Prinzessin Charlotte: Deshalb schrieb Prinzessin Kates Tochter schon als Kind Royals-Geschichte

Normalerweise ist es der erstgeborene Royals-Nachwuchs, der in Königshäusern eine besondere Rolle spielt - im Windsor-Clan hat jedoch Prinzessin Charlotte als zweites Kind von Prinz William und Prinzessin Kate schon vor ihrer Geburt Geschichte geschrieben.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Prinzessin Charlotte hat schon als kleines Mädchen royale Geschichte geschrieben - ihre Urgroßmutter Queen Elizabeth II. stellte die Weichen dafür. (Foto) Suche
Prinzessin Charlotte hat schon als kleines Mädchen royale Geschichte geschrieben - ihre Urgroßmutter Queen Elizabeth II. stellte die Weichen dafür. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Ashley Crowden

Wenn sich Nachwuchs ankündigt, ist die Freude in bürgerlichen Familien ebenso groß wie bei den Royals - auch wenn den Königskindern seit jeher allein durch ihre Geburt ein ganz besonderer Lebensweg vorherbestimmt ist. Der Blick in die Geschichte des Adels zeigt dabei deutlich: Es sind vor allem die erstgeborenen Kinder, die über Jahrhunderte hinweg ihre Spuren in der Historie hinterlassen. Schaut man sich allerdings die Kinderschar an, die im 21. Jahrhundert im britischen Königshaus das Licht der Welt erblickt hat, dann ist es nicht der künftige König Prinz George, der eine Sonderrolle einnimmt, sondern seine jüngere Schwester, die am 2. Mai 2015 geborene Prinzessin Charlotte.

Prinzessin Charlotte schlägt ein neues Kapitel auf - diese Royals-Tradition hat ein Ende

Charlotte Elizabeth Diana, wie das zweite Kind von Prinz William und Prinzessin Kate mit vollem Namen heißt, war nämlich das erste weibliche Mitglied der britischen Königsfamilie, das am eigenen Leib das Ende einer jahrhundertealten Tradition erlebte - und das verdankt die Enkelin von König Charles III. einzig und allein ihrer Urgroßmutter Queen Elizabeth II. Die 2022 verstorbene Jahrhundert-Königin setzte nämlich, als sich ihr Enkel Prinz William und dessen Ehefrau Prinzessin Kate an die aktive Familienplanung machte, alle Hebel in Bewegung, um der sogenannten agnatischen Primogenitur ein Ende zu bereiten.

Prinzessin Charlotte behält Thronfolge-Platz nach historischer Gesetzesänderung

Wer mit diesem sperrigen, in der Adelswelt jedoch seit Generationen tief verwurzelten Konzept nichts anfangen kann, kommt möglicherweise mit der Umschreibung "männliches Erstgeburtsrecht" besser klar. Im Kern bedeutet das: Nur männliche Kinder spielen in der Thronfolge eines Adelsgeschlechts eine Rolle, Mädchen haben keinen Anspruch auf Erbtitel und werden von jüngeren Brüdern in der Erbfolge verdrängt.

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Queen Elizabeth II. stellte die Weichen: Urenkelin Prinzessin Charlotte schreibt Adelsgeschichte

Ohne das Eingreifen von Queen Elizabeth II., die das Thronfolgegesetz, das im Vereinigten Königreich als "Succession to the Crown Act" bekannt ist, grundlegend reformierte, stünde Prinzessin Charlotte (Stand Oktober 2026) auf Rang 4 der Thronfolge hinter ihrem älteren Bruder Prinz George und ihren jüngeren Bruder Prinz Louis, der Charlotte den Regeln der männlichen Primogenitur folgend in der Thronfolge übertrumpft hätte. Auf Geheiß von Queen Elizabeth II. wurde jedoch im März 2015 per Gesetzesänderung in Kraft gesetzt, dass sich die Reihenfolge der Royals-Thronfolge nach dem Zeitpunkt der Geburt, unabhängig vom Geschlecht, ergibt - die männliche Primogenitur wurde somit durch die sogenannte absolute Primogenitur abgelöst.

Aus diesem Grund behielt Prinzessin Charlotte auch nach dem 23. April 2018, dem Geburtstag von Prinz Louis ihren (aktuell dritten) Rang in der Thronfolge der Windsors. Prinz Williams und Prinzessin Kates Tochter war somit das erste Mädchen in der britischen Royals-Geschichte, die sich gegen jüngere Brüder in der Thronfolge behauptete - und ihre historische Bedeutung hat die Power-Prinzessin von morgen ihrer nicht minder ikonischen Uroma Elizabeth II.

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