Marius Borg Høiby: Geheimer Zeuge könnte alles verändern – Sohn von Mette-Marit hofft auf Freilassung

Marius Borg Høiby hofft auf ein Ende seiner strengen Überwachung. Vor Gericht kämpft der Sohn von Königin Mette-Marit um seine Freilassung. Ein geheimer Zeuge könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

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Marius Borg Høiby hofft auf Freilassung: Geheimer Zeuge könnte für überraschende Wende sorgen Bild: picture alliance/dpa/NTB Scanpix/AP | Heiko Junge
  • Marius Borg Høiby wehrt sich gegen eine weitere Verlängerung seiner Untersuchungshaft
  • Ein bislang unbekannter Zeuge soll am 2. November vor dem Osloer Gericht aussagen
  • Nach seiner Verurteilung zu vier Jahren Haft steht im Februar 2027 die Berufungsverhandlung an

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Für Marius Borg Høiby steht eine wichtige Entscheidung bevor. Der Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit möchte die Untersuchungshaft beenden und setzt dabei offenbar auf eine bislang unbekannte Person. Vor dem Amtsgericht in Oslo soll am 2. November über seinen weiteren Verbleib entschieden werden. Seine Verteidigung kämpft gegen eine Verlängerung der Haft und erhofft sich Unterstützung durch die Aussage eines geheim gehaltenen Zeugen.

Verteidigung stellt Antrag auf Haftentlassung

Seit Februar 2026 befindet sich Marius Borg Høiby in Untersuchungshaft beziehungsweise unter strengen behördlichen Auflagen. Die Staatsanwaltschaft möchte die bestehenden Einschränkungen um weitere vier Wochen verlängern. Sie begründet ihren Antrag mit der Sorge, dass der 29-Jährige erneut Straftaten begehen könnte.

Seine Anwälte sehen dafür hingegen keine ausreichende rechtliche Grundlage. Wie Verteidiger Alexander Greaker gegenüber der norwegischen Zeitung "VG" erklärte, sei eine Fortsetzung der Maßnahmen aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt. Nachdem Marius zwei vorherige Verlängerungen akzeptiert hatte, geht seine Verteidigung nun erstmals ausdrücklich dagegen vor.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei ein bislang unbekannter Zeuge erhalten. Dieser soll laut "Bunte" bei der Anhörung am Montag aussagen. Wer die betreffende Person ist und welche Informationen sie vorbringen könnte, hält die Verteidigung bislang unter Verschluss. Anwalt Greaker wollte dem norwegischen Sender NRK keine näheren Einzelheiten nennen.

Aussage soll offenbar hinter verschlossenen Türen erfolgen

Die Anwälte möchten erreichen, dass die Aussage nicht öffentlich verhandelt wird. Ob das Gericht diesem Wunsch entspricht, ist noch nicht bekannt. Welche Bedeutung die Angaben des Zeugen für die Entscheidung über die weitere Unterbringung haben, dürfte sich somit erst beim Gerichtstermin zeigen.

Auch Marius selbst möchte zu Wort kommen. Nach Angaben seines Verteidigers leidet der 29-Jährige stärker unter den Einschränkungen, als bislang öffentlich bekannt geworden ist. Er soll dem Gericht persönlich schildern, wie sehr die Situation seinen Alltag belastet.

Strenge Auflagen auf dem Anwesen Skaugum

Seit dem 13. Juli lebt der Sohn von Mette-Marit nicht mehr in einem Gefängnis in Oslo, sondern auf dem königlichen Anwesen Skaugum. Dort bewohnt er ein separates Haus, während seine Mutter und König Haakon im Hauptgebäude wohnen. Von einem normalen Leben kann allerdings keine Rede sein. Eine elektronische Fußfessel überwacht seine Bewegungen. Er darf sich grundsätzlich nur innerhalb seines Wohnhauses und auf der Terrasse aufhalten. Für bestimmte Aktivitäten wie Arztbesuche, Arbeit oder Ausbildung benötigt er eine Genehmigung. Auch Besuche bei seiner Mutter sind unter festgelegten Bedingungen möglich.
Zusätzlich muss Marius regelmäßige Gespräche mit einer Spezialeinheit der Polizei wahrnehmen. Unangekündigte Drogentests gehören ebenfalls zu den Auflagen. Selbst die Garage, in der er früher an Motorrädern gearbeitet haben soll, bleibt für ihn tabu.

Berufungsverhandlung beginnt im Februar 2027

Der Hintergrund der Maßnahmen ist das umfangreiche Strafverfahren gegen den 29-Jährigen. Am 15. Juni 2026 wurde er vom Osloer Amtsgericht zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah unter anderem zwei Vergewaltigungsvorwürfe sowie weitere Straftaten als erwiesen an. Von zwei anderen entsprechenden Vorwürfen wurde er freigesprochen. Marius hat gegen wesentliche Teile des Urteils Berufung eingelegt. Der nächste große Gerichtstermin ist für den 9. Februar 2027 angesetzt. Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf den 2. November. Dann entscheidet sich, ob der Sohn der Kronprinzessin auf eine Lockerung seiner Situation hoffen darf.

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