22.07.2015, 12.26 Uhr

Viel trinken in Sommer: Kann Mineralwasser schlecht werden?

An heißen Tagen lautet die oberste Devise: Viel trinken! Doch wie lange ist Wasser in der prallen Sonne eigentlich haltbar? Kann es schlecht werden? Und welchen Einfluss hat das Behältnis auf die Genießbarkeit? Hier gibt es Antworten.

Im Sommer ist es besonders wichtig, viel zu trinken - am besten Wasser, das erfrischt und ist gesund. Doch gerade an heißen Tagen, die die Verderblichkeit von Lebensmitteln bei falscher Aufbewahrung in die Höhe schnellen lassen, stellt sich unweigerlich die Frage: Kann Mineralwasser eigentlich schlecht werden?

Haltbarkeit von Mineralwasser: Darum verändert sich der Geschmack

Wer kennt das nicht: Steht ein Wasserglas oder eine geöffnete Flasche längere Zeit herum, schmeckt das Wasser daraus längst nicht mehr so erfrischend, wie es sollte. Das ist eklig, keine Frage, krank macht es uns aber nicht. Wie "Welt Online" erklärt, enthalte Wasser keine Stoffe, die verrotten, verschlimmeln oder vergären könnten.

Allerdings sinke der pH-Wert des Wassers, wenn es in einem geöffneten Behälter aufbewahrt wird. Die Folge: Es schmeckt säuerlicher. Zudem haben dem Bericht zufolge Bakterien leichtes Spiel. Ganz zu schweigen von Staub- und Schmutzpartikeln, die es sich auf offenen Wassergläsern nur allzu gern gemütlich machen. Hier heißt es also: Schnell austrinken!

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Bei Wasser aus Plastikflaschen ist Vorsicht geboten. Bild: winston - Fotolia.com

Glas- vs. Plastikflaschen: Chemikalien können ins Wasser übergehen

Etwas anders verhält es sich mit Wasserflaschen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (in der Regel zwei Jahre) ist kein Verfallsdatum. Insbesondere Wasser aus Glasflaschen sei nahezu unbegrenzt haltbar. Bei Plastikflaschen könne bei zu langer Lagerung hingegen Kohlensäure entweichen und Sauerstoff eindringen, was zur Verunreinigung führt.

Das ist nicht gefährlich, aber auch nicht sonderlich appetitlich, denn der Geschmack ändert sich. Viel bedenklicher sei allerdings, dass der Kunststoff der Flasche das Wasser verunreinigen kann. Unter Hitze und UV-Strahlung steige die Wahrscheinlichkeit, dass bedenkliche Chemikalien ins Wasser übergehen, zusätzlich an.

Auf Nummer sicher gehen - mit Glasflaschen und Wasserglas

Experten streiten zwar darüber, inwieweit die Belastung gesetzliche Grenzwerte überschreitet und zur Gesundheitsgefahr wird. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Wasser in Glasflaschen - und trinkt das Wasser nicht direkt aus der Flasche, sondern aus dem Glas. Sonst wird der Flaschenhals und damit schnell auch das Wasser zur Bakterienschleuder.

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zij/news.de

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