Mit Technik zum Klogang: Die Inkontinenz-App soll Erleichterung bringen

Der Japaner Atsushi Nakanishi machte sich auf offener Straße in die Hosen. Ein ziemlich peinliches Unterfangen. Aber Nakanishi hatte dadurch eine zündende Geschäftsidee, die für Altersheime und Menschen, die unter Inkontinenz leiden, revolutionär sein dürfte. Nakanishi entwickelte nämlich eine Inkontinenz-App. Diese zeigt an, ob ein baldiger Gang zur Toilette bevorsteht.

Das war ein peinlicher Moment für Atsushi Nakanishi. Der Japaner hat sich auf offener Straße in die Hosen gemacht. Doch glücklicherweise ist Nakanishi nicht vor lauter Scham im Erdboden versunken, sondern ist auf eine ziemlich geniale Idee gekommen: Er hat die Inkontinenz-App erfunden.

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12,6 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter Harninkontinenz. Bild: dpa

Inkontinenz ist ein weitverbreitetes Problem: 12,6 Prozent der Deutschen leiden darunter

Inkontinenz ist ein weitverbreitetes Problem. In Deutschland leben 12,6 Prozent der Bevölkerung mit Harninkontinenz - dann gibt es da noch die Stuhlinkontinenz, unter der auch Nakanishi leidet. Was kann man also für diese Menschen tun? Nakashi fand die Antwort in einem Frühwarnsystem. Seine Entwicklung funktioniert bei Harn- also auch bei Stuhlinkontinenz.

Per Ultraschall soll der Blasenstand oder der Darmfüllstand gemessen werden

Per Ultraschall wird dann zum Beispiel der Blasenstand gemessen. Dazu wird das Messgerät wie ein Gürtel um den Bauch geschnallt oder wird an Unterhose oder Hose angeclippt und schon kann der Fortschritt der Verdauung kontrolliert werden. Die App meldet dann, wie viel Zeit noch bleibt, bis man aufs Klo muss. Unterlegt ist das dann noch mit einer Veranschaulichung des Füllstandes des Darmes oder der Blase. Der Nutzer hat dann Zeit, sich nach der nächstgelegenen Toilette umzusehen.

"D Free" soll auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen zum Einsatz kommen

Aber nicht nur im privaten Gebrauch kann "D Free" eine Erleichterung sein. Bei der Pflege in Altenheimen oder im Krankenhaus könnte das Gerät den Pflegern anzeigen, wann ein Patient aufs Klo muss. Dadurch könnten dann Windeln gespart werden, was eine große finanzielle und ökologische Entlastung wäre.

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Das verspricht "D Free": Für circa 40 Euro für immer windelfrei

Das Gerät ist dabei nur so groß wie eine Streichholzschachtel. Nächstes Jahr soll das Gerät mit dem Namen "D Free" dann auf den Markt kommen und um die 40 Euro kosten. "D" steht hier übrigens für Diaper, das englische Wort für Windel.

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gea/zij/news.de

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