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Wladimir Putin: 3 Tote! Putin lässt Kinder bombardieren - Klinik angeblich Radikalen-Lager

Nach dem Horror-Angriff auf eine Geburtsklinik in der umkämpften Hafenstadt Mariupol ist klar: Wladimir Putin hat mit seinen Bomben Schwangere und Kinder attackiert, schon drei Todesopfer soll es geben. Unter den Trümmern droht Verletzten der eisige Tod.

Russische Bomben haben eine Geburtsklinik in Mariupol zerstört. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evgeniy Maloletka

Die Ukraine hat Russland im Krieg einen Angriff auf eine Geburtsklinik in der umkämpften Hafenstadt Mariupol vorgeworfen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte zuletzt im Kurznachrichtendienst Twitter ein Video, das völlig verwüstete Räume der Klinik zeigen soll. Demnach müssen eines oder mehrere Geschosse oder Bomben im Hof des Klinikkomplexes eingeschlagen sein.

Wladimir Putin lässt Geburtsklinik in Mariupol bombardieren

Die Druckwelle zerstörte Scheiben, Möbel und Türen, wie im Video zu sehen ist. Das Gelände rund um das Gebäude am Asowschen Meer im Südosten des Landes war mit Trümmern übersät. "Angriff russischer Truppen auf die Entbindungsstation. Menschen, Kinder sind unter den Trümmern", schrieb Selenskyj. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden mehrere Bomben abgeworfen. Das ließ sich nicht überprüfen. "Die Zerstörung ist enorm", teilte der Stadtrat mit.

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3 Tote nach Bomben-Angriff auf Geburtsklinik - Schwangere verletzt nach Horror-Attacke

Angaben zu möglichen Opfern wurden zunächst nicht gemacht. In der Klinik seien jedoch kürzlich noch Kinder behandelt worden. Jetzt ist klar: Es gibt auch Todesopfer zu beklagen. Bei dem russischen Angriff auf die Geburtsklinik sind nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt drei Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sei auch ein Kind, sagte Vize-Bürgermeister Sergej Orlow dem britischen Sender BBC. Ukrainische Behörden hatten zuvor mitgeteilt, bei dem Angriff seien 17 Menschen verletzt worden, darunter auch Schwangere.

Verschüttete drohen unter Trümmern zu erfrieren

Und noch eine andere Sorge wird auf ukrainischer Seite laut: Unter den Trümmern der bombardierten Geburtsklinik könnten sich weitere Opfer befinden, die ob ihrer Verletzungen und der anhaltenden Kälte von Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sterben könnten. Die Suche nach Verschütteten wird aktuell noch fortgesetzt, wird berichtet.

Von russischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor. Moskau betont stets, keine zivilen Ziele zu attackieren. Die strategisch wichtige Hafenstadt wird seit Tagen von russischen Truppen belagert. Mehrere vereinbarte Versuche, Menschen über Fluchtkorridore in Sicherheit zu bringen, scheiterten. Beide Seiten gaben sich dafür gegenseitig die Schuld. Selenskyj forderte als Konsequenz aus dem Angriff einmal mehr eine Flugverbotszone über der Ukraine. Die Nato hat das aber abgelehnt.

Lawrow: Klinik in Mariupol war Lager von radikalen Kämpfern

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Vorwürfe eines Angriffs auf die Geburtsklinik in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol als Falschmeldung zurückgewiesen. Russland habe bereits am 7. März die Vereinten Nationen informiert, dass in der ehemaligen Klinik kein medizinisches Personal mehr sei, sondern ein Lager ultraradikaler Kämpfer des ukrainischen Bataillons Asow, sagte Lawrow am Donnerstag in Antalya nach Gesprächen mit seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba. Er sprach von einer "Manipulation" der gesamten Welt mit Informationen zu mutmaßlichen Gräueltaten der russischen Armee.

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rut/news.de/dpa