Prinz William: William-Entscheidung sorgt für Entsetzen – sogar Papa Charles soll verärgert sein

Prinz William löst mit seinen Verkaufsplänen einen royalen Wut-Sturm aus. Verzweifelte Pächter fürchten um ihre Höfe und Häuser. Jetzt muss der Thronfolger zurückrudern – und König Charles soll ebenfalls mächtig sauer sein.

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Royaler Ärger in Devon – William muss sich wegen Verkaufsplänen rechtfertigen. (Foto) Suche
Royaler Ärger in Devon – William muss sich wegen Verkaufsplänen rechtfertigen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Dominic Lipinski
  • Prinz William will rund ein Fünftel des Landbesitzes des Duchy of Cornwall veräußern
  • Pächter in Devon fürchten, ihre Höfe und Häuser zu verlieren
  • Nach der Empörung verspricht das Herzogtum neue unabhängige Immobilienbewertungen

Prinz William wollte mit seinem Erbe offenbar neue Prioritäten setzen – doch seine Pläne haben für einen royalen Aufschrei gesorgt. Statt Begeisterung erntet der Thronfolger heftige Kritik: Zahlreiche Pächter auf einem Anwesen in der englischen Grafschaft Devon fürchten um ihre Existenz. Nun muss William reagieren. Der Royal schaltet sich persönlich ein, ein wichtiger Mitarbeiter entschuldigt sich bei den Betroffenen.

Prinz William sorgt mit Verkaufsplänen für Ärger

Als König Charles III. den britischen Thron bestieg, ging das Duchy of Cornwall automatisch an seinen ältesten Sohn über. Doch William verfolgt mit dem traditionsreichen Besitz eigene Pläne: Rund ein Fünftel der Ländereien soll verkauft werden, um die Erlöse anderweitig zu investieren.

Besonders auf dem rund 3.000 Acres großen Anwesen in Bradninch in Devon sorgt das Vorhaben für Unmut. Zwar wurde den Pächtern ein Vorkaufsrecht für ihre Höfe und Wohnhäuser eingeräumt. Doch viele können sich den Erwerb schlicht nicht leisten.

Zusätzlich stehen die Immobilienbewertungen in der Kritik. Betroffene werfen dem Herzogtum vor, die Grundstücke und Gebäude deutlich zu hoch angesetzt zu haben. Auch Investitionen, die sie über Jahre selbst in ihre Höfe gesteckt haben, seien bei den Bewertungen nicht ausreichend berücksichtigt worden.

William greift ein – Landdirektor entschuldigt sich

Die wachsende Empörung blieb offenbar auch William nicht verborgen. Wie der "Observer" berichtet, war der Prinz von Wales "nicht glücklich", als er von den Berichten über den Unmut der Pächter erfuhr. Er kontaktierte daraufhin Matthew Morris, den Landdirektor des Herzogtums, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Morris reiste vergangene Woche nach Bradninch, traf die betroffenen Pächter und bat um Entschuldigung. Dabei räumte er laut "Observer" ein, den zeitlichen Aufwand für den Verkauf eines derart umfangreichen Landbesitzes unterschätzt zu haben.

Jetzt soll es Konsequenzen geben: Das Herzogtum will neue unabhängige Gutachten in Auftrag geben. Sowohl die Pächter als auch das Duchy of Cornwall sollen die Bewertungen gemeinsam beauftragen. Außerdem sollen selbst finanzierte Verbesserungen an den Höfen künftig stärker berücksichtigt werden.

Ein Pächter bezeichnete die Zusagen gegenüber dem "Observer" zwar als beruhigend, machte aber deutlich, dass nun Taten folgen müssten.

Heuchelei-Vorwurf gegen den Thronfolger - auch König Charlessoll alles andere als begeistert sein

Besonders brisant: Ein Pächter wirft William Doppelmoral vor. Es sei scheinheilig, mit den Verkaufserlösen Projekte gegen Obdachlosigkeit zu finanzieren, während gleichzeitig Familien im ländlichen Devon Gefahr liefen, ihre Heimat zu verlieren.

Auch innerhalb der Königsfamilie soll die Entscheidung für Unmut sorgen. König Charles III. soll mit der Verkaufsstrategie seines Sohnes unzufrieden sein, wie der "Express" berichtet. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

Der Monarch hatte das Duchy of Cornwall jahrzehntelang selbst verwaltet und pflegte eine enge Verbindung zu den Menschen auf dem Anwesen. Die angebliche Kritik seines Vaters dürfte für William zusätzlichen Druck bedeuten.

Vorkaufsrecht für Pächter – doch die Sorgen bleiben

Das Herzogtum betont unterdessen, allen Pächtern ein Vorkaufsrecht für ihre Häuser und Höfe einzuräumen. Dabei sollen Nachlässe berücksichtigt werden, die sich nach der Dauer des Pachtverhältnisses, der Art der Nutzung und den eigenen Investitionen richten.

Ein Sprecher des Herzogtums erklärte gegenüber dem "Observer": "Wir erkennen an, dass es sich um wichtige und zutiefst persönliche Entscheidungen handelt". Jeder Pächter werde individuell begleitet. Dazu gehörten praktische Beratung, unabhängige Unterstützung für die psychische Gesundheit und fortlaufende Gespräche über mögliche Lösungen.

Doch ob die neuen Bewertungen tatsächlich zu bezahlbaren Kaufangeboten führen, muss sich erst noch zeigen. Für die betroffenen Familien steht schließlich weit mehr auf dem Spiel als ein Immobiliengeschäft: Es geht um ihre Heimat.

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