Von news.de-Redakteurin Franziska Obst - 08.02.2014, 09.00 Uhr

Kampf ums Überleben: Nach dem Joint kommt die Heroin-Spritze im Arm

Erst leichte Drogen, dann die harten Sachen und schließlich Dealer: Drogen-Geschichten verlaufen immer ähnlich. Stefano Corsi war 16 Jahre alt, als die Drogensucht begann, sein Leben zu bestimmen. Erst die Diagnose Hepatitis C rüttelt ihn wach und veranlasst ihn dazu, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Kaum ein Junkie würde wohl zugeben, dass er es darauf angelegt hat, drogenabhängig zu werden. Für viele Jugendliche ist es die Neugier und der Kick, etwas Verbotenes auszuprobieren. Sie wollen einfach wissen, wie es sich anfühlt, Heroin, LSD und Co. zu konsumieren. So erging es auch Stefano Corsi.

Erst ein Joint und später die Heroin-Spritze im Arm

Doch für ihn blieb es nicht bei einem Joint. Auch sein eigentlich geordnetes soziales Umfeld kann den Abrutsch in die Drogensucht nicht verhindern. Ein Umzug bringt den Stein mehr oder weniger ins Rollen. Er geht nicht mehr regelmäßig zum Sport und vernachlässigt die Schule. Die Drogen werden für Stefano Corsi zum Allheilmittel. Gras, Alkohol, Heroin und andere harte Substanzen bestimmen sein Leben.

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Durch Zufall stellen die Ärzte eines Tages fest, dass Stefano sich mit Hepatitis C infiziert hat. Er muss sich einer Therapie unterziehen, um sein Leben zu retten. Drogen sind dabei absolut tabu. Seine ergreifende Geschichte hat der Ex-Junkie und -Dealer nun aufgeschrieben.

Lesen Sie exklusiv bei news.de einen Auszug aus Stefano Corsis «Pech im Glück»:

«Als die Nadel meiner Vene immer näher rückte, fing mein Herz plötzlich an, wie wild zu rasen. Es gab noch ein Zurück, aber ich wollte diesen einmaligen Moment genießen. Die Nadel tauchte in meinen Arm ein und er zog die Spritze ein bisschen auf, damit er sehen konnte, ob er in der Vene war. Mein Blut zeigte mir einen wunderschönen Tanz mit dem Heroin. Es war einfach traumhaft anzusehen.

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Langsam drückte er das nun eher rot wirkende Gift in meine Ader. Ich merkte es sofort. Es wurde mir zunächst leicht schwindelig und mein Körper bekam eine kräftige Hitzewallung verabreicht. Was für ein Gefühl! Als er die Spritze wieder aus meinem Arm nahm, stand ich auf, hob meinen Arm hoch und drückte die gerade zerstochene Stelle ab. Doch das konnte ich nicht lange aushalten und musste mich gleich wieder hinsetzen, da mir leicht schwindelig wurde. Ich hatte es nun getan. Das, was ich niemals anrühren wollte, schwamm nun mit meinen roten und weißen Blutkörperchen. Ich sagte mir, einmal und nie wieder.»

Aus eigener Kraft der Hölle entkommen

Für den Autor Stefano Corsi war dieses Buch eine Therapie. Durch das Aufschreiben seiner Erfahrungen hat er es geschafft, seine Vergangenheit zu verstehen und damit abzuschließen.

Gleichzeitig schafft er es, den Leser mitzunehmen, auf diesen schweren Weg und auch ihn diese Drogenhölle durchleben zu lassen.

Hier können Sie «Pech im Glück» direkt bestellen!

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Autor: Stefano Corsi
Titel: «Pech im Glück»
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Umfang: 224 Seiten
Preis: 9,95 Euro

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zij/news.de

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