Donald Trump droht Oman: US-Präsident eskaliert und will Vermittler "in Grund und Boden bomben"
Donald Trump platzt erneut der Kragen: Wegen Verhandlungen zwischen dem Oman und dem Iran über die künftige Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus droht der US-Präsident mit erbarmungsloser Bombardierung.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump droht neuem Gegner mit Bombardierung im Iran-Krieg aktuell
- US-Präsident will den Oman "in Grund und Boden bombardieren"
- "The Don" eskaliert wegen Straße von Hormus und will diplomatischen Vermittler militärisch angreifen
Wenige Tage, nachdem Donald Trump via "Truth Social" verkündete, die USA würden die Kontrolle über die Straße von Hormus im Nahen Osten übernehmen, platzt dem US-Präsident abermals der Kragen: Die derzeit laufenden Gespräche zwischen dem Oman und dem Iran über die künftige Regelung der Schifffahrt durch die strategisch bedeutsame Meerenge haben "The Don" offenbar so gereizt, dass Trump nun dem Oman mit militärischer Gewalt droht.
Donald Trump droht dem Oman mit Bombardierung - es geht wieder um die Straße von Hormus
In einem Telefoninterview mit dem "Fox News"-Journalisten Trey Yingst sagte Trump: "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren." Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Energietransportrouten der Welt. Der Oman ist bislang keine Kriegspartei und gilt traditionell als diplomatischer Vermittler in der Region. Bereits im Mai 2026 hatte Trump mit einer Drohung in Richtung der omanischen Hauptstadt Maskat für Irritationen gesorgt. Nun verschärfte der US-Präsident den Ton erneut deutlich.
Trey Yingst: "I just got off the phone with President Trump ... the president told Fox News that Iran should raise the white flag of surrender ... the president said that if Oman gets in the way, 'we'll bomb the s**t out of them"" pic.twitter.com/GrEp3riM1B
— Aaron Rupar (@atrupar) August 17, 2026
Donald Trump scheitert mit Iran-Rahmenabkommen – Oman soll eine Lösung finden
Die Drohung steht im Zusammenhang mit einer zwischen den USA und dem Iran ausgehandelten Absichtserklärung. Dieses sieht vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam einen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus erarbeiten – unter Einbeziehung der Anrainerstaaten und im Einklang mit internationalem Recht. Bislang blieben diese Bemühungen jedoch ohne konkretes Ergebnis.
Aus dem Oman hieß es zwar, die Gespräche verliefen konstruktiv, doch eine Einigung wurde nicht erzielt. Das Sultanat nimmt in der Region seit Langem eine besondere Rolle ein: Als neutraler Vermittler in zahlreichen Krisen wird der Oman häufig als "Schweiz des Nahen Ostens" bezeichnet. Wiederholt hat das Land in der Vergangenheit zwischen Washington und Teheran diplomatische Brücken gebaut.
Donald Trump tobt in TV-Interview und fordert Kapitulation des Iran
Im selben Interview bestätigte Trump, dass US-Vertreter über einen direkten Gesprächskanal mit Funktionären der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) kommunizieren. Dieser sogenannte Backchannel umgeht demnach sowohl Vermittler als auch die politische Führung in Teheran. Zuvor hatte es bereits Berichte über solche Kontakte gegeben. Gleichzeitig forderte der US-Präsident den Iran unmissverständlich zur Aufgabe auf: "Sie sollten die weiße Fahne der Kapitulation hissen", sagte Trump. Er räumte zwar ein, dass die iranische Seite geschickt verhandele, zeichnete aber ein düsteres Bild ihrer Lage: "Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde." Damit machte Trump deutlich, dass er trotz der laufenden Gespräche keinen Zweifel an der amerikanischen Überlegenheit lässt.
Frist für Trumps Rahmenvereinbarung abgelaufen - doch Donald Trump "hat es nicht eilig"
Die im Rahmenabkommen vereinbarte 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit dem Iran ist am 17. August ausgelaufen. Der US-Präsident zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt. "Ich habe keinen Zeitplan", erklärte er gegenüber "Fox News". "Ich habe es nicht eilig." Sein oberstes Ziel bleibe unverändert bestehen: Der Iran dürfe unter keinen Umständen in den Besitz von Atomwaffen gelangen. "Das Ziel Nummer eins ist und wird immer sein, dass der Iran in keiner Weise, Form oder Gestalt eine Nuklearwaffe haben kann", schrieb Trump auf Truth Social etwa zeitgleich zum Interview. Spekulationen, wonach die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA seine militärische Strategie beeinflussten, wies er entschieden zurück: "Die Midterms haben nichts mit meinem Denken zu tun."
Polter-Trump holt zum Rundumschlag aus und droht Israel, Gaza und Hamas
Neben dem Iran-Konflikt äußerte sich Donald Trump im selben Interview auch zur Lage in Israel und Gaza. Er sprach sich dagegen aus, dass Israel weiterhin Angriffe im Gazastreifen durchführt, und verwies auf eine eigenständige Beziehung der USA zur Hamas. "Sie geben ihre Waffen ab", sagte Trump über die islamistische Organisation. Trotz israelischer Vorbehalte gegenüber der Hamas zeigte sich der Präsident überzeugt, mit beiden Seiten Frieden erreichen zu können. Bedenken hinsichtlich einer möglichen Belastung der amerikanischen Waffenvorräte durch die Konflikte spielte Trump herunter. "Was wir eingesetzt haben, sind Peanuts", erklärte er. Die USA verfügten über reichlich Waffen mittlerer Reichweite. Zudem ließ er offen, ob er sich in die israelischen Wahlen einmischen könnte.
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loc/news.de/dpa/stg
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