Doping, Bestechung, Korruption: Das sind die größten Sport-Skandale aller Zeiten

In der Welt des Profi-Sports geht es um besonders hervorragende Leistungen. Doch wenn alle Erster sein wollen, wird der Druck oft zu hoch. Die Folge: Massenweise Doping und Bestechungs-Versuche. Wenn die Sache dann ans Licht kommt, kann es ganz schön ungemütlich werden. So wie zur Zeit in der Fifa-Affäre. Grund genug, an die größten Sport-Skandale aller Zeiten zu erinnern.

Der Fifa-Skandal zieht in den letzten Tagen weite Kreise und man stellt sich die Frage: Wie korrupt ist der Sport eigentlich? Nun, er ist sehr korrupt - und das weiß man nicht erst seit Blatter und Co. Auch schon vorher gab es große Skandale im Sport: Doping, Wettbetrug und Bestechung. Wir haben einige der größten Sportskandale zusammengetragen.

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Die größten Sport-Skandale aller Zeiten. Bild: dpa

Die Mutter aller Wettskandale 1919

Der erste große Wettskandal des Sports wurde bereits im Jahr 1919 aufgedeckt. Damals wurden acht Spieler des Chicagoer Baseball-Teams "White Sox" bestochen, damit sie die World Series gegen die "Cincinnati Reds" verlieren. Sie strichen dafür knapp 100.000 US-Dollar ein. Die "Cincinnati Reds" gewannen mit 5:3 und der Betrug kam ans Licht. Die acht Spieler erhielten eine lebenslange Sperre. Vor allem der Ausruf eines kleinen Jungen, ein Fan des "White Sox"-Spielers "Shoeless" Joe Jackson, sorgte dafür, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät. Der Satz "Say it ain't so, Joe" ("Sag, dass das nicht wahr ist, Joe"), ging in die Geschichte ein und markierte den traurigen Ausgangspunkt vieler weiterer Sportskandale.

Der Bundesliga-Skandal 1970/71

In den 1970er Jahren hielt dann Lug und Betrug im Sport auch in Deutschland Einzug. Genauer gesagt: in den Fußball. Es war ein flächendeckender Skandal, in dem viele Spiele und Vereine verwickelt waren, darunter 15 Spieler des Hertha BSC. Raus kam die Geschichte durch den damaligen Präsidenten der Kickers Offenbach, Horst-Gregorio Canellas, der von Schmiergeldern und Spielmanipulationen erzählte. Das Ende vom Lied: Sperren für Spieler und Vereine. Arminia Bielefeld und Offenbach wurden die Lizenzen entzogen.

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zurück Weiter Platz 20: Der Spanier David Silva spielt aktuell für Manchster United und verdient da 17,3 Millionen Dollar (ca. 15,2 Millionen Euro). (Foto) Foto: Peter Powell/dpa Kamera

Die Eiskönigin: Tonya Harding

Kein Verein, aber eine ziemlich mafiöse Einzelhandlung ereignete sich 1994. Die US-Eiskunstläuferin Tonya Harding wollte unbedingt gewinnen und schaltete dafür ihre härteste Konkurrentin aus: Team-Kollegin Nancy Kerrigan. Diese wurde während der US-Meisterschaften von einem Unbekannten mit einer Eisenstange verprügelt und musste ihre Teilnahme aufgeben, da sie Monate wegen einer Knieverletzung ausfiel. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass Harding ihren Ex-Mann beauftragt hatte, die Attacke durchzuführen.

Übrigens: Harding gewann zwar die Meisterschaften, musste ihren Titel aber nach Abschluss der Ermittlungen wieder zurückgeben und bekam dafür zwei Jahre auf Bewährung. Auch bei der Olympiade 1994 durfte sie noch starten, weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren. Doch die Spiele in Lillehammer wurden für sie zum Spießrutenlauf. Die Menschen buhten sie aus und protestierten gegen ihre Teilnahme. Nach ihrer Eiskunstlauf-Karriere versuchte sich Harding als Boxerin und Wrestlerin. Vielleicht konnte sie in diesem Sportarten ihre Aggressionen besser abbauen. Zumindest schlug sie selber zu.

Die Tour de France - Die Doping-Radfahrer

In der Tour de France liebt man das Dopen. Bereits 1924 gab es Gerüchte, dass die Fahrer mit Chloroform und Kokain ihr Leistung steigern wollten. 1998 erreichten die jahrzehntelang schwelenden Vorwürfe traurige Gewissheit. Bei einem Betreuer des erfolgreichen Teams "Festina" wurden unzählige Dopingmittel gefunden. Das Team wurde daraufhin geschlossen von der Tour de France ausgeschlossen. Danach führte die französische Polizei bei den anderen Teams ebenfalls Razzien durch. Aufgrund des General-Verdachts zogen die spanischen Teams ihre Teilnahme zurück und reisten ab. Beim Zieleinlauf in Paris war nicht mal mehr die Hälfte des Starterfeldes dabei. Der Italiener Marco Pantani gewann die Skandal-Tour - und wurde ein Jahr später bei der Giro d'Italia des Dopings überführt. Doch das war nur der Anfang.

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