Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann - 30.05.2015, 08.00 Uhr

Sport ist Mord!: Unglaublich! Die tödlichsten Sportarten aller Zeiten

Wintersport, Basejumping oder doch Freeclimbing? Kaum zu glauben, aber wahr: Die Sportarten mit den meisten Todesopfern können wirklich überraschen. Neben den üblichen Verdächtigen lauert der Tod bei vermeintlich harmlosen Vergnügungen... beim Kegeln sollten Sie künftig vorsichtig sein.

Ein Flug im Wingsuit fordert jährlich viele Todesopfer. Bild: Picture Alliance/dpa

Erst vor wenigen Tagen wurde erneut ein Todesfall im Sport bekannt: Extremsportler Dean Potter verunglückte bei einem Base-Jump. Der Profikletterer wurde nur 43 Jahre alt.

Nicht umsonst heißt es "Sport ist Mord". Dabei muss man allerdings unterscheiden zwischen gefährlichen und tödlichen Sportarten. Die gefährlichsten Sportarten sind nämlich Fußball und American Football. Statistisch gesehen sind Footballer die Sportler mit den meisten Arztbesuchen. Und welcher Fußballer überlebt schon eine komplette Saison so ganz ohne Blessuren?

Sport ist Mord, vor allem in den Bergen: Wandern, Freeclimbing und Wintersport fordern jährlich Todesopfer

Dennoch sind diese Sportarten nicht tödlich. Denn der Tod lauert vor allem in der Höhe: In der Schweiz verunfallt jeden zweiten Tag eine Person beim Sporttreiben tödlich, wie der "Tagesanzeiger" berichtet. Viele Tote gibt es beim Bergsport: Jährlich sterbenallein in der Schweiz durchschnittlich 83 Menschen beim Wandern, Bergsteigen und anderen Sportarten in der Höhe.

Zahlreiche Todesopfer fordern auch die vielen Sportarten, die im Wasser und im Schnee betrieben werden. Im Jahr 2013 ertranken in Deutschland 446 Menschen. Mit rund 30 Todesfällen pro Saison ist die Zahl der Wintersportopfer in Österreich leicht zurückgegangen.

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Überraschend: Angeln ist tödlich. Bild: Picture Alliance/dpa

Die Gefahr im Alltag: Tote bei Sportarten wie Jogging, Angeln, Fußball

Interessanterweise überleben viele Menschen typische Alltags-Sportarten nicht. Dem Portal "statista" zufolge ereigneten sich die meisten Todesfälle im Sport in Deutschland zwischen 1972 und 2009 beim Jogging, Radfahren, Golf, Angeln und Kegeln (kein Witz!). Der Kick zum Feierabend trägt demnach am effektivsten zur Ausrottung der Spezies Mensch bei. Hierbei ist die Menge der Todesopfer jedoch auf Vorerkrankungen des Herzens oder auf Erschöpfung zurückzuführen. Was typische Rentnersportarten wie Golf angeht - hier liegt die hohe Sterberate schlichtweg am Alter der Sportler. Beim Angeln werden die Aktiven auch nicht etwa durch die Rute oder gefräßige Fische getötet. Meist fallen Angler ins Wasser und ertrinken, nicht selten ist dabei eine erhebliche Menge Alkohol im Spiel.

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Unter den tödlichsten Sportarten befinden sich mitnichten die üblichen Verdächtigen wie Motorsport, Fallschirmspringen oder Sportschießen. Da diese Aktivitäten zweifellos sehr gefährlich sind, gelten hier höchste Sicherheitsstandards, was schlimme Unfälle schon im Vorfeld verhindert. Beim Fallschirmsport erwischt es in Deutschland (bei 300.000 Sprüngen!) höchstens zehn Leute im Jahr.

Extremsport: Nicht umsonst so genannt! Viele überleben den Adrenalinkick nicht

Richtig lebensbedrohlich wird's erst bei Extremsportarten. Dabei führt der kleinste Fehltritt nämlich nicht nur zum Beinbruch oder einer Verstauchung - sondern ohne Umwege ins Verderben. Es heißt nicht umsonst "Extrem"-Sport. Die Bedingungen beim Basejumping, Big-Wave Surfen und Freeclimbing erlauben keinen Schnitzer. Dem Basejumping fiel neben Sportler Dean Potter beispielsweise auch der spanische TV-Koch Dario Barrio zum Opfer. Bis zum Jahr 2013 wagten erst knapp 1000 Menschen einen Flug im sogenannten Wingsuit, einem fledermausartigen Anzug. 50 davon überlebten den Sprung nicht.

FOTOS: Abenteurer unter sich Die Gefahr reist immer mit

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