Ex-Domina packt aus
Blowjob reicht nicht! So extrem sind deutsche Männer beim Sex

Eine ehemalige Berliner Domina geht auf die Barrikaden: Deutsche Männer würden beim Sex immer extremer werden, zunehmend stünde die Erniedrigung der Frau im Mittelpunkt und der Wunsch, diese leiden zu sehen. Der Porno-Industrie gibt die Ex-Sexarbeiterin eine Mitschuld an der Eskalation. Doch was ist dran an den Behauptungen?

Die ehemalige Domina und Sex-Arbeiterin Karolina Leppert (hier links im Bild, zusammen mit der Theaterregisseurin Julia Roesler) beklagt einen zunehmenden Sittenverfall des männlichen Geschlechts wenn es um's Thema Sex geht. Bild: dpa

Männer werden durch den unbegrenzten Konsum teils harter Pornos im Internet auch beim Sex im wirklichen Leben immer respektloser. Dies behauptet zumindest die 70-jährige Ex-Domina Karolina Leppert gegenüber dem "Berliner Kurier" - und wünscht sich deutlich "mehr Respekt" vom anderen Geschlecht.

Leppert arbeitete mehr als 15 Jahre lang unter dem Namen "Vera" als Domina und hat nun ein Buch über diese Zeit geschrieben: Es trägt den Titel "Männermanieren. Standpauke aus dem Rotlichtmilieu" und wird am Samstag, den 27. Februar 2016, in die Läden kommen.

Ex-Domina: Männer wollen statt Oralsex gleich einen Deep Throat

Der Zeitung sagte Leppert jetzt, Freier würden heutzutage Dinge verlangen, für die sie früher sofort wieder des Etablissements verwiesen worden wären:

"Die schauen einfach zu viele Pornos und denken dann, was da passiert, wäre völlig normal. Die verlangen statt Safer Sex, es ohne Kondom zu tun und statt Oralsex gleich einen Deep Throat", so die 70-Jährige, die auch für die Prostituiertenberatungsstelle "Hydra" in Berlin tätig ist. Bei einem "Deep Throat" wird der Penis des Mannes bis in den Rachen der Frau geschoben, häufig ruft dies Würgereflexe hervor.

Können sich die Freier in den Bordellen nicht mehr benehmen?

Ein "Nein" würden immer weniger Männer akzeptieren. Sie würden häufig versuchen, "die Nöte der Frauen auszunutzen, besonders wenn diese das Geld brauchen." Der neue Standard scheine zu sein: "Je schmerzhafter und unangenehmer für die Frau, desto besser", empört sich Leppert gegenüber dem "Berliner Kurier".

Penetration bis zur Bewusstlosigkeit

Doch auch über umgekehrte Fälle kann die Ex-Domina genug erzählen, sei es ein Mann, der "in die Genitalien" getreten bekommen will oder einer, der sich wünscht, von "einem umgeschnallten Dildo penetriert" zu werden - Karolina Leppert hat vermutlich zu jeder denkbaren Situation eine Anekdote bereit.

Allerdings scheinen sich die beiden letztgenannten Freier - ob gewollt oder ungewollt - mit ihren Wünschen ein Eigentor geschossen zu haben: Leppert erledigte ihren Job nach eigener Auskunft derart gut, dass beide Männer während der Praktiken in Ohnmacht fielen.

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lid/boi/news.de

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