Christopher Cross: Donald Trump während Live-Konzert unflätig beschimpft

Sonderlich viele Fans hat Donald Trump in der Unterhaltungsindustrie nicht - auch US-Sänger Christopher Cross macht keinen Hehl daraus, was er von "The Don" hält und fand während eines Konzertes in Toronto deutliche Worte.

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Donald Trump kann den US-Sänger Christopher Cross nicht zu seinen erklärten Fans zählen. (Foto) Suche
Donald Trump kann den US-Sänger Christopher Cross nicht zu seinen erklärten Fans zählen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump bei Live-Konzert in Toronto unflätig beschimpft
  • Musiker Christopher Cross entschuldigt sich für "A****loch-Präsident" bei Kanada
  • Grammy-Preisträger stellt sich mit Kraftausdrücken gegen Donald Trump

Der Grammy-Preisträger Christopher Cross hat bei einem Auftritt im kanadischen Toronto am 30. August 2026 kein Blatt vor den Mund genommen – und US-Präsident Donald Trump vor dem kanadischen Publikum als "A****loch" bezeichnet.

Donald Trump auf offener Bühne beschimpft - Christopher Cross macht deutliche Ansage

Der Musiker, der 1981 gleich fünf Grammys für sein Debütalbum abräumte, eröffnete seinen Auftritt im RBC Amphitheater am Ufer des Lake Ontario mit seinem Song "Dreamers" aus dem Jahr 2011, in dem ein Ausschnitt aus Martin Luther Kings berühmter Rede "I Have a Dream" vorkommt. Gegenüber den Zuschauern entschuldigte sich die Musik-Ikone der 80er Jahre für die Politik seines Landes und machte Hoffnung: Die nächste Wahl stehe bevor, und man werde alles tun, um die Lage zu korrigieren, so Cross laut "The Daily Beast".

Donald Trump im Clinch mit Kanada: Zölle, Umbenennungen und ein eskalierender Handelskonflikt

Der Hintergrund von Cross' deutlichen Worten: Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada befinden sich auf einem historischen Tiefpunkt. Nachdem Handelsgespräche zwischen beiden Ländern gescheitert waren, bezeichnete Trump Kanada als "Ausbeuter" der Vereinigten Staaten und verhängte Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Umfang von 20 Milliarden Dollar.

Zusätzlich sorgte die Umbenennung des Lake Ontario in "Lake America" für Empörung – ein Schritt, den selbst Verbündete aus dem MAGA-Lager als kindisch kritisierten. Kanada blieb die Antwort nicht schuldig: Mehrere Provinzen und Territorien reagierten mit einem Verkaufsverbot für amerikanische Spirituosen. Der Handelsstreit hat sich damit zu einem Konflikt entwickelt, der weit über wirtschaftliche Fragen hinausgeht und das kulturelle Verhältnis beider Nachbarländer belastet.

Musik-Ikone ledert gegen Trump und entschuldigt sich für "A****loch-Präsident" bei Kanada

Der amerikanische Sänger Christopher Cross hat während eines Konzerts in Kanada deutlich mit Donald Trump abgerechnet. (Foto) Suche
Der amerikanische Sänger Christopher Cross hat während eines Konzerts in Kanada deutlich mit Donald Trump abgerechnet. Bild: picture alliance/dpa | Patrick Seeger

In seiner Ansprache an das Publikum wurde Christopher Cross dann noch deutlicher. "Ich möchte euch sagen, dass wir euer Land lieben und sehr schätzen", erklärte der Musiker. "Es tut mir einfach sehr leid, und ich schäme mich, dass wir ein A****loch als Präsidenten haben. Aber gebt uns nicht auf. Wir haben eine Wahl vor uns, und wir werden unser Bestes tun, um das zu reparieren."

Dann schlug Cross einen humorvolleren Ton an: "Und dann werden wir wieder euren ganzen Kram kaufen, und ihr werdet wieder unseren ganzen Kram kaufen. Wir können gemeinsam Opfer der Konzerngier sein." Die Menge quittierte seine Worte mit immer lauter werdendem Jubel. Anschließend räumte der Sänger selbstironisch ein, man werde wohl bald in der Zeitung lesen, dass er des Landes verwiesen worden sei – aber das sei ihm egal, er habe sagen wollen, was gesagt werden musste.

Künstler-Protest gegen Donald Trump: Blue Rodeo setzt ein stilles Zeichen

Cross war nicht der einzige Künstler, der im RBC Amphitheater politisch Stellung bezog. Bereits am Vorabend nutzte die kanadische Rockband Blue Rodeo dieselbe Bühne für einen subtileren, aber nicht weniger wirkungsvollen Protest gegen die von Trump verkündete Umbenennung des Lake Ontario. Vor ihrem Song "Hasn't Hit Me Yet" aus dem Jahr 1993 – in dem eine verschneite Dezembernacht über dem Lake Ontario besungen wird – deutete Frontmann Greg Keelor auf das Gewässer und wandte sich ans Publikum: "Ich möchte, dass ihr heute Abend mit vollem Selbstbewusstsein und Besitzanspruch singt. Und wir singen diesen Song für die leuchtenden Gewässer, die schon lange vor uns allen hier waren."

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