Donald Trump: China spricht über Amerikas Schwäche - US-Präsident reagiert sofort mit Angriff

US-Präsident Donald Trump reagiert scharf auf Aussagen von Xi Jinping über den möglichen Niedergang der USA. Auf Truth Social macht er dafür aber vor allem Ex-Präsident Joe Biden verantwortlich.

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Donald Trump: Wegen Xi-Aussagen geht der US-Präsident auf Biden los (Foto) Suche
Donald Trump: Wegen Xi-Aussagen geht der US-Präsident auf Biden los Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Trump weist Kritik von Xi Jinping entschieden zurück
  • US-Präsident macht Biden für angeblichen Niedergang verantwortlich
  • Streit zwischen Washington und Peking sorgt erneut für Spannungen

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Zwischen Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping bahnt sich erneut ein verbaler Schlagabtausch an. Nachdem Xi mit einer historischen Anspielung über die Rolle der Vereinigten Staaten gesprochen hatte, meldete sich Trump auf seiner Plattform Truth Social ausführlich zu Wort.

Was sagte Xi Jinping über die USA?

Auslöser der Debatte war eine Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Darin sprach er laut "Daily Beast" über die Beziehungen zwischen China und den Vereinigten Staaten und warnte davor, in eine sogenannte "Thukydides-Falle" zu geraten. Der Begriff beschreibt einen Konflikt zwischen einer bestehenden Weltmacht und einer aufsteigenden Konkurrenzmacht. Er geht auf den antiken Historiker Thukydides zurück, der den Krieg zwischen Athen und Sparta analysierte. Xi stellte dabei die Frage, ob China und die USA einen solchen Machtkonflikt vermeiden könnten. Viele westliche Beobachter werteten seine Aussagen als indirekten Hinweis darauf, dass China die Vereinigten Staaten zunehmend als absteigende Supermacht betrachtet.

Wie reagierte Donald Trump auf die Aussagen?

Donald Trump wollte diese Interpretation offenbar nicht stehen lassen. In einem langen Beitrag auf Truth Social erklärte der US-Präsident, Xi habe sich mit seinen Bemerkungen nicht auf die aktuelle Lage unter seiner Führung bezogen. Stattdessen habe Xi aus Trumps Sicht ausschließlich die Zeit unter Ex-Präsident Joe Biden gemeint.

Trump schrieb:

  • "Als Präsident Xi die Vereinigten Staaten so elegant als möglicherweise im Niedergang begriffene Nation bezeichnete, bezog er sich auf den enormen Schaden, den wir während der vier Jahre von 'Sleepy Joe' Biden erlitten haben."

Welche Vorwürfe erhebt Trump gegen Biden?

In seinem Beitrag nutzte Trump die Gelegenheit für einen umfassenden Angriff auf seinen politischen Gegner. Er machte die Biden-Regierung unter anderem für wirtschaftliche Probleme, hohe Steuern, offene Grenzen und gesellschaftspolitische Entwicklungen verantwortlich. Außerdem kritisierte er erneut Programme rund um Diversität und Gleichstellung sowie die Einwanderungspolitik der vergangenen Jahre. Nach Darstellung Trumps hätten genau diese Faktoren den internationalen Einfluss der Vereinigten Staaten geschwächt.

Wie lobt Trump seine eigene Amtszeit?

Gleichzeitig stellte Trump seine eigene Präsidentschaft als Phase des wirtschaftlichen und militärischen Aufschwungs dar. Er sprach von Rekorden an den Börsen, einer starken Wirtschaft, enormen Investitionen und dem "besten Arbeitsmarkt der Geschichte". Auch die Stärke des US-Militärs hob er hervor. Trump behauptete zudem, Xi Jinping habe ihm persönlich zu diesen Entwicklungen gratuliert.

Wie sehen chinesische Beobachter die USA?

Während Trump versucht, die Aussagen Xis auf die Biden-Zeit zu begrenzen, wird in China schon seit Jahren über einen möglichen Machtverlust des Westens diskutiert. Chinesische Regierungsvertreter und politische Kommentatoren sprechen laut internationalen Medien regelmäßig vom "Niedergang des Westens". Einige Nationalisten vertreten dabei die Ansicht, dass Trump diese Entwicklung sogar beschleunigt habe. Gleichzeitig gilt die Haltung Chinas gegenüber den USA weiterhin als angespannt. Trotz diplomatischer Gespräche bleibt das Verhältnis zwischen beiden Staaten von wirtschaftlicher Konkurrenz und geopolitischen Konflikten geprägt.

Wie geht es zwischen Trump und Xi weiter?

Interessant ist dabei auch der unterschiedliche Ton beider Politiker. Während Trump Xi öffentlich mehrfach lobte und betonte, die Beziehungen zu China verbessern zu wollen, fiel Xi in seinen Aussagen deutlich zurückhaltender aus. Ob sich die Spannungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt in den kommenden Monaten weiter verschärfen oder ob beide Seiten auf Entspannung setzen, bleibt offen.

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