Rundfunkgebühren abschaffen?: Darum wollen Deutsche für ARD und ZDF nicht mehr zahlen

So gut wie jeder muss sie zahlen - und so gut wie keiner hat Lust dazu: Die Rundfunkgebühren für die Öffentlich-Rechtlichen sind immer wieder Gegenstand von Streit. Eine Mehrheit der Deutschen will sie nicht mehr zahlen - aus Gründen.

Die Rundfunkgebühren sind vielen Deutschen ein Dorn im Auge. Bild: Arno Burgi/dpa

Das ist nun wirklich keine große Überraschung, sollte in dieser Deutlichkeit den öffentlich-rechtlichen Sendern aber schon mal zu denken geben: Einer aktuellen Umfrage zufolge will eine überragende Mehrheit der Deutschen nicht länger für die Rundfunkanstalten zahlen. Wie "Focus Online" auf Grundlage einer Befragung im INSA-Meinungstrend berichtet, spricht sich nur jeder achte Deutsche (12,6 Prozent) für die Beibehaltung der Rundfunkgebühren aus.

Mehrheit der Deutschen will Rundfunkgebühren als "Zwangsabgabe" abschaffen

Als nicht mehr zeitgemäß stufen hingegen fast sieben von zehn Deutschen die "Zwangsabgabe" ein und plädieren daher für ihre Abschaffung. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Jeder Vierte (24,7 Prozent) stuft die Berichterstattung als nicht neutral ein. Ebenfalls jeder Vierte (24,4 Prozent) meint, die Öffentlich-Rechtlichen sollten sich wie die Privatsender über Werbung finanzieren. Kulturformate mit geringer Reichweite sollte mit einer Bezahloption versehen werden.

"Ventilwächter" gegen Zahlungsverweigerer scharf verurteilt

Nach Parteizugehörigkeit aufgeschlüsselt stammen die meisten GEZ-Gegner aus der Wählerschaft der AfD (81,4 Prozent), der FDP (78,8 Prozent) und der Linken (76,4 Prozent). Dass gegen Zahlungsverweigerer des Öfteren ein sogenannter "Ventilwächter" eingesetzt wird, der für platte Reifen beim Autofahren sorgt, halten sechs von zehn Deutschen (58,6 Prozent) für eine "absolute Unverschämtheit. Demgegenüber findet nur 6,1 Prozent diese Strafmittel gut.

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zij/news.de

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