Wetter-Hammer zum Herbstanfang: Hier sind noch einmal 30 Grad möglich

Der Herbst hat gerade erst begonnen und Deutschland darf sich noch einmal auf spätsommerliche Temperaturen freuen. Örtlich sind sogar um die 30 Grad möglich. Das Wärme-Comeback hat einen Haken: Die Nächte sind bereits empfindlich kühl.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Wetter-Hammer im Herbst: Temperaturen schießen wieder auf bis zu 30 Grad. (Foto) Suche
Wetter-Hammer im Herbst: Temperaturen schießen wieder auf bis zu 30 Grad. Bild: AdobeStock / Nasima Begum
  • Nach einer kurzen Wetterstörung am Donnerstag setzt sich ab Freitag zunehmend freundliches und wärmeres Wetter durch
  • Im Südwesten sind am Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche Temperaturen bis nahe 30 Grad möglich
  • Im Oktober dürfte das Wetter zunächst noch mild bleiben, bevor sich ab Mitte des Monats eine deutlich wechselhaftere Wetterlage abzeichnet

Pünktlich zum Herbstanfang zeigt sich das Wetter von seiner goldenen Seite. Statt herbstlicher Tristesse kann sich Deutschland auf Sommer-Feeling freuen. Die Temperaturen klettern an den kommenden Tagen kräftig nach oben. Laut Vorhersage seien sogar Werte bis zu 30 Grad möglich.

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Herbst-Sommer-Hitzehoch sorgt für 30 Grad in Deutschland

Verantwortlich für das spätsommerliche Comeback ist eine ungewöhnliche Konstellation. "Es ist eine Hochzeit der Hochs: Zander ist schon da. Das Azorenhoch Arno kommt vom Atlantik. Und beide verbinden sich mit einer Hochdruckbrücke und vereinigen sich zu einem tollen Herbst-Sommer-Hitzehoch", erklärte Meteorologe Dominik Jung gegenüber der "Bild". Das Ergebnis dieser Verbindung: Im Raum Freiburg und Karlsruhe könnten Anfang nächster Woche erneut 30 Grad erreicht werden. Zusätzlich befördert eine Orkanserie über dem Nordatlantik warme Luftmassen nach Mitteleuropa.

Sonnenschein zum Herbstanfang

Schon am Mittwoch (23.09.2026) übernimmt die Sonne weitgehend das Kommando. Nach Auflösung von Nebel und Hochnebel zeigt sich der Himmel vielerorts freundlich, das Quecksilber klettert auf 17 bis 21 Grad – entlang des Rheins sind sogar 21 bis 24 Grad drin. Ganz ungestört bleibt der Tag allerdings nicht: Von der Nordsee her schiebt sich eine kleine Störung heran, die im Nordwesten am Nachmittag und Abend schauerartigen Regen und vereinzelte Gewitter bringen kann. Am Donnerstag (24.09.2026) teilt sich Deutschland dann wettermäßig in zwei Hälften. Während es vom Südwesten bis zum Niederrhein heiter und trocken bleibt, ziehen im Norden und Osten dichte Wolken mit teils kräftigem Regen durch. An der Nordsee sind sogar stürmische Böen möglich. Ab Freitag (25.09.2026) beruhigt sich die Lage spürbar: Von Südwesten her setzt sich zunehmend sonniges Wetter durch, die Temperaturen klettern in der Südwesthälfte bereits wieder auf 18 bis 24 Grad.

Sommerliches Wetter am Wochenende

Das eigentliche Temperatur-Feuerwerk zündet dann ab Samstag (26.09.2026). In der Mitte und im Süden Deutschlands erwartet der Deutsche Wetterdienst nach Nebelauflösung heiteres bis sonniges Wetter bei Höchstwerten von 20 bis 25 Grad – am Oberrhein sind stellenweise sogar 27 Grad möglich. Der Norden bleibt dabei etwas wolkiger. Am Sonntag (27.09.2026) legt die Wärme noch eine Schippe drauf: Bis zu 28 Grad prognostiziert der DWD für den Südwesten, bei überwiegend sonnigem Himmel und schwachem Wind. Montag und Dienstag halten das hohe Niveau mit 20 bis 28 Grad, wobei der Süden und Südwesten erneut die Spitzenreiter sind.

Und dann wird es richtig spannend: Insbesondere rund um Freiburg und Karlsruhe könnte zu Wochenbeginn sogar die magische 30-Grad-Marke fallen. Klimatologe Dr. Karsten Brandt ordnet ein: "Die Sonne alleine schafft solche Temperaturen Ende September nicht mehr. Hochs und Tiefs fördern die Warmluftzufuhr."

Vorsicht vor dem Temperatur-Jojo

So verlockend die Tageswerte auch klingen, die Nächte erzählen eine ganz andere Geschichte. Der DWD rechnet mit Tiefstwerten von teils nur 1 Grad, im Süden droht vereinzelt sogar Bodenfrost. Zwischen 28 Grad am Nachmittag und Frost am frühen Morgen liegen mitunter mehr als 25 Grad Unterschied. Klimatologe Dr. Karsten Brandt warnt deshalb gegenüber "Bild": "Es wird zwar wieder tagsüber Sonnencreme-Wetter geben. Doch man sollte auf die richtige Kleidung achten. Denn die Erkältungsgefahr steigt."

Die gute Nachricht für alle Sonnenanbeter: Diese Schönwetterphase dürfte kein kurzes Gastspiel bleiben. Die Wettermodelle deuten darauf hin, dass der Altweibersommer bis in den Oktober hinein anhält – möglicherweise sogar bis Mitte des Monats. Auch Anfang Oktober werden noch Tageswerte von 20 bis 26 Grad erwartet.

Ab Mitte Oktober droht der große Wettersturz

Doch ewig währt der goldene Herbst nicht. Laut den aktuellen Prognosen zeichnet sich ab der zweiten Oktoberhälfte ein deutlicher Umschwung ab. Die Regenwahrscheinlichkeit steigt dann merklich an, und die Temperaturen gehen spürbar zurück. Auch erster Nachtfrost ist im Oktober bereits möglich.

Gegen Monatsende verdichten sich die Signale für einen regelrechten Wettersturz mit deutlich mehr Niederschlag. Besonders im Norden Deutschlands fällt die Regenneigung dabei höher aus als im Süden.

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor sind die ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen im Mittelmeer. Sie könnten im Herbst heftige Stürme und extreme Regenfälle auslösen, die sich nach Angaben von "The Weather Channel" auch auf das Wetter in Deutschland auswirken könnten. Grundsätzlich gilt für den Oktober also eine klare Zweiteilung: erst warm und trocken, dann mild und nass.

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