Umfrage-Debakel für Friedrich Merz: Politische Vertrauenskrise vertieft sich - Bundeskanzler erreicht neuen Tiefpunkt
Friedrich Merz befindet sich weiter im freien Fall. Laut einer aktuellen Umfrage schwinden seine Zustimmungswerte in der Wählerschaft weiter. Der Vertrauensverlust bezieht sich nicht nur auf den Kanzler. Die Deutschen trauen den führenden Köpfen der Politik immer weniger zu.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Neues Trendbarometer: Friedrich Merz verliert weiter an Zustimmung
- Vertrauenskrise erstreckt sich über alle Parteien
- Wähler trauen keiner der Parteien zu, Probleme zu lösen
Als Kanzler werden Friedrich Merz keine Vorzüge eingeräumt – stattdessen erlebt der Bundeskanzler einen beispiellosen Absturz in der Wählergunst. Im jüngsten Politikerranking straften ihn Wähler bereits ab. Die negativen Umfragewerte halten an. Laut demRTL/ntv-Trendbarometer des Forsa-Instituts schwindet die Zustimmung für die Arbeit des Kanzlers deutlich. Nicht nur der CDU-Chef verliert an Vertrauen.
Schlechte Note für Friedrich Merz' Arbeit
Anderthalb Jahre nach seinem Einzug ins Kanzleramt bewerten 85 Prozent der Befragten seine Amtsführung negativ. Noch im April lag dieser Wert bei 80 Prozent – der Abwärtstrend beschleunigt sich also.
Der 70-jährige CDU-Politiker markiert damit einen persönlichen Tiefpunkt. Sein Sinkflug zieht die gesamte Union mit nach unten: Gerade einmal 12 Prozent der Deutschen sind der Überzeugung, dass CDU und CSU die drängenden Probleme des Landes bewältigen können. Zum Vergleich: Als Angela Merkel Anfang 2021 das Kanzleramt verließ, sprachen noch 41 Prozent der Union diese Kompetenz zu.
AfD auf Platz eins – und 30 Prozent würden nicht wählen
Noch alarmierender für die Regierungspartei fällt die aktuelle Sonntagsfrage aus. Wäre jetzt Bundestagswahl, käme die AfD mit 28 Prozent auf den Spitzenplatz. Die Union landet mit 21 Prozent weit abgeschlagen auf Rang zwei, dahinter die Grünen mit 16 Prozent. SPD und Linke teilen sich mit jeweils 12 Prozent den vierten Platz, sonstige Parteien erreichen zusammen 11 Prozent. Mindestens ebenso beunruhigend: Knapp ein Drittel der Befragten – genau 30 Prozent – würde den Gang zur Wahlurne komplett verweigern.
Wähler haben kein Vertrauen mehr in Parteien
Die Vertrauenskrise beschränkt sich keineswegs auf die Union. Laut der Forsa-Erhebung sind 84 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich sämtliche Parteien zu wenig um die Sorgen und Bedürfnisse der Bevölkerung kümmern. Auch die AfD profitiert trotz ihrer Umfragestärke kaum von einem Kompetenzvorsprung: Lediglich 13 Prozent trauen ihr zu, die Herausforderungen des Landes zu meistern. Die SPD schneidet mit mageren 5 Prozent noch schlechter ab.
Aufschlussreich ist auch die Frage, welche Partei sich am wenigsten für die Belange der Menschen einsetzt. Hier nennen 29 Prozent die AfD, dicht gefolgt von der Union mit 25 Prozent. SPD und Grüne landen mit 11 beziehungsweise 10 Prozent im Mittelfeld, FDP und Linke bilden mit je 4 Prozent das Schlusslicht.
Vertrauensverlust nimmt zu
Die Entfremdung geht weit über Parteipolitik hinaus. Einer dbb-Bürgerbefragung zufolge, auf die sich "Bild" bezieht, halten mittlerweile 79 Prozent der Deutschen den Staat für überfordert, seinen grundlegenden Aufgaben nachzukommen. Dieser Wert hat sich im Vergleich zur Merkel-Ära nahezu verdoppelt: 2020 teilten nur 40 Prozent diese Einschätzung.
Schon unter Kanzler Olaf Scholz war das Vertrauen in die staatliche Leistungsfähigkeit deutlich angeschlagen – 2024 sahen bereits 70 Prozent den Staat am Limit. Unter der Regierung Merz hat sich diese Entwicklung noch einmal spürbar verschärft. Der Sprung von 70 auf 79 Prozent innerhalb von rund zwei Jahren zeigt, dass der Regierungswechsel die Schäden am Vertrauen in die Politiker nicht aufhalten konnte – im Gegenteil.
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