Sommer-Comeback im Herbst: 30 Grad und Bodenfrost – Wetter-Paradox in Deutschland
Zwar ist der Herbst offiziell da, doch Hoch Arno dreht in Deutschland noch einmal kräftig auf. Am Wochenende können die Temperaturen im Südwesten auf bis zu 31 Grad klettern. Besonders kurios: Nachts droht in einigen Regionen Bodenfrost.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Hoch Arno bringt am Wochenende den Spätsommer zurück
- Extremer Temperaturunterschied: Nachts kann es regional bis nahe an den Gefrierpunkt abkühlen
- Hitze-Rekordsommer: 2026 war laut DWD der zweitwärmste Sommer seit Beginn der Messungen
Deutschland bekommt Ende September noch einmal einen kräftigen Vorgeschmack auf den Sommer. Hoch Arno sorgt am Wochenende vor allem im Süden und Südwesten für ungewöhnlich warme Temperaturen. Am Oberrhein kann die 30-Grad-Marke geknackt werden – während die Nächte regional bereits frostig kalt sind.
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Hoch Arno bringt Spätsommer zurück
Nach einem eher herbstlichen Start dreht das Wetter zum Wochenende deutlich auf. Während es im Norden zunächst noch wechselhaft bleibt, setzt sich im Süden und in der Westhälfte zunehmend die Sonne durch. Am Samstag (26.09.2026) werden verbreitet 22 bis 26 Grad erwartet. Am Oberrhein kann das Thermometer laut DWD sogar die 30-Grad-Marke erreichen. Im Norden bleibt es dagegen deutlich kühler: Dort werden lediglich etwa 17 bis 21 Grad erwartet. DWD-Meteorologin Sonja Hansen beschreibt den Start ins Wochenende als Fall für den Zwiebellook: Am Morgen bleibt es zunächst frisch, bevor die Temperaturen im Tagesverlauf deutlich ansteigen. Besonders groß ist der Kontrast zwischen Tag und Nacht. In der Nacht zum Samstag können die Temperaturen in Teilen der Süd- und Osthälfte auf 5 bis 1 Grad fallen. Lokal ist sogar Bodenfrost möglich.
Sonntag wird es im Südwesten noch wärmer
Am Sonntag (27.09.2026) weitet sich der Einfluss von Hoch Arno auf das gesamte Bundesgebiet aus. Deutschlandweit werden laut DWD etwa 20 bis 27 Grad erwartet. Im Südwesten sind dagegen sogar 28 bis 31 Grad möglich. Damit könnte der September noch einmal Temperaturen hervorbringen, die eher an den Sommer als an den Herbst erinnern. Ein Rekord ist die Wärme allerdings nicht: Laut DWD wurden in der Vergangenheit Ende September auch schon Temperaturen von mehr als 35 Grad gemessen. An den Küsten bleibt es deutlich frischer. Auch dort macht sich der Temperaturunterschied zum Südwesten bemerkbar.
Warmes Spätsommer-Wetter hält auch in der kommenden Woche an
Mit dem Wochenende ist die ungewöhnliche Wärme noch nicht vorbei. Hoch Arno soll auch in den ersten Tagen der kommenden Woche für ruhiges und vielfach sonniges Wetter sorgen. Damit bleibt der Spätsommer zunächst erhalten. Erst im weiteren Verlauf der Woche dürfte sich das Wetter wieder zunehmend umstellen. Für die genaue Entwicklung sind die Prognosen allerdings noch mit Unsicherheiten behaftet.
Warum es Ende September noch so heiß werden kann
Dass Deutschland Ende September noch einmal Temperaturen von 30 Grad und mehr erlebt, hat unter anderem mit der aktuellen Wetterlage zu tun. Hoch Arno sorgt für eine stabile Hochdrucklage und lenkt warme Luftmassen nach Deutschland. Hinzu kommt der außergewöhnlich warme und trockene Sommer 2026. DWD-Meteorologin Hansen erklärte gegenüber der dpa: "Die Luftmassen sind sehr trocken, daher heizt sich die Luft tagsüber sehr auf." Auch trockene Böden würden sich schneller erwärmen. So entsteht der ungewöhnliche Mix aus sommerlicher Hitze am Nachmittag und beinahe frostigen Bedingungen in der Nacht.
Sommer 2026 war der zweitwärmste seit Messbeginn
Der Blick zurück macht die aktuelle Wärmephase besonders bemerkenswert. Der Sommer 2026 war nach vorläufiger DWD-Auswertung mit einer Durchschnittstemperatur von 19,6 Grad der zweitwärmste Sommer seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Nur der Rekordsommer 2003 war mit 19,7 Grad noch wärmer. Am 27. Juni wurde in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt mit 41,8 Grad ein neuer deutscher Temperaturrekord gemessen. In der Nacht zum 28. Juni sank die Temperatur im sächsischen Kubschütz zudem nicht unter 29,4 Grad – laut DWD der höchste bislang in Deutschland gemessene Wert für ein nächtliches Minimum. Auch die Zahl der Hitzetage war außergewöhnlich. Im Deutschlandmittel wurden im Sommer rund 22 Tage mit mindestens 30 Grad und etwa fünf Tage mit mindestens 35 Grad registriert.
2026 bleibt auf Rekordkurs
Ob 2026 am Ende tatsächlich das wärmste Jahr der deutschen Messgeschichte wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2024 mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,9 Grad. Entscheidend sind die Temperaturen der noch verbleibenden Monate. Erst nach Abschluss des Jahres lässt sich feststellen, ob 2026 den bisherigen Rekord übertrifft. Fest steht jedoch schon jetzt: Der Sommer 2026 hat mehrere bemerkenswerte Temperaturmarken gesetzt. Und mit dem spätsommerlichen Wetter Ende September ist das Jahr noch nicht zu Ende.
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bua/news.de/dpa/stg
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