Donald Trump bald amtsunfähig?: Experte benennt wahren Strippenzieher im Weißen Haus

Dass Donald Trump unaufhaltsam abbaut, ist nicht zu übersehen - doch wer zieht unterdessen wirklich die Strippen im Weißen Haus? Experten sind sich sicher: Weder Vizepräsident J.D. Vance noch Marco Rubio ist der heimliche Machthaber im Hintergrund.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump baut vor aller Augen rapide ab - doch wer zieht wirklich die Strippen im Weißen Haus, wenn "The Don" schachmatt gesetzt ist? (Foto) Suche
Donald Trump baut vor aller Augen rapide ab - doch wer zieht wirklich die Strippen im Weißen Haus, wenn "The Don" schachmatt gesetzt ist? Bild: picture alliance / Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci
  • Donald Trump kann "langsamen Verfall" nicht aufhalten
  • Was passiert, wenn der rapide abbauende US-Präsident sein Amt nicht mehr ausüben kann?
  • Nicht Vance, nicht Rubio: Er könnte im Weißen Haus heimlich die Strippen ziehen

In einem Alter, in dem andere ihr Rentnerdasein genießen, hat Donald Trump seine Rückkehr ins Weiße Haus zelebriert: Mit 78 Jahren und sieben Monaten auf dem Buckel wurde der Republikaner im Januar 2025 erneut als US-Präsident vereidigt. Inzwischen hat Donald Trump seinen 80. Geburtstag hinter sich und macht in seiner zweiten Amtszeit nicht nur mit seinen politischen Entscheidungen, sondern vor allem mit seinem Gesundheitszustand praktisch täglich von sich reden.

Donald Trump prahlt mit blendender Gesundheit - doch diese Symptome sprechen eine andere Sprache

Selbst wenn "The Don" pausenlos betont, mit beneidenswerter Gesundheit und stählerner Fitness gesegnet zu sein, sprechen die bei seinen öffentlichen Auftritten nicht zu übersehenden Symptome die Wahrheit aus. Immer wieder versucht der 80-Jährige, dunkle Blutergüsse an seinen Händen mit Make-up zu kaschieren oder den Blick von seinen besorgniserregend geschwollenen Knöcheln abzulenken - bekanntlich ohne Erfolg.

Krankenakte Donald Trump: US-Präsident kann fortschreitenden Verfall nicht leugnen

Wann immer Donald Trump körperliche Gebrechen zur Schau stellt oder mit kognitiven Aussetzern aus dem Rahmen fällt, sprießen die mutmaßenden Ferndiagnosen wie Pilze aus dem Boden: Leidet Donald Trump an rapide fortschreitender Demenz? Ist der US-Präsident schwer herzkrank und inzwischen sogar auf lebensrettende Maschinen angewiesen, die er unter seiner Kleidung versteckt? Und wird ein augenscheinlich schwer kranker und immer hinfälliger werdender Senior wie Donald Trump das Ende seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident überhaupt noch erleben?

Mit Donald Trump geht's abwärts - wer übernimmt die Macht im Weißen Haus?

Beobachter wie der Politik-Analyst David Rothkopf, der sich im Podcast von "The Daily Beast" regelmäßig mit Gastgeberin Joanna Coles über den US-Präsidenten austauscht, haben sich längst festgelegt: Mit Donald Trump geht es rapide abwärts, ohne dass Hoffnung auf Besserung erkennbar wäre. In einer neuen Podcast-Ausgabe widmeten sich Coles und Rothkopf nun der Frage, wer das Ruder im Weißen Haus übernehmen könnte, sollte Donald Trumps "langsamer Verfall" so weit fortschreiten, dass der Präsident nicht mehr imstande sei, seine Aufgaben wahrzunehmen. Das dabei von David Rothkopf gezeichnete Szenario geht weit über bloße Gesundheitssorgen hinaus: Die eigentliche Machtfrage im Weißen Haus könnte sich bald völlig neu stellen.

Weder J.D. Vance noch Marco Rubio: Stephen Miller steht als Trump-Nachfolger und Strippenzieher bereit

Wer würde in einem solchen Szenario tatsächlich die Fäden ziehen? David Rothkopf überrascht mit seiner Einschätzung: Weder Vizepräsident J.D. Vance noch Außenminister Marco Rubio kämen als faktische Machtzentrale infrage – obwohl viele genau das vermuten. Stattdessen sieht er den stellvertretenden Stabschef Stephen Miller in der Pole Position und begründet dies wie folgt: "Macht geht vom Präsidenten aus, von den Menschen, die ihm am nächsten stehen, von denjenigen, die seinen Terminplan kontrollieren, von den Leuten, die seine Erklärungen herausgeben." Entscheidend sei die unmittelbare Nähe zum Präsidenten und die Kontrolle über dessen tägliche Abläufe und Kommunikation, die Stephen Miller durch seine offizielle Tätigkeit genieße. Vizepräsident Vance hingegen sei bei vielen solcher Gelegenheiten auffällig abwesend gewesen.

Präsidenten-Berater als heimliche Machthaber haben in den USA Tradition

Rothkopf stützt seine These auf historische Vorbilder aus dem Weißen Haus. Er verwies auf die Herzinfarkte von Präsident Dwight Eisenhower sowie das schwere Herzleiden von Franklin D. Roosevelt. In beiden Fällen übernahmen enge Mitarbeiter faktisch Teile der Regierungsgeschäfte, während die Öffentlichkeit über das wahre Ausmaß der gesundheitlichen Einschränkungen im Unklaren blieb.

Dass ein Präsident seine Aufgaben stillschweigend an Vertraute delegiert, ist also kein hypothetisches Gedankenspiel, sondern ein dokumentiertes Muster der amerikanischen Geschichte. Die entscheidende Frage lautet dabei stets: Wer rückt in das entstehende Machtvakuum nach? Bei Eisenhower und Roosevelt waren es loyale Berater – und genau diese Rolle könnte laut Rothkopf nun Miller zufallen.

Stephen Miller als Trump-Erbe? "Wir könnten auf eine solche Phase zusteuern"

Rothkopf fasste seine Warnung mit deutlichen Worten zusammen. "Und ich muss Ihnen sagen: Schauen Sie sich Donald Trump an, schauen Sie sich die Blutergüsse an, schauen Sie sich sein Verhalten an, sein Alter, seine Familiengeschichte – wir könnten auf eine dieser Phasen zusteuern, in denen jemand anderes als Trump hinter den Kulissen tatsächlich der amtierende Präsident ist", sagte der Experte. Damit bringt der "Daily Beast"-Kolumnist die verschiedenen Warnsignale auf einen gemeinsamen Nenner: Die sichtbaren körperlichen Anzeichen, Trumps fortgeschrittenes Alter und seine familiäre Krankengeschichte ergeben in der Gesamtschau ein Bild, das nach Rothkopfs Einschätzung eine schleichende Machtverschiebung im Weißen Haus zugunsten Stephen Millers zunehmend wahrscheinlich macht.

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