Britisches Königshaus: Dianas Ex-Butler schießt gegen ihren Bruder – Charles bekommt Rückendeckung

Dianas früherer Butler Paul Burrell widerspricht der Darstellung von Charles Spencer in dessen neuem Buch. Er erinnert sich an einen tief erschütterten Charles nach Dianas Tod und erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Bruder.

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Britisches Königshaus: Dianas Ex-Butler attackiert ihren Bruder – Paul Burrell verteidigt Charles Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Justin Tallis
  • Paul Burrell beschreibt Charles nach Dianas Tod als "gebrochenen Mann"
  • Der Ex-Butler stellt die Darstellung von Charles Spencer öffentlich infrage
  • Auch Piers Morgan geht wegen angeblicher falscher Behauptungen juristisch gegen Spencer vor

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Paul Burrell, der frühere Butler von Prinzessin Diana, widerspricht der Darstellung von Charles Spencer in dessen neuem Buch. In der Sendung "Piers Morgan Uncensored" schilderte Burrell seine Erinnerungen an die Tage nach Dianas Tod und verteidigte dabei den damaligen Prinzen Charles. Besonders eine Beschreibung Spencers stößt bei Burrell auf Unverständnis. Der Bruder der verstorbenen Prinzessin soll Charles in seinem Buch "Swan Song: Diana, My Sister" deutlich anders darstellen, als Burrell ihn damals erlebt haben will.

Charles soll tief erschüttert gewesen sein

Burrell erinnerte sich an die Begegnung mit Charles in Paris nach Dianas tödlichem Unfall. Der damalige Prinz sei völlig aufgelöst gewesen. Burrell schilderte, Charles habe sich zunächst mit Dianas Schwestern zurückgezogen und sei anschließend mit deutlichen Zeichen von Trauer zurückgekehrt. "Er war ein gebrochener Mann", sagte Burrell. Charles habe blasse Haut und gerötete Augen gehabt und sei offenbar in großer Sorge gewesen. "Er war blass und hatte Angst", ergänzte der ehemalige Butler. Für Burrell steht diese Erinnerung im deutlichen Gegensatz zu Spencers Schilderung seines früheren Schwagers.

Harte Kritik an Dianas Bruder

Burrell geht dem "Daily Star" zufolge mit Charles Spencer noch weiter ins Gericht. Er wirft ihm vor, in seinem Buch nicht nur über Diana zu schreiben, sondern auch alte Konflikte mit der königlichen Familie aufzuarbeiten. "Ich glaube, in diesem Buch geht es mehr um Earl Spencer als um seine Schwester Diana", erklärte Burrell. Die Darstellung empfinde er als stark von Spencers persönlicher Sicht geprägt. Nach Burrells Einschätzung reicht der Konflikt zwischen den Familien Spencer und Windsor weit zurück. Die öffentliche Trauerfeier für Diana habe dabei eine besondere Rolle gespielt. Charles Spencer hatte während der Trauerfeier in Westminster Abbey deutliche Worte über das Königshaus gefunden und damit den Nerv vieler Menschen getroffen. Burrell betont allerdings, dass die öffentliche Wahrnehmung nicht unbedingt der privaten Realität entsprochen habe.

Angeblich kaum Kontakt zwischen Diana und ihrem Bruder

Auch die Beziehung zwischen Diana und ihrem jüngeren Bruder beschreibt Burrell anders als Spencer. Seiner Darstellung zufolge sei der Kontakt zwischen den Geschwistern in Dianas letzten Lebensjahren deutlich eingeschränkt gewesen. "In den letzten fünf Jahren von Dianas Leben sprachen sie kaum miteinander", behauptete Burrell. Spencer sei nur selten im Kensington Palace gewesen und habe damit kaum zum engeren Alltag seiner Schwester gehört. Burrell erklärte zudem, er habe gelegentlich Nachrichten an Spencer weitergeleitet, wenn Diana ihm etwas mitteilen wollte. Eine besonders enge Verbindung habe er jedoch nicht erlebt.

Burrell stellt Spencers Version infrage

Auf die Frage, ob er den Schilderungen von Charles Spencer vertraue, reagierte Burrell eindeutig. Er bezeichnete dessen Darstellung als persönliche Version der Ereignisse. "Das ist Spencers Wahrheit. Aber die Wahrheit ist viel umfassender, als Spencer sie dargestellt hat", sagte der ehemalige Butler. Gleichzeitig zog Burrell eine Verbindung zur heutigen Situation innerhalb der königlichen Familie. Seiner Ansicht nach würden die unterschiedlichen Darstellungen der Vergangenheit auch die Spannungen zwischen Prinz William und Prinz Harry berühren.

Auch Piers Morgan geht juristisch gegen Spencer vor

In der Sendung äußerte sich zudem Moderator Piers Morgan zu seinem eigenen Streit mit Charles Spencer. Morgan bestätigte, dass sein juristisches Vorgehen gegen den Earl weiterläuft. Nach Morgans Darstellung wird Spencer in dem Buch vorgeworfen, bestimmte Behauptungen über die Veröffentlichung von Fotos von Diana aufgestellt zu haben. Morgan bestreitet diese Darstellung und lässt sie nach eigenen Angaben juristisch prüfen. "Deshalb muss es vom Markt genommen werden", forderte Morgan mit Blick auf das Buch. Der Verlag soll dem Bericht zufolge bereits an einer überarbeiteten Ausgabe arbeiten.

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