18.01.2017, 15.14 Uhr

Frühstück weglassen oder nicht?: Forscher warnt: "Frühstücken so gefährlich wie Rauchen"

Einige schwören darauf zu frühstücken, um fit und gesund zu bleiben. Terence Kealey, selbst Diabetiker, hingegen rät jedem, morgens nichts zu essen. Er geht sogar noch weiter und behauptet, Frühstücken sei so schlimm wie Rauchen.

Das Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages? Ernährungsexperten sind da längst anderer Meinung. Bild: karepa - Fotolia.com

Manchen Menschen reicht ein Kaffee, andere gehen ohne ein ausgiebiges Frühstück nicht aus dem Haus. Schließlich heißt es doch: Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann. Doch schenkt man Buchautor Terence Kealey Glauben, dann könnte uns das Frühstücken irgendwann alle umbringen.

Terence Kealey ist überzeugt: Ohne Frühstück lebt es sich besser

In seinem neuen Werk "Breakfast is a Dangerous Meal" ist der Name Programm: Der Biochemiker stellt darin die Theorie auf, dass jeder Mensch ohne Frühstück viel gesünder lebe. Wie er darauf kommt? Laut einem Bericht der "Welt" wurde bei dem 64-Jährigen vor acht Jahren Diabetes 2 diagnostiziert.

Um seinen Blutzuckerspiegel zu senken, ließ Kealey das Frühstück weg und stellte fest: Sein Blutzuckerlevel sank nicht nur, sondern erhöhte sich auch nach den anderen Mahlzeiten des Tages nicht. Doch nicht nur Diabetikern rät er deshalb, auf die morgendliche Mahlzeit zu verzichten.

"Frühstücken ist genauso gefährlich wie Rauchen"

Weil das Frühstück das sogenannte metabolische Syndrom fördere, könne es langfristig die Arterien schädigen, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und eben Diabetes begünstigen. Kealey ist sicher daher sicher: "In 10 Jahren wird, dank meines Buches, Frühstücken sozial genauso geächtet sein wie Rauchen - und jeder wird wissen, dass es genauso gefährlich ist."

Ganz so drastisch sehen es Ernährungsexperten nicht, doch auch sie raten mitunter dazu, auf das Frühstück zu verzichten. Zum einen, weil es für viele die ungesündeste Mahlzeit des Tages ist und aus zuckerhaltigen, industriell verarbeiteten Lebensmittel besteht.

FOTOS: Gwyneth Paltrow, Justin Timberlake & Co. So lecker frühstücken die Stars
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Weglassen, ja oder nein? Das sagen Ernährungsexperten

Zum anderen, weil Studien gezeigt haben, dass es sich durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken kann, längere Essenspausen einzulegen und intermittierend zu fasten. Dabei liegen zwischen den einzelnen Mahlzeiten sechs Stunden bis hin zu mehreren Tagen, was bei Probanden zu verbesserten Blutwerten und Abnehmerfolgen führte.

Wer sich allerdings mit dem Gedanken, gar nichts zu frühstücken, nicht anfreunden kann, sollte sich auch nicht dazu zwingen, dann aber auf möglichst gesunde Kost zurückgreifen. Auch Kinder sollten das Frühstück nicht auslassen. Für den Rest gilt: Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück nicht. Man kann also Mut zur Lücke haben.

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zij/koj/news.de

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