Unwetter-Alarm: Bombenzyklon nimmt Kurs auf Deutschland – in diesen Regionen wird es stürmisch

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet steuert auf Europa zu und wird für den ersten Herbststurm sorgen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet vor allem im Westen und Norden mit stürmischen Böen, regional sind auch schwere Sturmböen möglich.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Droht Deutschland der erste große Herbststurm? (Foto) Suche
Droht Deutschland der erste große Herbststurm? Bild: AdobeStock / Bonsales
  • Sturmtief bringt ab Freitag im Westen und Norden Deutschlands kräftige Windböen
  • An der Nordsee und auf Mittelgebirgsgipfeln drohen schwere Sturmböen
  • Auch Dauerregen und ein weiteres Sturmgebiet am Sonntag sind möglich

Deutschland stehen ein paar stürmische Tage bevor. Über dem Atlantik entwickelt sich ein kräftiges Tiefdruckgebiet, das sich rasch verstärkt und Kurs auf Europa nimmt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet ab Freitag vor allem im Westen und Norden mit stürmischen Böen. An exponierten Küstenabschnitten und in höheren Lagen sind auch schwere Sturmböen möglich.

Weitere Meldungen rund ums Wetter finden Sie am Ende dieses Artikels.

Wetterdienst warnt vor Sturm: Bombenzyklon auf dem Weg nach Deutschland

Über dem Nordatlantik entsteht ein Tiefdruckgebiet, das sich nach den aktuellen Wettermodellen innerhalb kurzer Zeit deutlich verstärken kann. Meteorologen sprechen von einer sogenannten Bombogenese, wenn der Luftdruck im Zentrum eines Tiefs innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Ein solcher Sturm wird häufig als Bombenzyklon bezeichnet. Wird ein Tiefdruckgebiet vom kräftigen Jetstream angetrieben und zieht besonders schnell über größere Entfernungen, spricht man zudem von einem Schnellläufer. Ein solches System kann innerhalb kurzer Zeit erhebliche Windgeschwindigkeiten entwickeln.

Nach den vorliegenden Prognosen zieht das Tief vom Atlantik in Richtung Westeuropa. Im Bereich der Irischen See und des Ärmelkanals sind kräftige Winde möglich. Wie stark sich das Sturmfeld auf seinem weiteren Weg über den Kontinent ausprägt, hängt unter anderem von der genauen Zugbahn und der Entwicklung des Tiefdruckgebiets ab.

Drohender Herbststurm: Diese Regionen sind betroffen

Der DWD erwartet am Freitag und in der Nacht zum Samstag vor allem im Westen und Norden Deutschlands stürmische Böen aus Südwest. Auch der Südwesten und die Mitte des Landes könnten betroffen sein. Im Nordseeumfeld sowie auf den Gipfeln der Mittelgebirge und der Alpen sind Sturmböen möglich. Schwere Sturmböen der Windstärke 10 hält der Wetterdienst für wenig wahrscheinlich, schließt sie aber nicht aus. Wie stark der Wind tatsächlich ausfällt, hängt von der weiteren Entwicklung des Tiefs ab. Eine genaue regionale Eingrenzung der stärksten Böen ist deshalb noch mit Unsicherheiten verbunden.

DWD warnt vor Sturm und möglichem Dauerregen

Neben dem Wind kann auch Regen zum Problem werden. In einigen Staulagen der westdeutschen Mittelgebirge sind laut DWD innerhalb von zwölf bis 24 Stunden Niederschlagsmengen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Solche Regenmengen können lokal zu erhöhten Wasserständen und überfluteten Bereichen führen. Ob daraus tatsächlich eine konkrete Hochwassergefahr entsteht, hängt unter anderem von der örtlichen Ausgangslage und der weiteren Niederschlagsentwicklung ab. Der Wetterdienst weist außerdem auf eine mögliche Fortsetzung der unbeständigen Wetterlage hin. Für Sonntag und die Nacht zum Montag ist die Prognose allerdings noch besonders unsicher. An den Küsten und in den Gipfellagen sind dann auch schwere Sturm- bis Orkanböen nicht ausgeschlossen.

Sturmprognose bleibt laut Meteorologen unsicher

Bei rasch ziehenden Tiefdruckgebieten können bereits kleinere Veränderungen der Zugbahn erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Regionen haben. Auch die Stärke des Windfelds lässt sich nicht immer frühzeitig zuverlässig bestimmen. Deshalb können sich die Wettermodelle im Verlauf der kommenden Tage noch verändern. Entscheidend sind die weiteren Berechnungen und die aktualisierten Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. Fest steht nach der aktuellen DWD-Wochenvorhersage: Die zweite Wochenhälfte wird unbeständig. Vor allem am Freitag müssen sich Teile Deutschlands auf stürmische Böen einstellen. Ob sich daraus regional ein schwerer Sturm entwickelt und wie stark die Auswirkungen ausfallen, muss anhand der nächsten Prognosen beurteilt werden. Wer am Wochenende unterwegs ist, sollte die aktuellen Wetterwarnungen im Blick behalten und bei Sturm insbesondere in Wäldern, Parks und unter Bäumen vorsichtig sein.

Weitere Meldungen rund ums Wetter finden Sie hier:

/ife/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.