Trojaner Goldeneye: Vorsicht! DIESE ausgeklügelte Ransomware legt Ihren Computer lahm

Ein bisher unbekannter Trojaner befällt zurzeit Computer in ganz Deutschland. Die Schadsoftware "Goldeneye" verschlüsselt die Festplatte seiner Opfer und verhindert damit den Datenzugriff. Das müssen Sie wissen.

Der Trojaner "Goldeneye" verschlüsselt die Festplatte seiner Opfer. Anschließen verlangen die Angreifer ein Lösegeld. Bild: Weissblick/fotolia

Mehrere Personalabteilungen in Deutschland klagen momentan über Attacken durch einen neuen Computervirus. Der Trojaner "Goldeneye" tarnt sich als Excel-Dokument und verschlüsselt den Inhalt der Festplatte seiner Opfer. Um den Zugang zum Rechner wieder freizugeben, fordern die Angreifer ein Lösegeld.

Verschlüsselungs-Trojaner "Goldeneye" in Bewerbungs-E-Mails entdeckt

Die Schadsoftware "Goldeneye" wird aktuell per E-Mail versendet und tarnt sich als ein Bewerbungsschreiben. Laut "heise.de" wird die Malware von einem gewissen "Rolf Drescher" verschickt. Drescher betreibt ein Sicherheitsunternehmen und bietet Nutzern unter anderem Hilfe bei Virenbefall an. Das Unternehmen bestreitet eine Verbindung zu den Vorfällen und geht davon aus, dass es sich um eine gezielte Racheaktion handelt.

Ransomware "Goldeneye" in Excel-Datei verschlüsselt Festplatte der Opfer

Wie "heise.de" weiter berichtet, sei die E-Mail mit dem Schadcode professionell gemacht und in perfektem Deutsch geschrieben. Zudem soll sich der Inhalt auf konkrete Stellenangebote einer Firma beziehen. Im Anhang befinde sich eine Excel-Datei, die die angeblichen Qualifikationen des Pseudo-Bewerbers nachweisen sollen. Öffnet man die Tabelle, installiert der Trojaner weitere Dateien und verschlüsselt anschließend die Festplatte des Opfers. Der Trojaner ähnelt in seinem Vorgehen der Ransomware Locky, die zu Beginn des Jahres Tausende Computer lahm legte.

Virenscanner versagen: So schützen Sie sich vor dem Trojaner "Goldeneye"

Bislang wird "Goldeneye" kaum von gängigen Virenscannern erkannt. Auch die Excel-Datei selbst soll regelmäßig geändert werden, um nicht aufzufallen. Im Zweifel sollte man bei E-Mails von unbekannten Absendern also grundsätzlich misstrauisch sein und keine Dateianhänge öffnen. Aktuell gibt es noch kein Gegenmittel gegen den Trojaner.

Erfahren Sie mehr: So schützen Sie sich vor heimtückischen Hacker-Attacken.

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jat/sam/news.de

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