Altweibersommer-Kracher: Kaltfront beendet September-Hitze – setzt sich der Herbst nun durch?
Noch einmal Sonne satt, dann macht der Herbst ernst: Deutschland erlebt derzeit eine außergewöhnliche Septemberwärme mit örtlichen Rekordwerten. Doch schon ab Mittwochabend zieht eine Kaltfront auf und bringt einen Wetterumschwung.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Altweibersommer beschert Deutschland noch einmal Temperaturen von bis zu 30 Grad
- Kaltfront bringt ab Mittwoch Regen, Gewitter und einen deutlichen Temperaturrückgang
- Wechselhaftes Wetter am Tag der Deutschen Einheit
Morgens noch die Jacke überwerfen, mittags im T-Shirt durch den Park schlendern: Der September verabschiedet sich mit Temperaturen, die eher an Hochsommer als an Herbst erinnern. Doch die ungewöhnliche Wärme hat ein Ablaufdatum. Schon ab Mittwochabend zieht eine Kaltfront über Deutschland hinweg und bringt Regen, Gewitter und deutlich kühlere Luft. Ganz vorbei ist es mit dem goldenen Herbst allerdings noch nicht.
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Altweibersommer 2026 mit Rekordwärme: Deutschland erlebt spätes Sommer-Comeback
Was sich derzeit in Deutschland abspielt, ist alles andere als eine gewöhnliche Warmwetterphase. Laut "The Weather Channel" erreichte der Altweibersommer 2026 am Wochenende in Müllheim bereits 31,6 Grad. Fünf Tage hintereinander kletterten die Temperaturen auf mehr als 28 Grad. Derart hohe Werte so spät im September und über einen so langen Zeitraum sind in der deutschen Messgeschichte äußerst ungewöhnlich.
Auch am Dienstag (29.09.2026) zeigt sich Deutschland noch einmal von seiner spätsommerlichen Seite. Zwischen 22 und 29 Grad sind möglich, lediglich an der Küste bleibt es mit rund 20 Grad etwas kühler. Nach der Auflösung örtlicher Nebelfelder scheint vielerorts die Sonne von einem weitgehend wolkenlosen Himmel. Doch der Abschied vom Sommer steht unmittelbar bevor. Schon ab Mittwochabend kündigt sich eine Wetterwende an.
Letzter Spätsommertag mit bis zu 30 Grad
Eine kräftige Südströmung pumpt bis zur Wochenmitte weiterhin ungewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland. Am Mittwoch (30.09.2026) sind im Südwesten stellenweise noch einmal 30 Grad drin. An den Küsten bleibt es mit etwa 20 Grad deutlich frischer. Im Westen ziehen am Nachmittag bereits erste Wolken auf, vereinzelt sind Schauer möglich. Noch einmal T-Shirt-Wetter, bevor der Herbst übernimmt? Klimatologe Dr. Karsten Brandt ordnet die Entwicklung gegenüber "Bild" ein: "Bis Mittwoch bleibt es bei der großen Wärme." Doch dann wird es ungemütlicher: Ab Mittwochabend rückt von Westen eine Kaltfront heran. Sie steht laut "The Weather Channel" im Zusammenhang mit einem größeren Sturm- bis Orkansystem westlich von Europa. In der Nacht zum Donnerstag verdichten sich die Wolken in der Westhälfte rasch. Schauerartiger Regen setzt ein, vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Die Osthälfte bekommt davon zunächst kaum etwas mit – dort bleibt der Himmel vorerst klar.
Wetterumschwung am Donnerstag: Regen im Westen, Sonne im Osten
Am Donnerstag zeigt sich Deutschland von zwei völlig unterschiedlichen Wetterseiten. Während im Westen dichte Wolken, schauerartige Regenfälle und einzelne Gewitter aufziehen, startet der Osten zunächst noch heiter bis sonnig. Dort klettern die Temperaturen auf bis zu 26 Grad. Im Westen werden dagegen nur noch 18 bis 20 Grad erreicht. Der Unterschied zwischen beiden Landesteilen fällt damit deutlich aus. Allerdings kommt die Kaltfront gegen ein blockierendes Hoch über Nordosteuropa nur schleppend voran. In der Nacht zum Freitag breiten sich die Niederschläge bis in die mittleren Landesteile aus. Im Osten nimmt zumindest die Bewölkung deutlich zu. Auch der Freitag bringt kein einheitliches Wetterbild: Ganz im Westen und Nordwesten sowie im Südosten lockert es bereits wieder auf. Dazwischen halten sich Wolken mit gelegentlichem Regen. Die Höchstwerte pendeln sich zwischen 18 und 24 Grad ein. Damit wird es spürbar kühler als noch zur Wochenmitte – von einem dramatischen Temperatursturz kann jedoch keine Rede sein.
Wetter zum Tag der Deutschen Einheit: So wird das Feiertagswochenende
Ab dem Wochenende stellt sich zunehmend das Wetter ein, das man von Ende September und Anfang Oktober erwarten darf: wechselnde Bewölkung, einzelne Schauer und nächtlicher Nebel. Am Samstag liegen die Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad, am Sonntag werden 17 bis 23 Grad erreicht. Im Südwesten bleibt es am wärmsten. Nachts kühlt es auf 7 bis 12 Grad ab. Wer am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober Pläne im Freien hat, darf vorsichtig optimistisch sein. Für das Feiertagswochenende zeichnet sich zwar kein stabiles Sommerwetter ab, doch auch ein flächendeckender Wettersturz ist nach den vorliegenden Prognosen nicht zu erwarten.
Dr. Karsten Brandt fasst es gegenüber "Bild" so zusammen: "Am Wochenende erwartet uns bei sonnigem, aber kühlen Nächten das typische Herbstwetter mit Höchstwerten um die 20 Grad. Insgesamt wird es aber wieder sehr freundlich."
Wetterprognose für Oktober 2026: Bleibt der Herbst ungewöhnlich mild?
Auch in der ersten Oktoberwoche deutet sich kein frühwinterlicher Kälteeinbruch an. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert leicht wechselhaftes Wetter mit Tageshöchstwerten zwischen 16 und 21 Grad. Nachts sinken die Temperaturen auf 5 bis 11 Grad. Einzelne Schauer bleiben möglich, insgesamt wird die Wetterlage jedoch als ruhig beschrieben. Diplom-Meteorologe Dominik Jung dämpft gegenüber "Bild" allzu sommerliche Hoffnungen: "30 Grad im Oktober sind aus heutiger Sicht nicht in Sicht. Die aktuellen Wettermodelle geben das für die kommenden Wochen schlicht nicht her." Gleichzeitig betont er: "Ein paar freundliche, mildere Tage mit Sonnenschein sind im Oktober immer drin." Interessant ist auch eine alte Bauernregel zum 29. September: Ist es an diesem Tag warm, soll ein früher Wintereinbruch bevorstehen. Klimatologe Dr. Karsten Brandt hält dagegen – er rechnet insgesamt mit einem eher milden Herbst.
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