Heuschnupfen behandeln: Pollenallergie-Symptome lindern - Helfen DIESE Hausmittel wirklich?

Jedes Frühjahr werden Heuschnupfen-Allergiker erneut von herumfliegenden Pollen geplagt. Der Gang zur Apotheke und zum Arzt ist unvermeidlich - oder etwa nicht? Honig soll ein Hausmittel zur Desensibilisierung sein. Was ist dran?

Der Pollenflug im Frühling und Sommer macht jedes Jahr Heuschnupfen-Allergikern zu schaffen. Bild: dpa

Jedes Frühjahr beginnt das Elend von Neuem. Während sich die meisten über blühende Beete und ausschlagende Bäume freuen, reagieren Heuschnupfen-Allergiker angesichts des massiven Pollenflugs eher panisch und gereizt. Kein Wunder bei geröteten Augen, laufender Nase und Niesattacken durch herumfliegende Pollen. Wer aber lieber auf Augentropfen und Nasensprays aus der Apotheke verzichten möchte, kann auftretende Beschwerden auch mit Hausmitteln lindern, oder?

Helfen gegen Heuschnupfen nur Medikamente oder auch Hausmittel?

Um Heuschnupfengeplagten in Frühjahr und Sommer Linderung zu verschaffen, gibt es jede Menge Abhilfe aus der Apotheke egal in welcher Form, ob Pillen, Augentropfen oder Nasenspray. Sie enthalten Wirkstoffe, die die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen verhindern sollen, etwa Cetirizin, Loratadin, Azelastin oder Cromoglicinsäure. Doch nicht alle Pollenallergiker wollen auf die pharmazeutische Keule zurückgreifen, einige vertragen die Antihistaminika nicht besonders gut und bei anderen helfen sie nur bedingt. Doch einige Hausmittel sollen das schaffen, was die Medizin offensichtlich nicht vermag. Honig löffeln zum Beispiel ist immer wieder ein Vorschlag, den Pollenallergiker zu hören bekommen.

Ist bei Pollenallergie eine Desensibilisierung mit Honig möglich?

Eigentlich klingt es logisch: Da Honig Blütenstaub enthält, könne die enthaltene Dosis an Pollen das Immunsystem trainieren - im Prinzip wäre das eine abgewandelte Hyposensibilisierung. Nur dass man statt einer Tablette täglich einen Löffel Honig isst. Ganz so einfach ist es dann aber nicht. Denn es gibt keinerlei Studien, die eine derartige Wirkung nahelegen oder gar bestätigen. Mediziner sind dagegen eher kritisch und halten eine Desensibilisierung mit Honig für unwahrscheinlich. Doch es gibt auch Befürworter. Ihnen zufolge dürfe der Honig aber nur von Bienen aus der Region stammen, wie "wdr.de" berichtet. Der Pollengehalt sei viel zu niedrig dafür - laut dem "Honig-Verband" finden sich 0,1 Prozent Pollen Gesamtanteil im Honig. Viel wahrscheinlicher sei eine allergische Reaktion, zumal Honig durch die Pollen eher eine Allergenquelle ist. Heuschnupfen-Allergiker sollten also lieber vorsichtig sein.

Dieses Hausmittel kann bei Heuschnupfen Linderung verschaffen

Und wie sieht es mit einer Kochsalz-Nasenspülung als Alternative zu Nasensprays aus? Sie kann immerhin Linderung verschaffen, werden doch dadurch die Pollen von den Schleimhäuten gespült und aus der Nase befördert. Allerdings ist der Effekt nur vorübergehend. Das gilt ebenfalls für Dampfbäder mit Kochsalz oder auch mit Dill- und Fenchelöl, die die Schleimhäute beruhigen, Schleim lösen und den Juckreiz lindern. Wer aber lieber auf Nummer sicher gehen will oder unter starken allergischen Symptomen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen beziehungsweise sich in der Apotheke über Medikamente gegen Heuschnupfen informieren.

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kad/loc/news.de

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