Sternschnuppen im November 2017: Magische Leoniden erleuchten wieder den Nachthimmel

Hobbyastronomen dürfen sich auf einen zauberhaften November freuen: Neben den Sternschnuppen des Leonidenstroms warten noch einige andere Highlights am Himmel. Alle Infos zu den besten Beobachtungszeiten erfahren Sie hier.

Im November erreicht der Meteorstrom der Leoniden seinen Höhepunkt. Bild: dpa

Im November 2017 dürfen sich Hobbyastronomen auf einige Highlights am dunklen Herbsthimmel freuen. Zum einen sorgt der Meteorstrom der Leoniden für ein galaktisches Spektakel und zum anderen zeigen sich die ersten Wintersternbilder am Firmament.

Leoniden im Oktober 2017: 20 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel

Vom 12. bis zum 29. November 2017 leuchten die Sternschnuppen des Leonidenstroms am Himmel auf. Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Daher auch der Name der Sternschnuppen. Das Maximum ist in diesem Jahr in der Nacht vom 17. auf 18. zu erwarten. Leider sind in diesem Jahr nur bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar. Die günstigste Zeit für die Beobachtung der Leoniden sind die Stunden der zweiten Nachthälfte.

Die Leoniden sind übrigens abgesprengte Stücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. In manchen Jahren waren die Leoniden besonders auffällig mit mehreren hundert Sternschnuppen pro Stunde. Dies ist im Mittel alle 33 Jahre der Fall, wenn die Erde mit dem Zentrum der Leonidentrümmerwolke kollidiert. In diesem Jahr ist das leider nicht so.

Vollmond im November 2017: Schneemond als Vorbote des Winters

Der Erdtrabant erreicht am 04.11.2017 seine Vollmondphase um exakt 6.23 Uhr. Zwei Tage später kommt der Mond mit 361.440 Kilometern Distanz in Erdnähe, während ihn am 21. in den Abendstunden in Erdferne 406.130 Kilometer von uns trennen. Neumond tritt am 18. November um 12.42 Uhr ein.

Jeder Vollmond hat übrigens seinen ganz eigenen Namen. Der Mond im November heißt beispielsweise Jägermond, Bibermond, aber auch Schneemond. Ob der Mond in diesem Jahr etwa in einem eiskalten Weiß erstrahlen wird?

Saturn, Venus und Mars: Diese Planeten verabschieden sich

Im November kann der Saturn noch am frühen Abendhimmel tief im Südwesten gesehen werden. Um die Monatsmitte wird der Ringplanet allerdings für das Auge unsichtbar. Geht er zu Monatsbeginn noch eine Viertelstunde nach 19 Uhr unter, so sinkt er Ende November bereits um halb sechs Uhr abends unter die südwestliche Horizontlinie. Damit bleibt der Sternenhimmel in der ersten Nachthälfte ohne helle Planeten. Am Morgenhimmel gibt Venus ihre Abschiedsvorstellung. Auch Mars kann noch am Morgenhimmel gesehen werden. Er erscheint gegen 4 Uhr am Osthorizont, während Venus und Jupiter erst zwischen 6 und 7 Uhr morgens gut zu beobachten sind.

Am 16. können Sternfans gegen 6.30 Uhr einen netten Anblick genießen. Dann gesellt sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade von Mars, Jupiter und Venus.

Sommerdreieck verschwindet, Wintersternbilder tauchen auf

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit zeigt sich am Westhimmel noch das Sommerdreieck. Es setzt sich aus den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammen. Gegen 22 Uhr sind im Osten und Südosten bereits die ersten Wintersternbilder zu sehen: Orion, Stier und Zwillinge.

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bua/kns/news.de/dpa

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