Britisches Königshaus: Prinz Harry soll am Skandal-Buch seines Onkels mitgewirkt haben

Prinz Harry soll laut Berichten früh von den brisanten Memoiren seines Onkels Charles Spencer über Prinzessin Diana gewusst haben. Eine Mitarbeit des Royals ist jedoch nicht belegt.

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Prinz Harry soll an Dianas Buch beteiligt gewesen sein: Neue Vorwürfe gegen den Royal (Foto) Suche
Prinz Harry soll an Dianas Buch beteiligt gewesen sein: Neue Vorwürfe gegen den Royal Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown
  • Charles Spencer schildert in seinem Buch persönliche Erinnerungen an Diana
  • Harry soll mit seinem Onkel über die Memoiren gesprochen haben
  • Konkrete Belege für eine Mitarbeit des Prinzen gibt es bislang nicht

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Prinz Harry gerät wegen der neuen Memoiren seines Onkels Charles Spencer in den Fokus. In "Swan Song: Diana, My Sister" schreibt der Bruder von Prinzessin Diana über die Zeit vor und nach ihrem Tod. Nun wird spekuliert, ob Harry an dem Buch mitgewirkt haben könnte. Beweise für eine Mitarbeit des Prinzen liegen allerdings nicht vor.

Harry soll von den Inhalten gewusst haben

Nach Angaben von Insidern, die von "RadarOnline" zitiert werden, soll Harry bereits vor der Veröffentlichung von Teilen des Buches gewusst haben. Der Kontakt zwischen dem Herzog von Sussex und seinem Onkel habe sich zuletzt intensiviert. Auch Treffen auf Dianas ehemaligem Familiensitz Althorp sollen eine Rolle spielen. Daraus leiten einige Stimmen die Frage ab, ob Harry mit Spencer über dessen Erinnerungen an Diana und König Charles gesprochen haben könnte. Ein Insider betont jedoch ausdrücklich: "Verdacht ist kein Beweis." Eine tatsächliche Beteiligung des Prinzen an der Entstehung der Memoiren ist damit nicht belegt. Auch Harry selbst hat die entsprechenden Vorwürfe bislang nicht öffentlich bestätigt.

Spencer spricht über die Zeit nach Dianas Tod

In seinen Memoiren beschäftigt sich Charles Spencer ausführlich mit den Ereignissen nach Dianas tödlichem Unfall 1997. Besonders im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Familie mit dem Tod der Prinzessin umging. Spencer beschreibt unter anderem einen Streit über die Teilnahme der damals noch minderjährigen Prinzen William und Harry am Trauerzug hinter dem Sarg ihrer Mutter. Nach seiner Darstellung wollte er verhindern, dass die Jungen diesen Weg gehen mussten. Besonders brisant ist zudem Spencers Schilderung eines angeblichen Telefonats mit Charles. Dabei soll der damalige Prinz von Wales gesagt haben: "Keine Sorge, wir werden sie bald vergessen."

Auch eine weitere Behauptung sorgt für Aufsehen. Spencer gibt an, Charles habe nach Dianas Tod ungewöhnlich erleichtert geklungen. Der Buckingham Palast weist diese Darstellung zurück.

Palast reagiert ungewöhnlich deutlich

Normalerweise äußert sich der Palast nicht zu Inhalten von Büchern über die königliche Familie. In diesem Fall wurde jedoch eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin wird darauf hingewiesen, dass die persönliche Trauer eines Bruders Erinnerungen und Einschätzungen nach Jahrzehnten beeinflussen könne. Der Palast erklärte: "Der Schmerz brüderlicher Trauer kann das Urteilsvermögen trüben, die Vernunft beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise färben."

Spencer hält dagegen an seiner Darstellung fest. Er sieht sein Buch vor allem als persönliche Erinnerung an seine Schwester und will ihre Geschichte aus seiner eigenen Perspektive erzählen.

Spencer will für Diana sprechen

Der Autor weist die Vorstellung zurück, dass die Memoiren gemeinsam mit Harry als Angriff auf die königliche Familie entstanden sein könnten. Sein erklärtes Anliegen sei es, seine Sicht auf Diana und die Ereignisse nach ihrem Tod festzuhalten. "Ich möchte in Dianas Namen sprechen", erklärte Spencer.

Harry hat die Vorwürfe gegen seinen Vater nicht öffentlich unterstützt. Ob er vor der Veröffentlichung tatsächlich über einzelne Inhalte informiert war oder mit seinem Onkel darüber gesprochen hat, bleibt damit offen. Fest steht lediglich, dass der Kontakt zwischen den beiden enger geworden ist und Harry eine persönliche Verbindung zu Althorp und zur Familie seiner Mutter pflegt.

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