der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass die Bevölkerung zusammenstehe und dem Druck standhalten werde.

Tatsächlich befindet sich die iranische Wirtschaft in einer ihrer tiefsten Krisen seit Langem. Die Teuerungsrate ist zuletzt rasant gestiegen. Der vor etwa einem halben Jahr von den USA und Israel begonnene Krieg hat die Infrastruktur des Landes massiv beschädigt, zahlreiche Industriebetriebe wurden in Mitleidenschaft gezogen. Zusätzlich verschärft die amerikanische Seeblockade iranischer Häfen die Lage, da Teheran dadurch wichtige Einnahmen aus dem Ölgeschäft entgehen.

Iran wirtschaftlich isoliert: Emirate stoppen Handel mit Teheran – Experte warnt vor Eskalation

Noch bevor Trump seinen Wirtschaftskrieg offiziell verkündete, hatten die Vereinigten Arabischen Emirate bereits sämtliche Handels- und Finanzgeschäfte mit dem Iran auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Gerade Dubai diente Teheran über viele Jahre als zentrale Drehscheibe für wirtschaftliche Transaktionen. Der Verlust dieses Zugangs trifft die Islamische Republik empfindlich. Sollte auch die Türkei als weiterer bedeutender Handelspartner nachziehen, hätte das verheerende Auswirkungen, warnte der Ökonom Mahdi Ghodsi vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsstudien gegenüber der "New York Times". "Und für den Iran wird es schlimmer sein als für die regionale oder globale Wirtschaft", so der Experte. Irans Außenminister Araghtschi gab sich hingegen betont unbeeindruckt: Wirtschaftlicher Druck gehöre zum altbekannten Einschüchterungsrepertoire Washingtons, sein Land habe längst gelernt, Sanktionen zu umgehen.

Pakistan schaltet sich als Vermittler ein - wie nah ist das Ende des Iran-Krieges?

Der pakistanische Armeechef Munir wird erneut in Teheran erwartet. (Foto) Suche
Der pakistanische Armeechef Munir wird erneut in Teheran erwartet. Bild: Hamed Malekpour/Islamic Consultative Assembly News Agency/AP/dpa/dpa

Inmitten der eskalierenden Spannungen wird der pakistanische Armeechef Asim Munir noch am 24. August in Teheran erwartet. Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai erfolge die Reise im Rahmen der "wohlwollenden Bemühungen" Pakistans für Frieden und Stabilität in der Region. Hinter den Kulissen arbeiten Pakistan und weitere Vermittler daran, im Konflikt zwischen Washington und Teheran Bewegung in Richtung einer Einigung zu bringen. Die Friedensgespräche zwischen beiden Seiten sind zuletzt jedoch ins Stocken geraten – beide Parteien beschuldigen sich gegenseitig, nicht zu Kompromissen bereit zu sein. Der Iran fordert unter anderem Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten sowie eine Aufweichung der bestehenden Sanktionen. Ob und wann ein Durchbruch gelingen kann, bleibt derzeit völlig offen.

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/news.de/dpa/stg

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