Friedrich Merz: Plötzlich wieder Kontakt - Kanzler telefoniert unerwartet mit Trump
Nach monatelanger Eiszeit greifen Merz und Trump wieder zum Telefon. Iran, Ukraine und Nato stehen im Fokus des Gesprächs. Kommt jetzt die diplomatische Wende zwischen Berlin und Washington?
Von news.de-Redakteurin Mia Lada-Klein - Uhr
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- Merz und Trump telefonieren nach Spannungen über Iran und Ukraine
- Abstimmung vor Nato-Gipfel in Ankara sorgt für neue Dynamik
- Streit zwischen Berlin und Washington könnte sich entspannen
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Nach Wochen voller politischer Differenzen haben Friedrich Merz und Donald Trump offenbar wieder direkt miteinander gesprochen. Das Telefonat zwischen dem deutschen Bundeskanzler und dem US-Präsidenten könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich das zuletzt angespannte Verhältnis zwischen Berlin und Washington wieder entspannt.
I had a good phone call with @POTUS Donald Trump on his way back from China. We agree: Iran must come to the negotiating table now. It must open the Strait of Hormuz. Tehran must not be allowed to have nuclear weapons. (1/2)
— Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) May 15, 2026
Worüber sprachen Merz und Trump?
Wie Friedrich Merz selbst auf der Plattform X mitteilte, fand ein Telefongespräch mit Trump während Trumps Rückreise aus China statt. Dabei ging es laut dem Kanzler um mehrere internationale Krisenherde.
Im Mittelpunkt standen demnach die Lage im Iran, die Situation in der Ukraine sowie die Vorbereitungen auf den kommenden Nato-Gipfel in Ankara.
Merz erklärte nach dem Gespräch:
"Die USA und Deutschland sind starke Partner in einer starken Nato."
Wir haben auch über eine Friedenslösung für die Ukraine gesprochen und uns vor dem NATO-Gipfel in Ankara abgestimmt. Die USA und Deutschland sind starke Partner in einer starken NATO. (2/2)
— Bundeskanzler Friedrich Merz (@bundeskanzler) May 15, 2026
Welche Position vertreten beide Staaten im Iran-Konflikt?
Laut Merz herrschte zwischen beiden Politikern Einigkeit darüber, dass der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren müsse. Außerdem forderten beide Seiten offenbar eine Öffnung der Straße von Hormus. Besonders deutlich fiel die Haltung beim Thema Atomwaffen aus. Nach Angaben des Kanzlers seien sich Deutschland und die USA darin einig, dass Teheran keine Nuklearwaffe besitzen dürfe. Damit senden Berlin und Washington erneut ein gemeinsames Signal an die iranische Führung.
Gab es auch Gespräche über die Ukraine?
Auch der Krieg in der Ukraine spielte bei dem Austausch eine wichtige Rolle. Merz sprach von Gesprächen über mögliche Wege zu einer Friedenslösung. Konkrete Details wurden zwar nicht bekannt, dennoch gilt das Telefonat als deutliches Zeichen dafür, dass sich Deutschland und die USA in Sicherheitsfragen weiter eng abstimmen wollen.
Warum galt das Verhältnis zwischen Merz und Trump zuletzt als schwierig?
In den vergangenen Wochen war das Verhältnis zwischen Friedrich Merz und Donald Trump zunehmend angespannt. Immer wieder gab es Meinungsverschiedenheiten zu internationalen Themen sowie öffentliche Spitzen auf beiden Seiten. Besonders Aussagen von Merz über die Vereinigten Staaten hatten zuletzt für Ärger im Trump-Lager gesorgt.
Was sagte Merz kurz vor dem Telefonat über die USA?
Noch am selben Tag hatte sich Merz beim Katholikentag kritisch über die aktuelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten geäußert. Der Kanzler erklärte dort, dass seine Bewunderung für Amerika derzeit "nicht zunehme". Außerdem sagte er, dass er jungen Menschen aktuell nicht unbedingt empfehlen würde, in den USA zu arbeiten oder dort eine Ausbildung zu absolvieren.
Reagiert Trump erneut auf Merz?
Ob Donald Trump die Aussagen des Kanzlers bereits vor dem Telefonat kannte, ist bislang unklar. In der Vergangenheit hatte Trump allerdings bereits scharf auf Kritik aus Deutschland reagiert. Nach früheren Äußerungen von Merz griff der US-Präsident den Kanzler öffentlich auf seiner Plattform Truth Social an und stellte dessen Einschätzungen infrage.
Das jetzige Gespräch könnte daher ein erster Schritt sein, die zuletzt deutlich abgekühlten Beziehungen wieder zu verbessern.
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mlk/news.de
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