Wolodymyr Selenskyj: Alarmierende Warnung – Putin könnte bald ein weiteres Land angreifen

Mit drastischen Worten warnt Wolodymyr Selenskyj vor Wladimir Putins nächsten Schritten. Der ukrainische Präsident befürchtet, dass Russland nach einem Scheitern in der Ukraine weitere Länder angreifen könnte.

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Selenskyj schlägt Alarm: Putin könnte bald ein weiteres Land angreifen Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Selenskyj warnt vor möglicher Ausweitung des Krieges
  • Putin könnte laut Kiew weitere Staaten ins Visier nehmen
  • Ukrainischer Präsident sieht keinen echten Friedenswillen Moskaus

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Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine dauert unvermindert an. Auch wenn zuletzt der Eindruck entstand, Wladimir Putin könnte kriegsmüde werden, ist ein Ende des Konflikts derzeit nicht in Sicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt nun eindringlich vor einer weiteren Eskalation. Sollte Kremlchef Wladimir Putin seine Kriegsziele in der Ukraine nicht erreichen, könnte er nach Einschätzung Selenskyjs auch andere Staaten ins Visier nehmen. Zugleich zeichnete der Präsident ein düsteres Bild der aktuellen Lage an der Front.

Wolodymyr Selenskyj warnt vor Putins nächsten Schritten

Erst im Juni richtete Wolodymyr Selenskyj deutliche Worte an Wladimir Putin und drohte mit weiteren Angriffen auf russisches Territorium. Nun äußerte sich der ukrainische Präsident erneut. In einem Interview mit dem französischen Sender "BFMTV" erklärte Selenskyj "Express" zufolge, dass die von Russland ausgehende Gefahr nicht allein die Ukraine betreffe. Sollte Russland seine Kriegsziele nicht erreichen, könne Putin versuchen, den Konflikt auf weitere Regionen auszuweiten.

"Er wird versuchen, ein anderes Gebiet und andere Menschen zu besetzen und wieder Menschen zu töten."

Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten würde der Kremlchef in diesem Fall "sehr gefährlich werden, und zwar nicht nur für uns". Zudem warnte Selenskyj davor, dass Putin weitere Länder in einen Krieg hineinziehen könnte.

Wolodymyr Selenskyj zweifelt an Russlands Bereitschaft zum Frieden

Auch einen möglichen Waffenstillstand sieht Selenskyj derzeit skeptisch. Zwar halte er eine Beendigung des Krieges grundsätzlich für möglich, doch fehle aus seiner Sicht der politische Wille auf russischer Seite.

"Wir müssen diesen Krieg beenden. Doch eine Partei, Russland, hat keinerlei wirklichen Willen dazu gezeigt. Ihr Engagement besteht nur aus Worten."

Damit bekräftigte der ukrainische Präsident erneut seine Forderung nach internationalem Druck auf Moskau.

Hohe Verluste auf russischer Seite

Nach Angaben Selenskyjs musste Russland seit Beginn des Jahres erhebliche Verluste hinnehmen. Er sprach von rund 150.000 gefallenen oder kampfunfähigen Soldaten, während die russischen Streitkräfte lediglich geringe Gebietsgewinne erzielt hätten.

"Die Russen haben die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren. Sie haben den Krieg nicht verloren, aber sie haben die Initiative verloren."

Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen derzeit nicht.

Wirtschaft gerät zunehmend unter Druck

Parallel zu den Kämpfen verschärfen sich nach ukrainischer Darstellung auch die wirtschaftlichen Probleme Russlands. Ukrainische Drohnenangriffe auf Energieanlagen sowie die hohen Kriegskosten sollen die Belastung für die russische Wirtschaft weiter erhöhen. Selenskyj zeichnet damit das Bild eines Kremls, der militärisch unter Druck steht, gleichzeitig aber nach seiner Einschätzung bereit sein könnte, den Konflikt auf weitere Staaten auszuweiten, sollte Russland seine Ziele in der Ukraine nicht erreichen.

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