Hurrikan "Polo": Meteorologen warnen vor "Monster-Sturm" - Lebensgefahr durch Fluten und Erdrutsche

Vor Mexiko gewinnt Hurrikan "Polo" in rasantem Tempo an Kraft. Inzwischen erreicht der Wirbelsturm bereits Windgeschwindigkeiten von 175 km/h. Das US-Hurrikanzentrum erwartet, dass "Polo" schon am Dienstag die höchste Kategorie 5 erreichen könnte.

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Dieses von der NOAA zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Polo", der sich im Pazifik vor der Küste Mexikos verstärkt. (Foto) Suche
Dieses von der NOAA zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt den Hurrikan "Polo", der sich im Pazifik vor der Küste Mexikos verstärkt. Bild: Uncredited/NOAA/dpa/dpa
  • "Polo" legt dramatisch zu: Der Hurrikan erreichte am Montagabend bereits Windgeschwindigkeiten von 175 km/h und könnte laut NHC am Mittwoch Kategorie 5 erreichen
  • Gefahr für Mexiko: Obwohl der Sturm voraussichtlich offshore bleibt, drohen an der Südwestküste Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche und gefährlicher Wellengang
  • Rekord-Stille im Atlantik: 2026 haben sich dort bereits mehrere Tropenstürme gebildet, aber bislang noch kein einziger Hurrikan

Vor der Pazifikküste im Süden Mexikos braut sich ein gewaltiger Wirbelsturm zusammen. Hurrikan "Polo" befindet sich derzeit noch auf Stufe 1, doch nach Angaben des mexikanischen Wetterdienstes dürfte er in den nächsten Tagen rasant an Stärke zulegen. Bereits am Mittwoch könnte er die höchste Kategorie 5 erreichen – einen sogenannten "Monster-Sturm".

Nach bisherigen Prognosen wird "Polo" zwar voraussichtlich nicht direkt auf die Küste treffen. Dennoch rechnen Meteorologen mit schwerwiegenden Auswirkungen für die Region. Das US-Hurrikanzentrum NHC in Miami warnt bereits vor potenziell tödlichen Überschwemmungen und Erdrutschen entlang der mexikanischen Südwestküste. Auch gefährlich hoher Wellengang wird erwartet.

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Hurrikan "Polo" mutiert zum "Monster-Sturm" – Satellitenbilder zeigen rasante Entwicklung

Am Montagnachmittag Ortszeit befand sich das Zentrum von "Polo" etwa 305 Kilometer südlich des bekannten Badeorts Zihuatanejo. Zu diesem Zeitpunkt erreichte der Wirbelsturm konstante Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern, so das NHC.

Der US-Meteorologe und Hurrikan-Experte Dylan Federico beschrieb die Lage auf der Plattform X als äußerst bedrohlich. Rund um das Auge des Sturms bildeten sich demnach "extrem kalte Wolkenobergrenzen von minus 80 Grad Celsius". Die Satellitenaufnahmen deuteten auf eine hochdynamische Intensivierung hin. "Ich gehe davon aus, dass sich 'Polo' bis morgen früh problemlos zu einem schweren Hurrikan entwickeln wird", erklärte Federico. Das NHC rechne damit, dass der Sturm im Wochenverlauf Kategorie 5 erreiche.

Tödliche Gefahr durch Überschwemmungen

Obwohl "Polo" nach aktuellem Stand nicht direkt auf Land treffen dürfte, gibt das NHC keine Entwarnung. In den kommenden Tagen werde sich das Sturmzentrum in unmittelbarer Nähe der mexikanischen Südwestküste bewegen. Die massiven Regenfälle könnten lebensbedrohliche Überflutungen und Erdrutsche auslösen – besonders in bergigen Regionen sei die Gefahr groß. Zusätzlich müsse mit starkem Wellengang gerechnet werden.

Stürme der Kategorie 5 gelten als die zerstörerischsten Wirbelstürme überhaupt. Zuletzt trug Hurrikan "Melissa" diese Einstufung: Im Oktober 2025 verwüstete er mit Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Stundenkilometern weite Teile Jamaikas und Kubas. Sollte "Polo" tatsächlich diese Stärke erreichen, wäre er der erste "Monster-Sturm" der pazifischen Saison 2026.

Kein einziger Hurrikan im Atlantik

Während sich im Pazifik mit "Polo" ein gewaltiger Wirbelsturm aufbaut, herrscht auf der anderen Seite des Kontinents ungewöhnliche Stille. Seit dem offiziellen Saisonstart am 1. Juni hat sich im Atlantik kein einziger Hurrikan gebildet. Eine derart ruhige Phase gab es mindestens seit 1966 nicht mehr – dem Jahr, in dem die systematische Satellitenüberwachung begann.

Die Ursache dafür ist nach Einschätzung der US-Klimabehörde NOAA ein besonders kräftiges El-Niño-Phänomen. Dieses Klimamuster verändert die atmosphärischen Verhältnisse über dem Atlantik so stark, dass die Entstehung tropischer Wirbelstürme erheblich erschwert wird. Die pazifische Hurrikansaison startete bereits am 15. Mai, beide Saisons enden am 30. November.

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/gom/news.de/dpa/stg

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