Von news.de-Redakteur Jan Grundmann - 19.07.2011, 10.28 Uhr

Sodomie: Ein übergroßes Herz für Tiere

Eine Hamburgerin ist entsetzt: Ihr Pferd Tosan wurde von einem Mann im Frack missbraucht. Dabei ist Sodomie in vielen Ländern nicht mal verboten. In den USA heiraten Menschen ihre Stuten, in Deutschland schläft ein Viertel der Haustiere mit im Bett. Wann also wird Tierliebe abnormal?

Pferde traben auf einer Wiese in Schwaben. Die menschliche Tierliebe hat eine enorme Bandbreite, wie ein Sodomie-Fall in Hamburg zeigt   Bild: dpa

«Ein Mann im Frack hat mein Pferd missbraucht», klagt Besitzerin Anna B. an. Die Hamburgerin wandte sich zunächst per Aufruf und später Für Tiere gibt es Wellness-Hotels, sie können Psychotherapien belegen und mit in den Sommerurlaub nach Spanien fahren. Es gibt Hunde-Modelabels, die bis zu acht Kollektionen pro Jahr rausbringen, es gibt Hundebetten mit Swarowski-Kristallen.

Der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch spricht deshalb von einer generellen «sodomistischen Lebenspartnerschaft» zwischen Haustieren und Menschen und prophezeit, dass die in zwei, drei Generationen rechtskräftig werden könnte. Er stellt einen bedenklichen Vergleich auf: Gesetzlich würden einem Hund im Zwinger neun Quadratmeter Fläche zustehen. Für einen Asylbewerber seien es im Durchschnitt fünf.

FOTOS: Gemischte Tiere Ziesel, Liger und Schiege
zurück Weiter Zonkey (Foto) Foto: CreativeCommonsLicensed/Flickr/Chris_Hertel Kamera

beu/news.de

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