Donald Trump: "Haufen Müll!" US-Präsident kritisiert Iran-Friedensplan mit drastischen Worten

Donald Trump verschärft den Ton im Konflikt mit dem Iran massiv. Der US-Präsident nennt den Vorschlag aus Teheran einen "Haufen Müll" und warnt vor einem möglichen Ende der Waffenruhe.

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Donald Trump: Weißes Haus prüft offenbar neue Schritte im Nahost-Konflikt (Foto) Suche
Donald Trump: Weißes Haus prüft offenbar neue Schritte im Nahost-Konflikt Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • Trump hält Waffenruhe im Iran-Konflikt für extrem instabil
  • Teheran fordert Reparationszahlungen und Ende der Sanktionen
  • USA beraten offenbar über weitere Schritte im Nahost-Konflikt

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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich erneut. Donald Trump hat einen aktuellen Vorschlag aus Teheran zur Beendigung des Konflikts ungewöhnlich scharf kritisiert. Der US-Präsident sieht die Waffenruhe offenbar kurz vor dem Scheitern.

Donald Trump zerreißt Vorschlag aus Teheran

Bei einem Auftritt in Washington fand Donald Trump deutliche Worte für die iranischen Forderungen. Den vorgelegten Plan bezeichnete er als "Haufen Müll" und machte laut "Bild" klar, dass er kaum noch an die Stabilität der Feuerpause glaubt. Nach seinen Aussagen sei die aktuelle Waffenruhe "so schwach wie nie zuvor". Trump verglich die Lage mit einem Patienten auf der Intensivstation, dessen Überlebenschancen nahezu aussichtslos seien. Trotz seiner drastischen Aussagen erklärte der Republikaner allerdings auch, dass eine diplomatische Lösung weiterhin möglich sei.

Iran verlangt Entschädigungen und Ende der Sanktionen

Laut iranischen Staatsmedien fordert Teheran in dem Vorschlag umfangreiche Zugeständnisse von den Vereinigten Staaten. Dazu zählen demnach finanzielle Entschädigungen für Kriegsschäden sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran. Außerdem verlangt die Regierung offenbar die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und die volle Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus. Das iranische Atomprogramm spielte in dem Papier aber offenbar keine zentrale Rolle.

Krisentreffen im Weißen Haus geplant

Wie das US-Portal "Axios" berichtet, wollte Trump die Situation gemeinsam mit seinem nationalen Sicherheitsteam besprechen. An dem Treffen sollten unter anderem Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe und Verteidigungsminister Pete Hegseth teilnehmen. Dem Bericht zufolge prüfen die USA offenbar auch mögliche militärische Optionen. Der Waffenstillstand stehe aktuell "auf der Kippe".

Iran kündigt harte Reaktion an

Auch aus Teheran kamen scharfe Töne. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte über die Plattform X, die iranischen Streitkräfte seien auf jede Entwicklung vorbereitet. Man werde auf mögliche Angriffe mit einer "entschlossenen Antwort" reagieren, hieß es weiter.

Streit um Uran sorgt weiter für Spannungen

Trump warf der iranischen Führung zudem vor, frühere Zusagen gebrochen zu haben. Nach seinen Angaben habe Teheran zunächst signalisiert, angereichertes Uran außer Landes bringen zu wollen. Später sei diese Bereitschaft jedoch wieder zurückgezogen worden. Genau dieser Punkt fehle nun im aktuellen Vorschlag aus dem Iran, kritisierte Trump.

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