06.07.2015, 09.08 Uhr

Post-Streik 2015 beendet: Verzögerung bei Zustellung! Verdi und Deutsche Post einigen sich

Am Wochenende konnten sich die Gewerkschaft Verdi und die Deutsche Post im Tarifstreit einigen. Die Ergebnisse der Verhandlungen sowie alle Infos, wann die Deutsche Post zum Normalbetrieb zurückkehrt, finden Sie hier.

Tarifeinigung bei der Post - Streik wird beendet. Bild: Axel Heimken/dpao

Für Postkunden hat das Warten auf verspätete Briefe und Pakete bald ein Ende. Der vierwöchige Dauerstreik soll in der Nacht auf Dienstag um 24.00 Uhr enden. Danach will die Post möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Vor allem im Osten waren viele Sendungen liegen geblieben.

Lesen Sie hier: Post-Streik 2015: Verdi und die Post verhandeln

Post-Streik 2015: Betrieb soll sich in wenigen Tagen normalisieren

Nach dem Ende des Poststreiks in der Nacht von Montag auf Dienstag soll sich die Arbeit im Großteil der Zustellbezirke innerhalb weniger Tage normalisieren. Das kündigte Post-Personalchefin Melanie Kreis nach dem Ende der Tarifverhandlungen am Sonntagabend in Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz) an. Die Auswirkungen seien regional sehr unterschiedlich. "Aber wir setzen alles daran, die Rückstände sehr zeitnah aufzuarbeiten", sagte Kreis der Deutschen Presse-Agentur.

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An dem Streik hatten sich in den vergangenen Wochen täglich um die 30.000 Beschäftigte beteiligt. Millionen Briefe und Pakete blieben jeden Tag liegen, die jetzt Schritt für Schritt zugestellt werden müssen.

Welche Regionen waren besonders vom Post-Streik 2015 betroffen?

Die Post hatte in dem vierwöchigen unbefristeten Streik nie benannt, welche Regionen besonders betroffen waren. Nach Schilderung von Postkunden gab es aber vor allem in Ostdeutschland große Probleme, da dort kaum Beamte für streikende Angestellte einspringen konnten. Berlin und München waren stark betroffen, aber auch beispielsweise im nordrhein-westfälischen Münster blieben Briefe teils zwei Wochen liegen.

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Die Ergebnisse der Verhandlungen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post

Die Post-Beschäftigten erhalten demnach im Oktober 2015 eine Einmalzahlung von 400 Euro, ein Jahr später zwei Prozent mehr Geld und noch ein Jahr später noch einmal 1,7 Prozent mehr.

Den Abschluss lobte die Verhandlungsführerin der Post als "Gesamtpaket, das unseren Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bietet sowie gleichzeitig künftiges Wachstum ermöglicht".

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Deutsche Post zufrieden: Regionalgesellschaften bleiben bestehen

Zentraler Streitpunkt waren neue Regionalgesellschaften im Paketdienst mit schlechterer Bezahlung als der Post-Haustarif. Hiermit konnte sich die Post-Spitze durchsetzen, verpflichtete sich aber zugleich, das Modell nicht auf den wesentlich größeren Briefbereich zu übertragen. In den neuen Paket-Gesellschaften sollten jetzt Tausende neue Stellen entstehen, sagte Kreis. Die Pläne eines Ausbaus von jetzt 6.500 auf 20.000 bis zum Jahr 2020 nannte sie "sehr realistisch".

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räc/bua/news.de/dpa

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